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"Adel" in Deutschland

Giacomo_S

Ritter Rosenkreuzer
13. August 2003
2.793
Vielleicht sollte ich doch mal Anhnenforschung betreiben...

Ein Hobby braucht bekanntlich keine Rechtfertigung. Meins wäre das aber nicht, denn letztlich findet man nichts erhebendes dabei heraus. Es handelt sich um eine Beschäftigung für Bürokraten und Erbsenzähler. Mir gefällt auch die Philosophie nicht, die im Grunde dahinter steht - denn am Ende ist das alles nur, mehr oder weniger, eine völlige Überbewertung irgendeiner Form von Vererbung.

Und selbst das stimmt nicht.
Als genetische Analysen möglich und bezahlbar wurden, hat das die Zunft der Ahnenforscher zunächst elektrisiert, vor allem die Amerikaner unter ihnen. Sie haben dann angefangen, genetische Tests an lebenden Zeitgenossen durchzuführen - und damit auch echte familiäre Dramen produziert.
Nur allzu oft ergab nämlich der DNA-Test, dass es zwischen dem "geneaologischen" und dem "biologischen" Ergebnissen Diskrepanzen gab. Jemand erhielt das Ergebnis, dass sein Vater nicht sein Vater war, und seine Mutter eine "Schlampe". Man schätzt, dass rund 10% aller Kinder Kuckuckskinder sind, das kann nicht ein jeder so ohne weiteres verdauen.
Seitdem ist die Ahnenforscher-Zunft mit DNA-Analysen vorsichtiger geworden. Man tut dies nicht mehr, jedenfalls nicht, wenn lebende Menschen davon betroffen sind.

Wenn also diese ganze Erkenntnis aus "Vererbung", "Vorfahren" bewirken - wenn man nicht in der Lage ist, sich den realen biologischen Erkenntnissen zu stellen, mit welchen auch immer mögliche sozialen Folgen? Man kann alle möglichen "Stammbäume" auf mit jeder Generation immer breiter werdenden Fahnen aus Familienbäumen aufstellen (das Lebenswerk meines Großvaters aus Symbolen war dann 2 Meter breit) - es beruht aber auch auf der Annahme einer Moral, die die Menschen zu keinen Zeiten wirklich hatten, biologisch jedenfalls nicht.
 

Popocatepetl

Ritter der ehernen Schlange
27. August 2013
4.141
Vielleicht sollte ich doch mal Anhnenforschung betreiben
hier kam mal ein hugenotte her, hat 12 generation inzucht betrieben, und jetzt bin ich da :) hessisches hinterland rulez :cool2:

ok, opa hat ein bisserl wind aus preussen rein gebracht, ihm und seiner schwester hats allerdings die gesamte familie im magdeburger feuersturm zerrissen, da ist wohl auch so ziemlich alles verloren gegangen was evtl überhaupt an dokumenten da war...
 

Axiom

Geheimer Meister
21. März 2016
150
die hab ich schon live gesehn. In dortmund beim.....weiß nimmer. Uz Uz Uz hats gemacht
heheheh, die ist mir zu schnell, dass ist nichts mehr für mein Gemüt. Hab da einen vergessen gehabt, den Helmut - DJ Hell - kenn ich auch persönlich, wenn der nach Basel kommt geh ich meistens hin. Dann aber auch VIP bei ihm hinterm Pult.

 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.294
Kaiser Wilhelm II. hatte einen "Geburtsfehler", einen kaputten Arm.
Der absolut nichts mit einem genetischen Defekt zu tun hatte, sondern mit einer Nervenverletzung bei der sehr schwierigen Notentbindung. Die Hohenzollern hatten nebenbei ein deutlich größeres Beuterservoir als die Habsburger mit ihren legendär strengen Ebenbürtigkeitsregeln.

Seine Familie war nie adelig, also gab es auch nie ein Wappen.
Bürgerliche Wappen sind in der Schweiz stärker verbreitet als in Deutschland, aber auch hier nicht gerade selten.
 
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