Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

Könnte der Corona Virus eine Zombie Apocalypse verursachen?

Ist ein Zombie Virus denkbar?

  • Ja

    Stimmen: 3 37,5%
  • Nein

    Stimmen: 6 75,0%

  • Umfrageteilnehmer
    8

Giacomo_S

Ritter Rosenkreuzer
13. August 2003
2.622
Auch die Wirkmechanismen der Medikamente sind oft unklar, die Forschung dazu basiert m.W. nicht zuletzt auf Zufallsfunden und einfachem Trial & Error.

Ich bezweifle nicht, dass sich in den Kenntnissen der Wirkmechanismen seit den letzten 20 Jahren und der Molekularbiologie einiges verbessert hat. Aber die allermeisten Psychopharmaka wurden wie o.g. entwickelt und/oder in Veränderung bereits bekannter Substanzen.

Was mich an diesem Thema im Grunde ängstigt, das sind vor allem ethische Fragen, und zwar in dem Fall, wo man es sich eben nicht mehr aussuchen kann, ob man solche Substanzen nimmt oder nicht.
Unter allen psychoaktiven Substanzen gibt es zwei anorganische Elemente die psychoaktiv wirken, Arsenik und Lithium. Arsenik wird niemand mehr empfehlen, Lithium wird aber bis heute zur Behandlung psychischer Krankheiten eingesetzt.
Unlängst wollen britische Forscher herausgefunden haben, dass es in Regionen, in denen Lithium natürlicherweise im Trinkwasser vorkommt, zu weniger Selbstmorden kommt. Das hat dann prompt einige unter ihnen zu der Empfehlung veranlasst, man könne dem Trinkwasser ja auch geringe Mengen Lithium zusetzen, zum Wohle der Volksgesundheit.

Daran missfällt mir zum Einen die Eindimensionalität einer solchen Behauptung, zum Anderen die Tatsache, dass es nicht mehr in meiner freien Entscheidung läge, ob ich nun Lithium nehme, oder eben nicht. Denn am Trinkwasser kommt ja niemand wirklich vorbei. Dann kann man auch sagen, tun wir doch gleich Prozac ins Trinkwasser und dann gibt es überhaupt keine Selbstmorde mehr.
Aber selbst mit der "Freiwilligkeit" einer Medikamenteneinnahme ist das so eine Sache ...

Ein relativ neues Gebiet der Ethik, die sog. Neuroethik befasst sich u.a. auch mit diesem Thema.
Nehmen wir einmal an, es gäbe ein hypothetisches Medikament, eine Art "Super-Prozac": Praktisch nebenwirkungsfrei steigert es die physische und psychische Leistungsfähigkeit. Wer es nimmt, der fühlt sich nicht nur besser, er ist auch ausgeglichener und vor allem belastbarer. Was für Gründe sollte es da also geben, warum nicht auch ein gesunder Mensch es nicht nehmen sollte? Zumal sich dann auf Dauer zeigt: Er ist im Berufsleben auch erfolgreicher, z.B. als Mitarbeiter im Verkauf oder Vertrieb.
Klar wird es heissen: Niemand kann dich zwingen, dass Super-Prozac zu schlucken, aber ist dem wirklich auch so?
Wir alle stehen im Berufsleben auch in irgendeiner Art Konkurrenz miteinander. Und da könnte es die eine Gruppe geben, die das Super-Prozac nimmt und erfolgreicher ist und die andere, die das ablehnt und als weniger erfolgreiche Grantler dasteht. Wer wird sich da am Ende durchsetzen?

Noch ist das alles nur eine düstere Dystopie, Gottseidank. Man muss jemanden als krank diagnostizieren, wenn man ihn medikamentieren will.
Aber man kann ja auch Krankheiten ... erfinden.
Das Medikament Modafinil, ein Wachmacher, wurde ursprünglich zur Behandlung der Narkolepsie entwickelt. Nur gibt es leider nicht so viele Narkoleptiker und damit ist der Markt klein. Man kann aber eine neue Krankheit definieren und genau das hat man z.B. in den USA dann getan. Die Work-Sleep-Disorder betrifft hauptsächlich Schichtarbeiter, und Modafinil soll ihnen dabei helfen, damit besser klar zu kommen.

