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Rechtsruck Osten bald in ganz Deutschland?

Elbee

Vorsteher und Richter
28. September 2002
730
agentp schrieb:
Ja das Frage ich mich auch wie man es schafft ausgerechnet in Sachsen wo es kaum Ausländer gibt, den Leuten einzureden, daß die Ausländer ihnen die Arbeit wegnehmen. Zumal bei Licht betrachtet es ja ausgerechnet Ausländer, nämlich Amerikaner und Japaner sind, die dort die Chip- und Autoteilfabriken gebaut und einem Haufen Leuten Arbeit gegeben haben. Das spricht für mich schon eher dafür, daß hier weniger mit dem Kopf als mit sonst einem Körperteil gewählt wurde.

Gute Frage! Gerade in solchen Gebieten lassen sich Bilder in Köpfen des Wahlpublikums besonders gut installieren. Wer mit diesen Voraussetzungen im Alltag überhaupt nichts oder nur sehr wenig zu tun hat, ist der ideale Rezeptor für einfache Bilder. Und die sind es, die Meinung prägen. Bedauerlicherweise auch noch intensiver als Meinungen, die auf der Basis eigenen Erlebens gebildet werden. Ich behaupte mal, dass ein NPD-Wähler in Sachsen auch noch einen Daewoo fährt, auf Kredit von der Citibank, und als Pendler bei Opel (= GM) in Eisenach arbeitet. Geht´s noch krasser? Wohl kaum. Leider funktioniert Massenmanipulation genau so.

Ich spekuliere jetzt krass: Die Rechts-Hype wurde absichtlich in Ost initiiert, dort funktioniert die Aufnahmebereitschaft am besten. Eine Reportage gestern zeigte auf, dass die Mandatsträger der NPD von Tuten und Blasen nicht den geringsten Schimmer haben. Keine Ahnung von Landesdetails wie Bevölkerungszahl, Parteiprogramm erst recht nicht. Hallo? Da stimmt doch was nicht. Ein Wahlerfolg der Rechten, schnurzegal in welchem uninteressanten Miniteil Deutschlands, wird stets mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Da fingen gar CNN und BBC an Politikwissenschaftler auszufragen über "... this right wing phenomenon and the consequences ...". Dabei machte die Führungclique rund um Mr.Apfel eine Dauerschlechtfigur, die nur von Klingonen zu übertreffen ist. Da ist ja ein Mr.Proper Commercial eindrucksvoller.

Das ganze Spektakel wirkt auf mich wie ein eingefädelter Fake mit abgezirkeltem Timing. Wer sind denn die NPD-Leute in Sachsen und welche Bio haben die? Die brechen doch bei jeder sachlichen Diskussion ein wie sonstwas. Wäre jetzt eher interessant, wer diesen komischen Laden eigentlich finanziert.
 

Traenenreiter

Geheimer Meister
1. Oktober 2002
334
Und da sind wir bei des Pudels Kern.

Diese Partei ist an und für sich gar keine: wenn da tatsächlich im Vorstand mehr V Männer sind als überzeugte wasauchimmer, wenn dann weiterhin die sich untereinander absprechen, daß die eine hier mal antritt, die andere da -

hier mein Lösungsvorschlag:

Die NPD / DVU wurde installiert und mit jeder Menge Geld ausgerüstet, um tatsächlichen, echten Rechtsparteien, sollte es solche geben, die Stimmen zu nehmen und gleichzeitig Werbung gegen Rechts zu machen, indem man einfach nur Volldeppen an die Parteispitze bringt.

So kann man auch die Demokratie sichern. Verrückt? Vielleicht, aber in meinen Augen durchaus denkbar!
 

Paran

Vorsteher und Richter
30. November 2003
795
@ traenenreiter

Interessanter Ansatz, doch was passiert, wenn dieses Projekt außer Kontrolle gerät?

Ja das Frage ich mich auch wie man es schafft ausgerechnet in Sachsen wo es kaum Ausländer gibt, den Leuten einzureden, daß die Ausländer ihnen die Arbeit wegnehmen. Zumal bei Licht betrachtet es ja ausgerechnet Ausländer, nämlich Amerikaner und Japaner sind, die dort die Chip- und Autoteilfabriken gebaut und einem Haufen Leuten Arbeit gegeben haben. Das spricht für mich schon eher dafür, daß hier weniger mit dem Kopf als mit sonst einem Körperteil gewählt wurde.

