Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

Freimaurergespräche

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.821
Edit: Abgetrennt von hier
http://www.weltverschwoerung.de/freimaurer-illuminaten-andere-geheimbuende/20705-buchempfehlung.html
Viel Spass.
somebody/mod


Hallo, du Bierliebhaber,

Dein Beitrag hat mich jetzt endgültig dazu veranlasst, mich hier registrieren zu lassen. Ich bin selbst Freimaurer und würde Dir gerne folgenden Rat geben:

Irgendwann hast Du wahrscheinlich genug über die Liebe gelesen und gehört haben. Dann hast Du eine Freundin gefunden und wirst festgestellt haben, dass die Leserei und Informierei vorher für die Katz war. Ähnlich wird's Dir bei der Maurerei gehen. Geh doch einfach mal in eine Loge - da findest Du innerhalb relativ kurzer Zeit genügend authentische Informationen, um für ich entscheiden zu können, ob's was gescheites ist.

Klar, bevor Du Dich irgendeiner Gemeinschaft anschließt, machst Du Dir schon Deine Gedanken, ob Du Dich "in die richtigen Hände" begibst. Du gehst hier aber keinerlei Risiko ein: Aber ist eine Freimaurerloge ist grundsätzlich genauso besorgt, nur Interessenten aufzunehmen, die "dazupassen". Das geht nicht nach Checkliste oder objektiven Kriterien, letztlich muss die Chemie stimmen.

Die Freimaurer sind also keine "Armeewerber", die um jeden Preis einfach Mitglieder einfangen wollen. Es ist niemandem damit gedient, wenn ein neu aufgenommener Bruder nach ein paar Monaten wieder aussteigt. Wenn Du also einfach bei einer Loge in Deiner Nähe anklopfst, findest Du authentische Personen, die auf Deine Fragen eingehen werden und Dir keinen kalten Kaffee erzählen. Und Du wirst, wenn Du mehrere Freimaurer fragst, wahrscheinlich auch feststellen, dass jeder Bruder seine eigene Sichtweise hat, die auch akzeptiert wird.

Das macht übrigens auch Bücher, die von einzelnen (Ex-)Brüdern über die Maurerei geschrieben werden, auch von vornherein zweifelhaft. Selbst wenn der Autor die besten Absichten gehabt hat: Er kann eben nur seine eigene Sichtweise schildern. Deshalb gibt's, abgesehen von Nebensächlichkeiten wie der Anordnung der Säulen im Tempel, auch keine wirklich "objektive" Information. Die Maurerei selbst ist einfach nicht "objektiv", sondern für jeden Bruder etwas persönliches und individuelles - egal, was irgendwer - incl. anderer Brüder darüber schreibt.

LG,
Lupo
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.821
AW: Buchempfehlung

Hallo Schechina,

Du meinst, so ein richtig gutes Buch über Freimaurerei, das man durchliest, aus der Hand legt und sagt: "Nein, wie interessant - jetzt bin ich viel schlauer als vorher ...". Hm. Leider ist mir so eins noch nicht untergekommen, so dass ich recht schnell die Suche danach aufgegeben habe und auch alles andere als auf dem Laufenden bin.

Wenn ich mir so Deine Beiträge oder auch die Beiträge anderer Freimaurer hier so anschaue, sind Du und andere wahrscheinlich in Punkto Literaturempfehlung viel belesener und kompetenter als ich ...

Mein Post war auch mehr für unseren Becks trinkenden Freund gedacht, der eine Mitgliedschaft bei der FM für sich absolut nicht ausschließt und sich aber noch etwas schlau machen will.