Ach, Schichtarbeiter haben Leistungsprobleme und schlucken Pillen, um ihre Schichten besser zu schaffen? Ach ehrlich, erzählt uns mal was Neues!
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.748
Ich bezweifle nicht, dass sich in den Kenntnissen der Wirkmechanismen seit den letzten 20 Jahren und der Molekularbiologie einiges verbessert hat. Aber die allermeisten Psychopharmaka wurden wie o.g. entwickelt und/oder in Veränderung bereits bekannter Substanzen.

Was mich an diesem Thema im Grunde ängstigt, das sind vor allem ethische Fragen, und zwar in dem Fall, wo man es sich eben nicht mehr aussuchen kann, ob man solche Substanzen nimmt oder nicht.
Unter allen psychoaktiven Substanzen gibt es zwei anorganische Elemente die psychoaktiv wirken, Arsenik und Lithium. Arsenik wird niemand mehr empfehlen, Lithium wird aber bis heute zur Behandlung psychischer Krankheiten eingesetzt.
Unlängst wollen britische Forscher herausgefunden haben, dass es in Regionen, in denen Lithium natürlicherweise im Trinkwasser vorkommt, zu weniger Selbstmorden kommt. Das hat dann prompt einige unter ihnen zu der Empfehlung veranlasst, man könne dem Trinkwasser ja auch geringe Mengen Lithium zusetzen, zum Wohle der Volksgesundheit.

Daran missfällt mir zum Einen die Eindimensionalität einer solchen Behauptung, zum Anderen die Tatsache, dass es nicht mehr in meiner freien Entscheidung läge, ob ich nun Lithium nehme, oder eben nicht. Denn am Trinkwasser kommt ja niemand wirklich vorbei. Dann kann man auch sagen, tun wir doch gleich Prozac ins Trinkwasser und dann gibt es überhaupt keine Selbstmorde mehr.
Aber selbst mit der "Freiwilligkeit" einer Medikamenteneinnahme ist das so eine Sache ...

Ein relativ neues Gebiet der Ethik, die sog. Neuroethik befasst sich u.a. auch mit diesem Thema.
Nehmen wir einmal an, es gäbe ein hypothetisches Medikament, eine Art "Super-Prozac": Praktisch nebenwirkungsfrei steigert es die physische und psychische Leistungsfähigkeit. Wer es nimmt, der fühlt sich nicht nur besser, er ist auch ausgeglichener und vor allem belastbarer. Was für Gründe sollte es da also geben, warum nicht auch ein gesunder Mensch es nicht nehmen sollte? Zumal sich dann auf Dauer zeigt: Er ist im Berufsleben auch erfolgreicher, z.B. als Mitarbeiter im Verkauf oder Vertrieb.
Klar wird es heissen: Niemand kann dich zwingen, dass Super-Prozac zu schlucken, aber ist dem wirklich auch so?
Wir alle stehen im Berufsleben auch in irgendeiner Art Konkurrenz miteinander. Und da könnte es die eine Gruppe geben, die das Super-Prozac nimmt und erfolgreicher ist und die andere, die das ablehnt und als weniger erfolgreiche Grantler dasteht. Wer wird sich da am Ende durchsetzen?

Noch ist das alles nur eine düstere Dystopie, Gottseidank. Man muss jemanden als krank diagnostizieren, wenn man ihn medikamentieren will.
Aber man kann ja auch Krankheiten ... erfinden.
Das Medikament Modafinil, ein Wachmacher, wurde ursprünglich zur Behandlung der Narkolepsie entwickelt. Nur gibt es leider nicht so viele Narkoleptiker und damit ist der Markt klein. Man kann aber eine neue Krankheit definieren und genau das hat man z.B. in den USA dann getan. Die Work-Sleep-Disorder betrifft hauptsächlich Schichtarbeiter, und Modafinil soll ihnen dabei helfen, damit besser klar zu kommen.

Ach, Schichtarbeiter haben Leistungsprobleme und schlucken Pillen, um ihre Schichten besser zu schaffen? Ach ehrlich, erzählt uns mal was Neues!