Die Ausländerfeindlichkeit ist meiner Meinung nach dort am höchsten wo es besonders viele bzw. besonders wenige Ausländer gibt! In den Gebieten wo es viele gibt fühlt sich die einheimische Bevölkerung bedroht aufgrund der Anzahl der Ausländer und dort wo es wenige gibt hört man viel, weiß man nichts aber man hat viel Angst!
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
unwahrscheinlich.de

Können die rechten Parteien Ihren Wahlerfolg in Deutschland wesentlich ausdehnen?

Vermutlich nicht und das liegt an folgenden Gründen:

Es gibt keine einheitliche rechte Partei in Deutschland. Die bisherigen Versuche haben sich zerstritten und schafften es nicht charismatische Persönlichkeiten hervorzubringen. Interessanterweise gelingt das im Ausland schon eher, siehe Le Pen / Haider etc.

Der rechte Rand wird normalerweise von der CDU eingebunden. Im Fall von Brandenburg gelang das natürlich nicht, da die CDU in grosser Koalition mitregierte (und in Sachsen allein regierte). Erfahrungsgemäss bereiten grosse Koalitionen den Boden für Stimmenzuwächse bei extremistischen Parteien (siehe NPD Erfolge in den 60ern). Solange auf Bundesebene keine grosse Koalition ins Haus steht, fehlt eine wesentliche Vorraussetzung für einen rechten Wahlerfolg auf Bundesebene. (vielleicht schlecht recherchiert; hab grad keine klares Bild von den Machtverhältnissen vor der Wahl in Sachsen und Brandenburg; mein Internet hängt)

Meiner Meinung ist der Tiefpunkt für die SPD in der Hartz IV Diskussion erreicht. Wenn sie weiter Standhaft bleibt wird ihr das zugute kommen. Sobald Hartz IV implementiert ist, werden auch die Proteste und Diskussionen verebben. Vielleicht entsteht dann auch eine versachlichte Diskussion die über den deutschen Teller schaut und entdeckt, dass kaum ein anderes Land 36 Monate Arbeitslosengeld zahlt. Da es vermutlich keine weitere Sozialreform dieser Grössenordnung vor der nächsten Wahl geben wird, fehlt dann 2006 der aktuelle soziale Zündstoff für die Rechten.

Und noch ein paar allgemeine Bemerkungen:
Wer das Auslandsecho zum Ausgang der Landtagswahl auf Spiegel Online liest, wird entdecken, dass man sich im Ausland am meisten über die hysterische Berichterstattung gewundert hat. Das es in jedem Land leider Wählerpotential für rechte Parteien gibt ist inzwischen allgemein bekannt. So erscheint es im Ausland verwunderlich, dass in vielen deutschen Medien immer noch der souveräne Umgang mit dem Thema fehlt.

Und solange unsere Demokratie funktioniert und wehrhaft bleibt, haben die Rechten auch langfristig keine Chance. Erstens ist selbst die NSDAP in Ihren besten Zeiten nicht über 33% in freien Wahlen hinausgekommen und zweitens lösen sich rechte Parteien sobald sie an der Regierung sind sehr bald in Wohlgefallen auf, da sie ihre rigorosen Wahlversprechen natürlich nicht umsetzen können (Kanzler Schüssel hat das mit Haider sehr erfolgreich vorgeführt und meiner Meinung nach zu Unrecht EU Sanktionen kassiert.) . Wichtig ist allerdings das es den Extremen nicht ermöglicht wird am demokratischen Staatsgebilde zu rütteln. Solange das gewährt bleibt, besteht keine Gefahr.

Was natürlich kein Freibrief ist sich zurückzulehnen. Zivilcourage und engagiertes Einschreiten sobald sich extremistisches Gedankengut breitmacht wird von jedem verlangt.
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
Hallo,
zum NPD-parteiprogramm bleibt eigentlich eine generelle Feststellung:
gesellschaftlich-politischer Teil:
Alter Wein in neuen Schläuchen sprich das übliche völkische Gedepper in harmlose Wörter gekleidet.

wirtschaftlicher Teil:
PDS-Lyrik, dazu noch die Betonung aufs Nationale ("Schutzzollpolitik").
Realitätsgehalt gleich Null. Sowas würde in der heutigen globalisierten Welt keine fünf Sekunden überleben, sondern Deutschland und den Großteil Europas runieren.