Meine Meinung zu Büchern über die FM ist wie folgt:

Wie kann jemand am besten herausfinden, ob ihm die Rolling Stones zusagen: Indem er Bücher über sie liest oder einfach mal deren Musik hört? So ähnlich geht's mir hier:

Das Leitmotiv der FM, also die durch Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit zum Tempel der Humanität fest verbundene Menschheit ist eine Metapher, die weder geheim ist, noch allzu vieler geschriebener Worte bedarf. Entweder man erkennt die Botschaft intuitiv und kann damit für sich etwas anfangen, dann braucht man auch kein Buch. Und jemand, der mit Metaphern nichts anfangen kann, wird sich auch nach 100 Büchern da nicht annähern können. Und alles andere, worüber man ganze Büchereien vollschreiben kann, ist letztlich nur Beiwerk.

Ich selbst bin auch ausschließlich über persönliche Bekanntschaft vor rund 12 Jahren zur FM gekommen - hätte ich's mir anlesen müssen, wäre es wahrscheinlich nichts geworden.

Gut, das ist meine persönliche Sichtweise - andere mögen's anders sehen und das ist auch OK. Die Brüder in den amerikanischen Logen haben übrigens einen Aufkleber: "2 be 1, ask 1"

LG,
Lupo
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: Buchempfehlung

Hallo Lupo,

Du meinst, so ein richtig gutes Buch über Freimaurerei, das man durchliest, aus der Hand legt und sagt: "Nein, wie interessant - jetzt bin ich viel schlauer als vorher ...". Hm. Leider ist mir so eins noch nicht untergekommen, so dass ich recht schnell die Suche danach aufgegeben habe und auch alles andere als auf dem Laufenden bin.
Irgendwie muß ein "Suchender" ja aufmerksam werden "fg".
Wie wäre es mit dem Focaultschen Pendel als Buchtip?

Das Foucaultsche Pendel ist deshalb später mit einem Seitenhieb auf den Bestseller von Dan Brown als „Da Vinci Code für denkende Menschen“ bezeichnet worden. Im Gegensatz zu Browns Buch, in dessen Handlung sich die Verschwörungstheorien ja bestätigen, geht es bei Eco um die Fiktionalität von Verschwörungstheorien und die Beliebigkeit, mit der sich historische Tatsachen zu irrealen Verschwörungen zusammenimaginieren lassen. Der Roman kann somit als Satire auf oder Polemik gegen die gesamte Esoterik verstanden werden.

Das Foucaultsche Pendel ? Wikipedia
Wenn ich mir so Deine Beiträge oder auch die Beiträge anderer Freimaurer hier so anschaue, sind Du und andere wahrscheinlich in Punkto Literaturempfehlung viel belesener und kompetenter als ich ...
Aber in der Praxis dürftest du viel mehr wissen.
Mein Post war auch mehr für unseren Becks trinkenden Freund gedacht, der eine Mitgliedschaft bei der FM für sich absolut nicht ausschließt und sich aber noch etwas schlau machen will.
Man kann ja ruhig längere Zeit zu den Gästeabenden gehen, bevor man so eine "ernste Entscheidung" trifft.
Meine Meinung zu Büchern über die FM ist wie folgt:

Wie kann jemand am besten herausfinden, ob ihm die Rolling Stones zusagen: Indem er Bücher über sie liest oder einfach mal deren Musik hört? So ähnlich geht's mir hier:
Manche Leute haben ja schon Angst ein Logenhaus zu betreten. Allein als Symphatisant kann man sich schon Feinde machen, ja und das im 21 Jhr.
Das Leitmotiv der FM, also die durch Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit zum Tempel der Humanität fest verbundene Menschheit ist eine Metapher, die weder geheim ist, noch allzu vieler geschriebener Worte bedarf. Entweder man erkennt die Botschaft intuitiv und kann damit für sich etwas anfangen, dann braucht man auch kein Buch. Und jemand, der mit Metaphern nichts anfangen kann, wird sich auch nach 100 Büchern da nicht annähern können. Und alles andere, worüber man ganze Büchereien vollschreiben kann, ist letztlich nur Beiwerk.
Ich hatte sehr gute Sachen von Eugen Lennhoff gelesen, die mich damals sehr begeistert haben. Im Gegensatz zu den alten Pflichten.:huuuuuhh:
Ich selbst bin auch ausschließlich über persönliche Bekanntschaft vor rund 12 Jahren zur FM gekommen - hätte ich's mir anlesen müssen, wäre es wahrscheinlich nichts geworden.
Hmm klar ist es besser wenn das schon Vertraute sind.
Gut, das ist meine persönliche Sichtweise - andere mögen's anders sehen und das ist auch OK. Die Brüder in den amerikanischen Logen haben übrigens einen Aufkleber: "2 be 1, ask 1"
Leider sind sich die Brüder der verschiedenen Länder, oft gar nicht so ähnlich...wennsch da an die türkische FM denke...
LG. Sche
 