Ja, man muss sich nur mal klarmachen, dass Leute offiziell als anhaltend trauergestört gelten, wenn sie länger als 6 Monate, was explizit mit "atypisch lange" bzw. "atypically long period of time" beschrieben wird, um ein verstorbenes Kind trauern. Das halte ich wirklich für absolut und vollständig durchgeknallt eine Idee von Incel-Vetretern psychopathisch sehr problematisch.

"Die anhaltende Trauerstörung ist eine Erkrankung, welche nach dem Tod eines (Ehe-)partners, Elternteils, Kind oder einer anderen nahestehenden Person, zu einer anhaltenden und durchdringenden Trauerreaktion führt, die charakterisiert wird durch
  1. starkes Verlangen nach dem Verstorbenen oder
  2. anhaltende Präokkupation (Beschäftigung) mit dem Verstorbenen begleitet von starkem emotionalen Schmerz
    1. (z. B. Trauer, Schuld, Wut, Verleugnung, Vorwürfe,
    2. Schwierigkeiten den Tod zu akzeptieren
    3. Gefühl, einen Teil seiner selbst verloren zu haben,
    4. Unfähigkeit, positive Stimmung zu erleben,
    5. emotionale Taubheit
    6. Schwierigkeiten mit anderen sozial zu interagieren oder anderen Aktivitäten nachzugehen).
Die Trauerreaktion hält atypisch lange nach dem Verlust an (mehr als 6 Monate) [...]"

Prolonged grief disorder is a disturbance in which, following the death of a partner, parent, child, or other person close to the bereaved, there is persistent and pervasive grief response characterised by longing for the deceased or persistent preoccupation with the deceased accompanied by intense emotional pain (e.g. sadness, guilt, anger, denial, blame, difficulty accepting the death, feeling one has lost a part of one’s self, an inability to experience positive mood, emotional numbness, difficulty in engaging with social or other activities). The grief response has persisted for an atypically long period of time following the loss (more than 6 months at a minimum) and clearly exceeds expected social, cultural or religious norms for the individual’s culture and context. Grief reactions that have persisted for longer periods that are within a normative period of grieving given the person’s cultural and religious context are viewed as normal bereavement responses and are not assigned a diagnosis. The disturbance causes significant impairment in personal, family, social, educational, occupational or other important areas of functioning.
 

Popocatepetl

Ritter der ehernen Schlange
27. August 2013
4.068
Das System Psychiatrie diagnostiziert in dem einen Fall (Mollath) einen Gesunden als krank und wahre Vorkommnisse als Wahnideen, während sie in dem anderen Fall (Postel) einen offenbar Kranken nicht nur nicht erkennt, sondern ihn auch noch als behandelnden Arzt durchgehen lässt, ja fast noch in eine C4-Professur befördert.

der fall mollath ist zwiespältig. sicherlich war an den geschichten seiner frau etwas dran, doch sollen seine reaktionen, als dann nichts passierte, doch schon nimmer "normal" gewesen sein, mit gewaltandrohung und zerstochenen reifen, etc...

doch was ist schon "normal" ? :)


gefühlt hierzuforum bereits 1000x verlinkt, der vollständigkeit halber jedoch:


und ein passendes experiment dazu:
 

Giacomo_S

Ritter Rosenkreuzer
13. August 2003
2.622
der fall mollath ist zwiespältig. sicherlich war an den geschichten seiner frau etwas dran, doch sollen seine reaktionen, als dann nichts passierte, doch schon nimmer "normal" gewesen sein, mit gewaltandrohung und zerstochenen reifen, etc...

Ja sicher, der Fall Mollath ist keine sterotype Geschichte wie aus einem amerikanischen Spielfilm. Dennoch bleibt die Frage, wie es sein kann, dass im Fall Mollath gleich mehrere Gutachten von Ärzten vor Gericht gegen Mollath verwendet werden konnten, die ihrem Patienten persönlich nie begegnet sind. Im Rahmen eines Bereichs der Medizin, deren Diagnosen rein auf Verhaltensanalysen beruhen.
Bei einem mir persönlich Bekannten, schon auch ein schräger Vogel, verfügte ein hier ansässiger Amts-Psychiater eine Zwangseinweisung, die Richterin hob sie aber wieder auf. Da hat mein Bekannter Glück gehabt, denn normalerweise folgt ein Richter dem "Rat" eines Psychiaters (statistisch, in Bayern: 38 : 1). "Legen Sie sich besser nicht mit dem Hr. Dr. XY an!", das gab ihm die Richterin zum Abschluss noch mit auf den Weg. Da fragt man sich schon, warum ein einzelner Arzt soviel Macht haben kann, per Dekret, mit allen sozialen Folgen die das hat: Erst einmal 1-3 Monate unter Verschluss, ohne Möglichkeit der Kommunikation nach außen, ggf. weitere Folgen für Arbeit, Wohnen uvm.