Aber die NPD-Wähler haben das Parteiprogramm wahrscheinlich sowieso nicht gelesen ("Über 4 Millionen Menschen in D können nicht richtig lesen und schreiben"), was ja auch überflüssig ist, da die Demonstrationszüge voller Nazi-Skins und schwarzweißroten Flaggen mehr sagen als tausend Worte.
Ein Glück, das für den Verfassungsschutz nicht nur das geschriebene Wort sondern auch das Verhalten der Aktivisten gilt.
(Im Fernsehen war ein schöner Bericht über die Vorbestrafungen einiger NPD-Kandidaten für Sachsen: Körperverletzung, Landfriedensbruch, Verunglimpfung, Rassistische Delikte und so weiter und so fort)

Naja, wir dürfen aber nicht vergessen, das wir im älteren Teil des freien Deutschlands so 20 Jahre nach der Staatsgründung auch einen extremistischen Hype hatten (NPD 1966 fast im Bundestag, stalinistische Kräfte in Teilen der Studentenbewegung, Rechtsaußen in vielen Landtagen).
Im Osten tritt das nun 15 Jahre nach der von unseren ostdeutschen Brüdern erkämpften Freiheit auch auf. Da müssen wir halt durch!
Ich möchte den Bewohnern der neuen Bundesländer (besonders der Jugend) dringend raten sich in Parteien zu engagieren. Diese haben im Osten keine richtigen Basisstrukturen (im Gegensatz zur NeoNazi-Szene) und können sehr schlecht Kräfte mobilisieren.
Ein Beispiel: Die SPD hat im ganzen Osten nur knapp 20.000 Mitglieder im Vergleich zu ca. 650.000 in Westdeutschland.

Bei den anderen demokratischen Parteien schaut´s genauso düster aus:
Die Union hat in ganz Brandenburg 6.000 Mitglieder. Allein in meinem Landkreis hat sie mehr!

Also Leute, eintreten und mithelfen, sonst geht alles vor die Hunde!

sillyLilly schrieb:
Hier hat eh niemand der NPD ein sinnvolles Programm zugetraut.

Ach ... du meinst das es hier keine NPD wähler gibt?

Na dann wundere ich mich warum hier in Diskussionen um Zuwanderungsgesetz, Wirtschaft, Globalisierung und Familienpolitik teilweise genau so ein Schmonsens vertreten wird, wie auf der NPD seite.
Absolut richtig. Wo steckt eigentlich unser User OTO (Zitat:"Deutschland ist größer als die BRD")? Noch schnell ein Direktmandat in der Sächsischen Schweiz gewonnen und deswegen verhindert?

gruss semball
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@semball

na was anderes war ja von dir nicht zu erwarten.

mal wieder eine wunderbar neutrale analyse vom "genossen" semball.

Alter Wein in neuen Schläuchen sprich das übliche völkische Gedepper in harmlose Wörter gekleidet.

von der SPD und den anderen etablierten parteien hört man auch nur das übliche sozialkahlschlagsgedepper in harmlose wörter gekleidet.

Sowas würde in der heutigen globalisierten Welt keine fünf Sekunden überleben, sondern Deutschland und den Großteil Europas runieren.

das mit dem ruinieren schaffen die etablierten ganz gut alleine, auf kosten der menschen- nicht der wirtschaft.

was ja auch überflüssig ist, da die Demonstrationszüge voller Nazi-Skins und schwarzweißroten Flaggen mehr sagen als tausend Worte.

genau, alles nazis, die da mit wehenden fahnen demonstrieren, warum ist mir blindfisch das nur noch nicht aufgefallen?

Sozialstudie erforscht Motive von Hartz-IV-Demonstranten
Nach Einschätzung von Forschern des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB) werden die Anti-Hartz-Proteste auch in Berlin weiter anhalten. Zwar waren am Montag mit 3500 Menschen nach Polizeiangaben weniger auf der Straße als zu Beginn der Demonstrationen im August, als laut Polizei 7000 bis 16 000 Teilnehmer gezählt werden konnten. Dennoch sei für Anfang des kommenden Jahres mit weiteren Protestwellen zu rechnen, heißt es.