Suum Cuique

Geheimer Meister
31. August 2009
193
AW: Buchempfehlung

Hallo Suum,

Eine wirklich schöne Geschichte....aber in heutiger "romantischer Stimmung," fehlt da doch das happy end. "fg" das Märchen eigentlich immer haben.

:illu:

Ja, es gibt schließlich auch einen kleinen Unterschied zwischen einer Geschichte und einem Märchen! ;)

Meine Geschichte hat aber auch ein positives Ende: Die anderen Tierarten sind endlich vom Diktat der Möwen befreit! :)

Die Möwen hatten eine unglaubliche, einzigartige Fähigkeit, über ihr Handeln nachzudenken und auch mögliche Konsequenzen davon in Betracht zu ziehen. Solche Fähigkeiten sind nicht zuletzt dazu da, um sie auch zu benutzen. Da dies größtenteils nicht getan wurde, haben die Möwen letztlich nur das bekommen, was sie verdient haben. Jedem das Seine! :derweise:

Beste Grüße
Suum Cuique
 
Zuletzt bearbeitet:

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: Buchempfehlung

Jedem das Seine! :derweise:
Unabhängig von der Geschichte und dem Kontext fällt mir dazu nur das hier ein:

naz2b8.jpg



solche Äußerungen sollten mit Vorsicht zu genießen sein, denn sie wurden schon zu oft mißbraucht.



@ Lupo

Erstmal Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast auf meine Fragen einzugehen.
Mir ist schon klar, dass ich durch stumpfes lesen keine wirklich neuen Erkenntnisse mehr gewinnen kann. Es sind viel mehr die Diskussionen und der Austausch mit anderen Menschen die einen da weiter bringen, also werde ich den Kontakt früher oder später zu einer mir naheliegenden Loge aufsuchen.

Vielleicht sehe ich die FM auch zu sehr aus einem romantisch idealistischem Blickwinkel, auch wenn sich über ihre wahren Ursprünge Mythen ranken, so hat gerade die Aufklärung und die Geister die sie hervorgebracht hat mich schon immer inspiriert und fasziniert.

Leider stelle ich mit Schrecken fest, dass wir heutzutage einen akuten Mangel an aufklärerischen, im weitesten Sinne philosophischen Geist und der für mich damit verbundenen philanthropischen Einstellung in der Gesellschaft haben. Und wenn ich mir die Leitsätze der Maurerei anschaue, hoffe ich natürlich in solchen Kreisen eher Menschen zu treffen, die ähnliche Perspektiven haben und in der Lage sind mit ihren Geistern meinen Horizont zu erweitern.
Selbst wenn mir am Ende eine Mitgliedschaft doch nicht zusagen sollte, so denke ich erstmal nicht, dass es dann primär an den Brüdern und deren Wesen liegen wird.

Naja, ich werde sicherlich nichts überstürzen und erstmal selber noch ein bisschen als Person reifen, bevor ich um eine Einladung zu einem Gästeabend bitten werde.
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.821
AW: Buchempfehlung

Hallo Schechi,

Irgendwie muß ein "Suchender" ja aufmerksam werden "fg".
Wie wäre es mit dem Focaultschen Pendel als Buchtip?