doch was ist schon "normal" ? :)

In einem mir anderen, mir persönlich bekannten Fall arbeitete eine junge Frau in einer Bank, einer reinen Aktienbank und 100%igem Tochterunternehmen einer großen deutschen Bank. Dort wollten Mitarbeiter einen Betriebsrat gründen, und trafen sich zu diesem Zweck in ihrer Privatzeit. Davon bekam die Geschäftsführung Wind und ließ die Mitarbeiter von Privatdetektiven observieren. Mit dem Ziel, Informationen über sie zu gewinnen um sie anschließend in Einzelgesprächen damit unter Druck setzen zu können.
Die Mitarbeiterin, ohnehin anfällig für psychische Erkrankung, geriet dadurch später in ein völlig falsches Licht. Denn ihre Aussagen, sie "würde durch Detektive verfolgt, von ihrem Arbeitgeber" erscheinen natürlich erst einmal wie die Blaupause von klassischem Verfolgungswahn.
Wer kann sich auch schon vorstellen, dass ein Geschäftsführer eines solchen Unternehmens derartig fragwürdige und halbseidene (illegale?) Gangster-Methoden einsetzt?
 

paisley

Erhabener auserwählter Ritter
11. Februar 2014
1.119
Aber selbst mit der "Freiwilligkeit" einer Medikamenteneinnahme ist das so eine Sache ...
Einer der wichtigsten Merksätze die mir ein Psychiater mit auf den Weg gab ist : „Einsamkeit ist Streß“.
Rückhalt aus der eigenen Familie ist musterbehaftet und erfahrungsgemäß nicht neutral genug um wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Es geht nicht um viele Bezugspersonen aber um Halt und Stütze ohne Übergriffigkeit und Besserwisserei.
Medikamente sind Krücken und Pflaster , das habe ich nie anders gesehen. Wer will mir was erzählen wenn ich Jahrzehnte keine Tabletten mehr brauche man lernt ja sich selber auf die Schliche zu kommen mit allen emotionsbehafteten Themen.
Dies ist nur meine Sicht auf die Dinge - mehr nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Giacomo_S

Ritter Rosenkreuzer
13. August 2003
2.622
Rückhalt aus der eigenen Familie ist musterbehaftet und erfahrungsgemäß nicht neutral genug um wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Es geht nicht um viele Bezugspersonen aber um Halt und Stütze ohne Übergriffigkeit und Besserwisserei.

Die guten Verwandten sind oft genug mehr Teil des Problems als einer der Lösung. Manchmal gewinnt man den Eindruck, Verwandte scheinen eine Genesung des Patienten gar nicht anzustreben oder auch nur zu wünschen. Vielmehr profitieren sie in der einen oder anderen Weise von der "Krankheit" und stabilisieren die Zustände mehr, wenn sie sie nicht gar, zumindest teilweise, auslösen.

Einer der wichtigsten Merksätze die mir ein Psychiater mit auf den Weg gab ist : „Einsamkeit ist Streß“.

Ich habe Menschen gekannt, die überhaupt nicht mit sich allein sein konnten, die immer andere Menschen um sich herum gebraucht haben, sonst waren sie totunglücklich. Darunter überdurchschnittlich viele Frauen, noch bevor sie sich von dem einen Lebenspartner getrennt haben, haben sie den Nachfolger schon klar gemacht. Und der hat, wenn man näher hinschaut, dann oft ganz ähnliche Eigenschaften wie sein Vorgänger.
Das halte ich für eine Art der Unreife, therapiebedürftig im Grunde.
Allein zu sein und Einsamkeit sind nicht dasselbe.
Man muss sich letztlich darüber klar werden, dass man - so oder so - immer auf sich allein gestellt ist. Freunde kommen und gehen, Verwandte können eigene Ziele verfolgen, die nicht dem entsprechen, was sie Dir vorgeben, Menschen und Situationen können sich verändern ... und am Ende gibt es nur einen Menschen, dem Du zu 100% vertrauen kannst: Dir selbst.