Die Forscher des WZB untersuchten in mehreren deutschen Städten, darunter auch in Berlin, die Motivation der Menschen, die sich an den Montagsdemonstrationen gegen die Arbeitsmarktreform der Bundesregierung beteiligten. Der typische Hartz-Demonstrant komme aus Ostdeutschland, sei männlich, zwischen 50 und 55 Jahre alt, zumeist arbeitslos oder in unsicherem Berufsverhältnis und politisch deutlich links orientiert, sagte Professor Dieter Rucht vom WZB. Die Demonstrationsteilnehmer seien älter und gebildeter als der Bundesdurchschnitt und tendierten am ehesten zur PDS.


Von den Berliner Demonstranten ordnete sich mit 48 Prozent ein sehr hoher Anteil als ganz links stehend ein. In Leipzig und Magdeburg lagen die Anteile dagegen lediglich bei 24 beziehungsweise 23 Prozent, in Dortmund bei 26 Prozent. Fasst man die ganz linken und linken Positionen zusammen, liegt der Anteil der Linken in Berlin sogar bei über 82 Prozent und damit an der Spitze, gefolgt von Dortmund (69 Prozent), Leipzig (65) und Magdeburg (57). Werden die Kategorien "eher rechts" und "ganz rechts" zusammengefasst, liegt der Anteil der Rechten in Berlin lediglich bei 3,9 Prozent.

quelle: Die Welt

Ein Glück, das für den Verfassungsschutz nicht nur das geschriebene Wort sondern auch das Verhalten der Aktivisten gilt.

ein glück, das der verfassungsschutz im wahrsten sinne des wortes sehr aktiv ist in der rechten szene, nicht?

Ich möchte den Bewohnern der neuen Bundesländer (besonders der Jugend) dringend raten sich in Parteien zu engagieren.

warum sollen die sich in parteien engagieren, die ihnen das wasser abgraben? so masochistisch sind sie dann doch nicht veranlagt.

Ein Beispiel: Die SPD hat im ganzen Osten nur knapp 20.000 Mitglieder im Vergleich zu ca. 650.000 in Westdeutschland.

nun ja, es werden auch im westen immer weniger...650 000 ist nicht mehr aktuell:

SPD verliert rund 22.000 Mitglieder im ersten Quartal

"Münte-Effekt" bisher nicht messbar

Berlin - Der Mitgliederschwund in der SPD hat sich im ersten Quartal des Jahres 2004 verstärkt. Nach einer Aufstellung der Berliner Parteizentrale verloren die Sozialdemokraten in den ersten drei Monaten dieses Jahres per Saldo 22 281 Mitglieder (3,4 Prozent). Das ist mehr als die Hälfte des Verlustes im gesamten Jahr 2003. Damals hatte die SPD 6,2 Prozent (43 096 Mitglieder) eingebüßt. Nach Berücksichtigung der Neueintritte und Sterbefälle lag die Zahl der Austritte von Januar bis März 2004 bei 21 616. Im Vorjahr hatten insgesamt 38 437 Sozialdemokraten ihrer Partei den Rücken gekehrt.

Wie eine Parteisprecherin bestätigte, sank die Zahl der Mitglieder von
650 789 am Ende des letzten Quartals 2003 auf nunmehr 628 508.

http://www.welt.de/data/2004/04/02/259624.html

Also Leute, eintreten und mithelfen, sonst geht alles vor die Hunde!

du bist ja ein richtiger kleiner scherzkeks! :lol:
 

derhirtee

Geselle
20. September 2004
23
o_O sehr inte, :lol:
hmmmm wieviele deutsche werden für ihre verbrechen hart verurteilt?
wie viele ausländer werden für ihr verbrechen hart verurteilt?
eigentlich ist es in jedem land gleich ."der iraker in frankreich bekommt für einen brötchen klau die höchststrafe"! der franzose selbst wird freigesprochen!"

:wink:

schwarze werden von bullen zusammengeschlagen in amerika, bei uns sind das iraner,türken, araber usw.

meist zu unrecht !

was glaubt ihr machen nazis?
was glaubt ihr machen linke?
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
@samhain
Ich glaube nicht das Sembal die Hartz 4 Demostrationen meinte.... sondern wohl eher Demos der Rechten, die es ja auch immer wieder zu unterschiedlichen Anlässen gibt.