Stimmt. Aber schafft es ein Suchender hier im Forum irgendwie, nicht auf die FM aufmerksam zu werden?

Aber in der Praxis dürftest du viel mehr wissen.

Och öhm ... auch nicht mehr als andere Brüder, die hier schreiben ... aber in der Praxis ist's bei der FM wie anderswo auch: Schlaue Bücher helfen auch nicht weiter.

Man kann ja ruhig längere Zeit zu den Gästeabenden gehen, bevor man so eine "ernste Entscheidung" trifft.

Das wird sogar unumgänglich sein, da ja auch die Logen einen Interessenten vor einer Aufnahme kennenlernen wollen. Im Prinzip überlegen sich's also beide Seiten vorher reiflich und das dauert eine ganze Weile.

Manche Leute haben ja schon Angst ein Logenhaus zu betreten. Allein als Symphatisant kann man sich schon Feinde machen, ja und das im 21 Jhr.

Na ja - die meisten Veranstaltungen beginnen bei uns gegen 20.00 Uhr. Da isses wenigstens im Winter schon dunkel :lol: . Nö, aber im Ernst: In dieser Hinsicht ist mir hier noch nix aufgefallen - meinst Du wirklich, dass das noch ein größeres Problem ist?

Ich hatte sehr gute Sachen von Eugen Lennhoff gelesen, die mich damals sehr begeistert haben. Im Gegensatz zu den alten Pflichten.:huuuuuhh:

Na siehste - ich sach doch: Du kennst bestimmt mehr und Besseres als ich! Die alten Pflichten habe ich nach meiner Aufnahme auch gelesen. Stimme Deinem Smiley voll zu! Aber sagen wir's mal so: Ich kenne keinen Bruder (Mich inclusive), der aus dem Stegreif auswendig daraus zitieren kann und war bisher in keiner Situation, wo ich diesen Mangel als solchen erlebt hätte.

Ne - persönliche Meinung dazu: Die alten Pflichten sind heute eher eine Art Nachweis für einen Bruder, dass die Kernelemente der FM wirklich sehr alte Wurzeln haben und recht authentisch fortgeführt wurden. Als "Einsteigerliteratur" würde ich die niemandem zumuten wollen.

Leider sind sich die Brüder der verschiedenen Länder, oft gar nicht so ähnlich...wennsch da an die türkische FM denke...

Könnte sein. Ob wirklich "Leider", weiß ich nicht. Wie fremdartig müssten wir einem türkischen FM vorkommen. Aber meist ist da doch mehr Verbindendes als Trennendes, so dass man sich da nie so ganz fremd vorkommt. Zumindest nach meiner eigenen (relativ bescheidenen) Auslandserfahrung - ich habe auch noch von keinem Bruder etwas anderes gehört. Das Land selbst ist wohl meist fremdartiger als die Loge.

LG,
Wolfgang
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.821
AW: Buchempfehlung

Hallo, lieber Becks-Trinker,

jetzt habe ich so viel & lange an Schechina geantwortet, dass ich Deine Antwort gar nicht gesehen habe .... ich rupfe zur Antwort mal Deinen Text ein bisschen auseinander und stell ihn um:

@ Lupo

Erstmal Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast auf meine Fragen einzugehen.
Mir ist schon klar, dass ich durch stumpfes lesen keine wirklich neuen Erkenntnisse mehr gewinnen kann. Es sind viel mehr die Diskussionen und der Austausch mit anderen Menschen die einen da weiter bringen, also werde ich den Kontakt früher oder später zu einer mir naheliegenden Loge aufsuchen.

...

Naja, ich werde sicherlich nichts überstürzen und erstmal selber noch ein bisschen als Person reifen, bevor ich um eine Einladung zu einem Gästeabend bitten werde.

Bitte nicht falsch verstehen - ich will hier auf gar keinen Fall "Stress machen" und auch keine aktive Mitgliederwerbung treiben. Nix überstürzen ist außerdem immer gut - aber ich glaube nicht, dass Du noch viel "reifen" musst um mit Freimaurern in Kontakt zu treten. Womöglich bist Du dann irgendwann enttäuscht, wenn Du es mit ganz normalen Menschen zu tun bekommst, die die Weisheit auch nicht immer mit dem Löffel gefressen haben ...

Falls Du aber z. B. noch in der Ausbildung bist, hat das natürlich absoluten Vorrang!

LG,
Lupo
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: Buchempfehlung

Also ich kann dich beruhigen, mir kams ganz und gar nicht so vor als würdest du Stress provozieren wollen oder dergleichen - wie kommst du nur darauf ?

Naja ok, du kennst mich nicht und kannst daher wohl schlecht einschätzen wie ich über gewisse Aspekte denke, aber kein Grund zur Defensive. Hat euer Orden es wirklich so schwer damit zu kämpfen, dass etwaige Theorien hinter der Freimaurerei das Übel der Welt sehen ?

Und ich beginne jetzt mit meinem Studium am Montag, und denke daher wirklich das mir noch einiges an, "Reife" vielleicht nicht unbedingt, aber Lebenserfahrung allemal fehlt.
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.821
AW: Buchempfehlung

Moin,

...Hat euer Orden es wirklich so schwer damit zu kämpfen, dass etwaige Theorien hinter der Freimaurerei das Übel der Welt sehen ? ...

Da könnte man wieder endlos lange Texte zu schreiben. Aber alles in allem kann man's, glaub' ich, verneinen. Es hat m. E. keinen allzu großen Stellenwert. Diese Theorien sind ohnehin unausrottbar - wie Gerüchte nun mal sind - aber gleichzeitig auch so abstrus, dass sie kaum auf fruchtbaren Boden fallen.

Das Thema ist also nicht sooo beherrschend, wie es hier im Forum erscheinen mag.
 

Suum Cuique

Geheimer Meister
31. August 2009
193
AW: Buchempfehlung

Unabhängig von der Geschichte und dem Kontext fällt mir dazu nur das hier ein:

naz2b8.jpg



solche Äußerungen sollten mit Vorsicht zu genießen sein, denn sie wurden schon zu oft mißbraucht.

:k_schuettel:

Google mal nach dem lateinischen Original des Spruchs "Jedem das Seine", um das ganze Ausmaß dieses "Skandals" festzustellen.

"Jedem das Seine" ist ein klassischer Rechtsgrundsatz von immenser Bedeutung und historischer Tragweite, die weit über 12 Jahre deutscher Geschichte hinausgeht. Die Tatsache, dass du diese Worte, völlig aus dem Zusammenhang meiner Geschichte reißt, ausschließlich mit dem historischen Nationalsozialismus in Verbindung bringst und nur Probleme mit der deutschen Übersetzung, aber nicht dem lateinischen Original, zu haben scheinst, lässt dein Anliegen in einem hinterfragenswerten Kontext erscheinen.

Beste Grüße
Suum Cuique
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: Buchempfehlung

Ich hatte kein Anliegen, noch wollte ich irgendwas bezwecken, ist leider nunmal die erste Verknüpfung die ich mit diesem "Rechtsgrundsatz" in Verbindung bringe...

Mir ist die historische Tragweite auch ziemlich egal - ich halte diese Aussage nach wie vor für sehr ungelungen...
Im Absolutismus, im Nationalsozialismus wie auch im Kommunismus und im Kapitalismus , kann man damit Problemlos alles rechtfertigen, ist halt eine sehr schwammige Aussage, die gefährlichen Interpretationsspielraum lässt...

Es ist nunmal ein GRAVIERENDER unterschied, ob das ein philanthrop oder misanthrop interpretiert...
 