Namaste
Lilly
 

Alien

Geheimer Meister
1. Juni 2003
265
so eine "kleine" prognose,:ich bin mir sicher das es eines tages eine rechtsruck geben wird,aber in ganz europa!
so eine art intro zur neuen weltordnung


regards

Alien
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
Pfeifenkopf schrieb:
@Lilly: Ich glaube, samhain hat die Aussagen des Spezialdemokraten genau richtig interpretiert.

das denk ich auch mal ( bezüglich der demos ) immerhin ist doch die zusammengefasste wahrnehmung von pds und npd doch grad große mode bei den medien...

ich denke da nur an den spiegel... da wird ja schon ganz bewußt beides in einen topf geworfen und kräftig gerührt und das ganze als teil der verkorksten ossimentalität, die ja ach so undemokratisch und unrealistisch sein soll verkauft.
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
@ derhirtee,

o_O sehr inte,
hmmmm wieviele deutsche werden für ihre verbrechen hart verurteilt?
wie viele ausländer werden für ihr verbrechen hart verurteilt?
eigentlich ist es in jedem land gleich ."der iraker in frankreich bekommt für einen brötchen klau die höchststrafe"! der franzose selbst wird freigesprochen!"

schwarze werden von bullen zusammengeschlagen in amerika, bei uns sind das iraner,türken, araber usw.

meist zu unrecht !

:?!?: :?!?: :?!?:

tut mir leid, aber das ist mir zu hoch - welchen logischen Schluss soll man daraus ziehen? Bekommt der Iraker, der in Frankreich klaut die gleiche Strafe wie im Iran? Und bekommt der Franzose, der in Saudi-Arabien eine Frau anmacht die gleiche Strafe wie in Frankreich?

So long Artaxerxes
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Also ich finde semball hat nicht unrecht und ich finde deinen Post, erheblich weniger neutral als den von semball.
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
samhain schrieb:
@semball

na was anderes war ja von dir nicht zu erwarten.

mal wieder eine wunderbar neutrale analyse vom "genossen" semball.

Alter Wein in neuen Schläuchen sprich das übliche völkische Gedepper in harmlose Wörter gekleidet.

von der SPD und den anderen etablierten parteien hört man auch nur das übliche sozialkahlschlagsgedepper in harmlose wörter gekleidet.

Du vergleichst also das Programm der SPD mit dem der NPD?
Ich weiß ja nicht, ich weiß ja nicht, ich weiß ja nicht...
Sowas würde in der heutigen globalisierten Welt keine fünf Sekunden überleben, sondern Deutschland und den Großteil Europas runieren.

das mit dem ruinieren schaffen die etablierten ganz gut alleine, auf kosten der menschen- nicht der wirtschaft.
Normalerweise lernt man schon in der siebten Klasse im Fach "Wirtschaft und Recht" das Planwirtschaft nix gut.
Und eine Handelszollpolitik und nationale Isolierung führt nun mal zum Zusammenbruch der Wirtschaft insbesondere beim Exportweltmeister Deutschland, da das Ausland dann ebenfalls völlig legitimerweise Schutzzölle etc. gegen unsere Waren erheben könnte.

Mit einer realistischen Perspektive hat deine Sicht der Dinge weniger etwas zu tun.

was ja auch überflüssig ist, da die Demonstrationszüge voller Nazi-Skins und schwarzweißroten Flaggen mehr sagen als tausend Worte.

genau, alles nazis, die da mit wehenden fahnen demonstrieren, warum ist mir blindfisch das nur noch nicht aufgefallen?
Du bezweifelst also das bspw. die Leute beim Rudolf-Hess-Gedenkmarsch Nazis waren?

Sozialstudie erforscht Motive von Hartz-IV-Demonstranten

Ach so, du hast mich wieder mal, natürlich unabsichtlich, falsch verstanden. Von Hartz IV war bei mir keine Rede.

Wo wir mal wieder dabei sind:
Im Fernsehen war ein Bericht über einen empörten Bürger der Müntefering den Mittelfinger zeigte.
Nun nahm sich die Redaktion des Schicksals des von Hartz IV Betroffenen an und stellte fest: Der bekommt nächstes Jahr insgesamt sogar mehr Geld vom Staat.
Interessant, aber sorry: Ich wollte dich nicht mit Fakten langweilen.

Für alle die Fakten mögen:
http://www.bundesregierung.de/Politikthemen/-,11826/Arbeitslosengeld-II-Hartz-IV.htm

Ein Glück, das für den Verfassungsschutz nicht nur das geschriebene Wort sondern auch das Verhalten der Aktivisten gilt.

ein glück, das der verfassungsschutz im wahrsten sinne des wortes sehr aktiv ist in der rechten szene, nicht?
Ja, der Verfassungsschutz muss die rechtsextreme Szene nun mal unterwandern. Aber das ist ein eigenes Topic für sich.

Ich möchte den Bewohnern der neuen Bundesländer (besonders der Jugend) dringend raten sich in Parteien zu engagieren.

warum sollen die sich in parteien engagieren, die ihnen das wasser abgraben? so masochistisch sind sie dann doch nicht veranlagt. [/quote]

jaja, die Politiker sind Teufel die das deutsche Volk versklaven und vernichten wollen.

Geh du mal (ich weiß du tust es eh nicht, aber vielleicht lesen hier noch andere Personen mit) in eine Partei und schau dir mal den Laden an.
Sitz du mal Abend für Abend auf ewig-langen Sitzungen und gestalte konkrete Politik mit (auch wenn´s "nur" auf kommunaler oder Kreisebene ist). Politiker zu sein, ist, es sei denn man ist Abgeordneter oder führender Funktionär, eine quasi ehrenamtliche Tätigkeit, für die man viel Zeit und Geduld aufwenden und für die man eigentlich nichts rauskriegt. Warum mache soviele Menschen es dann trotzdem? Weil sie sich für die Gemeinschaft und letztendlich für das Wohl des ganzen Volkes einsetzen wollen.

Aber niemand zwingt dich dazu. Wenn du meinst, das ist nichts für dich und die Mitgliedschaft in einer Partei sagt dir nicht zu: Fein, das ist dein demokratisches Recht; aber deshalb hast du noch lange kein Recht diese Leute derart zu verunglimpfen.

Außerdem kann jeder seine eigene Partei aufmachen, falls ihm/ihr die vorhandenen Parteien nicht passen. Auch ein Vorteil der Demokratie.

Und da gerade du alle Parteien pauschal als Menschenfresser aburteilst, müsste man die nächste Parteigründung eigentlich gerade von dir erwarten.


Also Leute, eintreten und mithelfen, sonst geht alles vor die Hunde!

du bist ja ein richtiger kleiner scherzkeks! :lol:
[/quote]
Tja, Demokratie lebt nun mal von Mitarbeit!
Von aktiver (Engagement in einer Partei, Kandidieren bspw. als Bürgermeister oder Gemeinderat) oder passiver (Politische Meinungsbildung und anschließende Nutzung des Wahlrechts) Mitarbeit!
Wenn keiner mehr mitarbeitet, stirbt die Demokratie.
Das du Leute und insbesondere Jugendliche, die sich für den Bestand und die Vitalität der Demokratie einsetzen und für gesellschaftliches Engagement werben, als "kleine Scherzkekse" bezeichnest, finde ich persönlich eigentlich nur noch traurig.
 

Paran

Vorsteher und Richter
30. November 2003
795
@ samhain

Demonstrieren gehen und auf die "etablierten Parteien" zu schimpfen ist leicht! Ich finde semballs Aussage, dass man sich gefälligst mal selbst engagieren sollte eigentlich recht gut! Weder PDS noch NPD/DVU können eine wirklich Alternative sein.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@semball

Im Fernsehen war ein Bericht über einen empörten Bürger der Müntefering den Mittelfinger zeigte.
Nun nahm sich die Redaktion des Schicksals des von Hartz IV Betroffenen an und stellte fest: Der bekommt nächstes Jahr insgesamt sogar mehr Geld vom Staat.

und als dreingabe, aber das wird ja lieber verschwiegen, zwangsarbeit, totale kontrolle durch "fallmanager", ein sanktionskatalog von feinsten, der schnell zu absoluter mittellosigleit und sogar obdachlosigkeit führen kann, wenn aus strafe die miete nicht mehr übernommen wird.


hey, tolle seite!

Reformen schaffen Arbeitsplätze, Bundeskanzler Schröder: Deutschland ist nicht gespalten, Hartz macht nicht arm, Bundesregierung erwartet 2005 Durchbruch am Arbeitsmarkt...

ich nehme alle meine bedenken zurück- es sieht geradezu rosig aus!

was sollte sonst auf einer offiziellen SPD seite stehen?