Suum Cuique

Geheimer Meister
31. August 2009
193
AW: Buchempfehlung

Ich hatte kein Anliegen, noch wollte ich irgendwas bezwecken, ist leider nunmal die erste Verknüpfung die ich mit diesem "Rechtsgrundsatz" in Verbindung bringe...

Mir ist die historische Tragweite auch ziemlich egal - ich halte diese Aussage nach wie vor für sehr ungelungen...
Im Absolutismus, im Nationalsozialismus wie auch im Kommunismus und im Kapitalismus , kann man damit Problemlos alles rechtfertigen, ist halt eine sehr schwammige Aussage, die gefährlichen Interpretationsspielraum lässt...

Es ist nunmal ein GRAVIERENDER unterschied, ob das ein philanthrop oder misanthrop interpretiert...

Na Ja. Dein Kommentar bezüglich dieser Worte hatte mit Sicherheit einen Grund, sowie auch einen Zweck. Ich sehe den Zweck darin, mir zu sagen, dass ich aus moralischen Gründen von dieser Formulierung Abstand nehmen sollte, was ich aber nicht bereit bin zu tun.

Wenn ich generell Worte aus meinem Wortschatz streichen würde, die in der Vergangenheit mal von irgendjemanden missbraucht wurden, dann dürfte ich wohl nicht mehr reden. Des weiteren wäre selbiges auch faktisch eine Selbstzensur, was der Freiheit, welche ich in Gedanken, Worten und Taten anstrebe (unter Berücksichtigung der "Goldenen Regel"), diametral entgegen stünde.

Ich bin mir sehr wohl auch bewusst, dass mit diesem Spruch Schindluder getrieben werden kann, meine aber, dass er immer im Gesamtzusammenhang der Aussage interpretiert werden sollte und da hatte er bei mir offenkundig nichts mit dem historischen Nationalsozialismus zu tun.

Richtig. Problematisch wird dieser Unterschied aber erst dann, wenn eine Person in einer großen Machtposition, falsche Interpretationen davon anstellt. Da spielt es auch nicht mehr groß eine Rolle, ob es sich dabei um einen Philanthropen oder Misanthropen handelt, da zu große Macht selbst die integersten Personen korrumpieren kann.

Beste Grüße
Suum Cuique
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: Buchempfehlung

Hallo Suum Cuique;
Na Ja. Dein Kommentar bezüglich dieser Worte hatte mit Sicherheit einen Grund, sowie auch einen Zweck. Ich sehe den Zweck darin, mir zu sagen, dass ich aus moralischen Gründen von dieser Formulierung Abstand nehmen sollte, was ich aber nicht bereit bin zu tun.

Wenn ich generell Worte aus meinem Wortschatz streichen würde, die in der Vergangenheit mal von irgendjemanden missbraucht wurden, dann dürfte ich wohl nicht mehr reden. Des weiteren wäre selbiges auch faktisch eine Selbstzensur, was der Freiheit, welche ich in Gedanken, Worten und Taten anstrebe (unter Berücksichtigung der "Goldenen Regel"), diametral entgegen stünde.
Ja Suum, es gibt wohl kaum etwas, das nicht schon "missbraucht" wurde, ich hatte keinerlei negative Assoziation zu dem Spruch.
Ich bin mir sehr wohl auch bewusst, dass mit diesem Spruch Schindluder getrieben werden kann, meine aber, dass er immer im Gesamtzusammenhang der Aussage interpretiert werden sollte und da hatte er bei mir offenkundig nichts mit dem historischen Nationalsozialismus zu tun.
Ich denke der Spruch ist viel älter, Hitler war ein berüchtigter Plagiat.
Richtig. Problematisch wird dieser Unterschied aber erst dann, wenn eine Person in einer großen Machtposition, falsche Interpretationen davon anstellt. Da spielt es auch nicht mehr groß eine Rolle, ob es sich dabei um einen Philanthropen oder Misanthropen handelt, da zu große Macht selbst die integersten Personen korrumpieren kann.
Auch das ist leider nicht zu leugnen.
Beste Grüße Sche
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: Buchempfehlung

Nun ich verlange von dir weder Selbstzensur, noch schieße ich mich hier auf die in der NS-Zeit ein... oder will dir da unterschwellig was unterjubeln - es war wie gesagt, nur meine erste Assoziation mit dieser Aussage

Ansonsten kann ich dir nur zustimmen mit dem was du sagst.
Ich finde allerdings, dass es die unterschiedliche Interpretation schon im Kleinen, viel Schaden anrichten kann...

Ich seh das übrigens ähnlich mit dem kategorischen Imperativ - der ja auch von sehr vielen so hochgejubelt wird...

Allerdings stellt sich dort niemand die Frage - so scheint es mir - was gesetzt dem Fall ist, wenn der Sadist sich dieser "Tugend" verpflichtet fühlt...
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.885
AW: Buchempfehlung

Suum Cuique war der Wahlspruch Friedrichs I. von Preußen, und des von ihm anläßlich der Königskrönung gestifteten Ordens vom Schwarzen Adler. Es handelt sich um eine Anspielung auf die Macht des Königs, zu strafen und zu belohnen, deshalb trägt der Adler auf dem Ordensstern auch Blitz und Lorbeer in den Fängen. Dieser Ordensstern wurde später Helmabzeichen der Gardetruppen (während die Linie den Wappenadler trug) und schließlich Barettabzeichen der Feldjäger der Bundeswehr.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: Buchempfehlung

Suum Cuique war der Wahlspruch Friedrichs I. von Preußen, und des von ihm anläßlich der Königskrönung gestifteten Ordens vom Schwarzen Adler. Es handelt sich um eine Anspielung auf die Macht des Königs, zu strafen und zu belohnen, deshalb trägt der Adler auf dem Ordensstern auch Blitz und Lorbeer in den Fängen. Dieser Ordensstern wurde später Helmabzeichen der Gardetruppen (während die Linie den Wappenadler trug) und schließlich Barettabzeichen der Feldjäger der Bundeswehr.

Wow, das ist ja mal eine sehr gute Definition zur Symbolik.

@ Becks,
Die Toleranz kann immer nur so weit reichen, daß durch "sie" oder diesen Spruch "Jedem das seine" niemand in seinen Rechten verletzt wird, "soziale Kompetenz".
Ähnlich dem Crowley Spruch: "Tu was du willst, ist das ganze Gesetz". Es fehlt das Wichtigste, nämlich, nicht seine Rechte über die der Anderen zu stellen.

Wenn Meinungsfreiheit dazu führt, daß ungehindert Rufmord ohne Beweise betrieben werden kann, ist das ein Missbrauch, der Toleranz.
 

Suum Cuique

Geheimer Meister
31. August 2009
193
AW: Buchempfehlung

Ich seh das übrigens ähnlich mit dem kategorischen Imperativ - der ja auch von sehr vielen so hochgejubelt wird...

Allerdings stellt sich dort niemand die Frage - so scheint es mir - was gesetzt dem Fall ist, wenn der Sadist sich dieser "Tugend" verpflichtet fühlt...

Vorsicht! Die Goldene Regel ist für mich nicht deckungsgleich mit dem kategorischen Imperativ. Letzterer lautet ja vereinfacht gesagt:

"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."

Das Problem hierbei liegt auf den zwei Worten "allgemeines Gesetz". Hierdurch wird nämlich meines Erachtens, Rationalität und Objektivität im Handeln unterstellt, was aber in der Praxis so wohl nie ganz zutreffend sein kann, da Menschen meist subjektiv und emotional agieren oder anders ausgedrückt: Menschen weisen nur eine sehr beschränkte Rationalität und Objektivität auf.