Tja, Demokratie lebt nun mal von Mitarbeit!

die anderenorts, ausserhalb von parteien wesentlich ehrlicher und effektiver läuft.

das, was parteihasen wie du einem als demokratie verkaufen wollen, entwickelt sich rasant zu einer plutokratie, die immer weniger menschen, was auch die massiven parteiaustritte und nichtwähler zeigen, bereit sind zu unterstützen.
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
Paran schrieb:
@ samhain

Demonstrieren gehen und auf die "etablierten Parteien" zu schimpfen ist leicht! Ich finde semballs Aussage, dass man sich gefälligst mal selbst engagieren sollte eigentlich recht gut! Weder PDS noch NPD/DVU können eine wirklich Alternative sein.

so leicht ist das gar nicht und ich denke demonstrieren gehen und politische diskussionen führen, aufklären und kritisieren ist durchaus schon engagement.... ich denke nicht, dass engagement nur als solches gelten kann wenn es in den parteien und dann eben auch noch in den etablierten parteien stattfindet...

ich kenne das geschehen in parteien und ich bin davon frustriert genug...

lokalpolitik als mafiiöses kammerspiel ... vielen herzlichen dank....

aber ja ich muss semball zustimmen.... geht in die parteien und schaut euch das mal an... geht in die spd und schaut euch das mal an... das ist eine sehr gute idee...

das muss man mal gesehen haben ;)
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
um nochmal auf den umgang der etablierten parteien mit den ultrarechten zurückzukommen:

...Vor diesem Hintergrund könnte sich die Behauptung, der Wahlerfolg von NPD und DVU sei das lästige Ergebnis einer vorübergehenden Proteststimmung, als ebenso untauglich wie fahrlässig erweisen. Umso bedenklicher, dass sie noch während der laufenden Hochrechnungen von führenden Vertretern aller im Bundestag vertretenen Parteien aufgestellt wurde, denen offenbar nichts ferner liegt als eine substanzielle politische Auseinandersetzung.

Selbstredend könnten sie argumentativ überzeugend nachweisen, dass sich aus dem Begriff Deutschland kein grammatikalisch korrekter Satz und schon gar kein Parteiprogramm zusammenbasteln lässt, wie es die neue Volksfront in skrupelloser Anlehnung an den historischen Erzfeind derzeit versucht. Doch die Konfrontation mit dem Auftrumpfen rechter Parteien bedeutet für CDU, SPD, FDP und Grüne eben auch das freimütige Eingeständnis eigener Fehler, Versäumnisse und eklatanter Kompetenzprobleme.

Ein solches Eingeständnis und der erklärte Wille zur sachorientierten Kooperation würde bei den Wählerinnen und Wählern sicher besser ankommen als die ewig gleichen Worthülsen und das schmerzfreie Ignorieren der simplen Tatsache, dass ihnen die Stammwähler von einst zu Zehntausenden den Rücken kehren.

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18383/1.html

meine rede...
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
der versuch die rechtsradikalen unter dem mantel des schweigens verschwinden zu lassen dürfte wohl nicht zum gewünschten ziel führen...

ganz im gegenteil glaube ich, dass man die rechten damit sogar noch ungewollt unterstützt...

können sich diese leute denn schöneres vorstellen als das man sich vor öffentlichen diskussionen drückt, dass man sie nicht aktiv wiederlegt sondern ihnen das argument liefert man würde ja "undemokratisch" mit ihnen umgehen ...

fakt ist, dass die etablierten stimmen verlieren als hätten sie krankhaften darmausfluss.
welche alternativen gibt es dann noch? wie kann ein wähler die politiker etablierter parteien erfolgreich schockieren?

mit ihrem zu tage gelegten verhalten stärkt man die rechten in ihrer rolle als protestpartei...
 

indi-ffo

Geheimer Meister
10. März 2004
257
ich finde es schwach das von den sogenannten Volksparteien, Etablierten und von irgendwelchen Schreiberlingen und Journalisten, neben den Wählern der sog. "rechten Partein", auch die nicht Wähler für den Stimmengewinn von DVU und NPD verantwortlich gemacht werden. eigentlich können die die jetzt das graße geschei anstimmen, froh sein das soviele nicht wählen waren. denn wer weiß, vielleicht hätten diese "rechten Parteien" dann noch mehr Stimmen und somit Plätze bekommen.
aber vielleicht waren diese leute , die da nicht wählen waren, sich nicht schlüssig wen sie wählen sollte, sondern sie wollten den Parteien nur nicht das Geld, dass sie pro abgegebene Wählerstimme bekommen, zukommen lassen. so kann man auch Steuergelde sparen. finde es sowieso krank das wir der Parteien Wahlkampf mit unseren Steuern bezahlen.
 

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