Die Goldene Regel in ihren zwei nachfolgenden Varianten, hat dieses Manko meiner Meinung nach nicht, krankt dafür aber an einem anderen Problem:

-> Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.
-> Was du nicht willst, dass man dir tu, das füge keinem anderen zu.

Sie würde nämlich nur dann optimal funktionieren, wenn alle Menschen gleich wären, also die gleichen Vorlieben und Abneigungen hätten, was aber in der Praxis (glücklicherweiße) nicht der Fall ist.

Was ich mit meiner Aussage im Bezug auf die Goldene Regel zum Ausdruck bringen wollte, war lediglich, dass die Freiheit auch gewisse Grenzen hat und um diese für sich selbst auszuloten bietet sich die Goldene Regel nunmal hervorragend an.

@ Becks,
Die Toleranz kann immer nur so weit reichen, daß durch "sie" oder diesen Spruch "Jedem das seine" niemand in seinen Rechten verletzt wird, "soziale Kompetenz".
Ähnlich dem Crowley Spruch: "Tu was du willst, ist das ganze Gesetz". Es fehlt das Wichtigste, nämlich, nicht seine Rechte über die der Anderen zu stellen.

Wenn Meinungsfreiheit dazu führt, daß ungehindert Rufmord ohne Beweise betrieben werden kann, ist das ein Missbrauch, der Toleranz.

Genau richtig. "Jedem das Seine" steht letztlich für eine (weltanschauliche) Toleranz oder anders ausgedrückt: Es wird jedem das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, ohne Bevormundungen und (falsche) Zwänge, zugestanden.

Beste Grüße
Suum Cuique
 
Zuletzt bearbeitet:

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: Buchempfehlung

Meinst du das so, dass es dir für die FM an Lebenserfahrung fehlt?

Ja so würde ich es fast ausdrücken wollen, ich glaube zwar, dass ich in den Diskussionsrunden meinen Teil dazu beitragen könnte, allerdings ist dies ja nur ein kleiner Teil der Tempelarbeit.

Ich finde das ich noch viel zu viel Unsinn im Kopf habe und nicht die Disziplin mich lebenslang so einem Orden zu verplichten.

Entweder ganz oder gar nicht, ich mag keine halben Sachen, gerade was so wichtige Einschnitte im Leben angeht. Wenn dann muss ich voller Hingabe und Herzblut bei der Sache sein. Natürlich heisst das nicht, dass ich nicht um die Einladung zu einem Gästeabend bitten werde - aber erstmal muss ich noch so ein paar Kleinigkeiten erledigen.


@ Schechi

Ja ich weiss, darüber haben wir ja schonmal diskutiert, und es wäre wirklich wünschenswert, wenn sich dies mehr Menschen zu Herzen nehmen würden.

@ Suum Cuique

Dann hätten wir das ja soweit geklärt ;) und ich weiss ja jetzt auch wie deine persönliche Vorstellung davon ist.
 

lufton

Geheimer Meister
10. September 2004
142
AW: Buchempfehlung

Hallo Schechina,



Wie kommst du eigentlich darauf, dass ich Interesse an der Freimaurerei haben könnte? Mir ist sie völlig egal! In 50 - 100 Jahren wird es dieses sinkende Schiff eh nicht mehr geben.

Beste Grüße
Suum Cuique

PS: Ich enthalte mich eines genauen Kommentars zu diesem Buch, finde aber den Weg des Autors recht interessant. Vom Dogma des Relativismus zum Dogma des Absolutismus! Welch wunderbare Entwicklung... :lach3:

HoHo !

Darf ich einmal Br. Lessing zitieren:

"Freimaurerei war immer!"

Der Umkehrschluss daraus:

"......und wird es immer sein!"

Gruss

Lufton

(Bin wieder da, musste meine Firma beerdigen. Brauchte etwas Zeit für mich.)
 
Oben Unten