Jeder hat in seinem Leben Menschen erlebt, die einen in schwierigen Phasen unterstützt haben, aber man muss dennoch kritisch bleiben. Daher muss es das wichtigste Ziel bleiben, mit sich selbst und allein klar zu kommen ... und dann erst kommt alles andere. Sterben wird man am Ende schließlich auch allein.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.320
Also wenn ich es recht überlege bin ich in "meiner Welt" recht allein. Die allermeisten Themen die mich interessieren oder berühren, sind für andere vollständig uninteressant oder unzugänglich. Bei Licht betrachtet unterhalte ich mich höchst selten über Themen die mich wirklich interessieren :roll:
Als Stress habe ich das aber nie empfunden, zumindest nicht das ich wüsste.
 

paisley

Erhabener auserwählter Ritter
11. Februar 2014
1.119
„Sobald ein Mensch bei der Suche nach dem Sinn erfolgreich ist, wird er dadurch nicht nur glücklich, sondern erlangt so auch die Fähigkeit, mit Leiden umzugehen.”
Ein Ziel zu finden und den Sinn des Lebens zu entdecken, ist tatsächlich sehr transformativ, denn es wird sich alles verändern, auch die Fähigkeit, sich den Widrigkeiten des Lebens zu stellen. Wenn ein Mensch die Gründe für das Warum entdeckt, wird er sich allen Fragen des Lebens stellen können. Denn dann wird sein Leiden zu einer Herausforderung.“
Quelle https://gedankenwelt.de/weisheiten-von-viktor-frankl-ueber-liebe-sinn-und-mut/

in kurz : »Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie« Viktor Frankl


ein Warum findet man aber nicht in toten Gegenständen
sondern nur in Zusammenhang mit anderen Lebewesen
ich glaube das es so ist.

also daß die eigenen Gedanken sich nicht in der egoBlase verlieren sondern
auf einen Resonanzkörper treffen
das müsste es in etwa treffen mit Anti-Vereinsamung
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.069
Allein zu sein und Einsamkeit sind nicht dasselbe.
Man muss sich letztlich darüber klar werden, dass man - so oder so - immer auf sich allein gestellt ist. Freunde kommen und gehen, Verwandte können eigene Ziele verfolgen, die nicht dem entsprechen, was sie Dir vorgeben, Menschen und Situationen können sich verändern ... und am Ende gibt es nur einen Menschen, dem Du zu 100% vertrauen kannst: Dir selbst.

D.h. wir alle sind letztlich immer und grundsätzlich einsam, wir haben es nur evtl. nicht bemerkt oder täuschen uns selbst? Paare kommen in Deiner Betrachtung gar nicht vor.
 

Giacomo_S

Ritter Rosenkreuzer
13. August 2003
2.622
D.h. wir alle sind letztlich immer und grundsätzlich einsam, wir haben es nur evtl. nicht bemerkt oder täuschen uns selbst? Paare kommen in Deiner Betrachtung gar nicht vor.

Ich sprach vom allein sein, nicht von Einsamkeit.
Klar gibt's Paare, aber was für einen Bestand haben sie denn noch? Selbst der Begriff "Lebensabschnittspartner" ist doch schon längst zu einem Standard geworden, was auch bedeutet, das man sie nur für einen begrenzten Zeitabschnitt begleitet.
Sicher kann man eine Zeitlang, Jahre, vllt. Jahrzehnte an einem Strang ziehen. Die Illusion besteht darin, zu glauben, dass das bis zum Lebensende so bleiben wird.
 

paisley

Erhabener auserwählter Ritter
11. Februar 2014
1.119
Also wenn ich es recht überlege bin ich in "meiner Welt" recht allein. Die allermeisten Themen die mich interessieren oder berühren, sind für andere vollständig uninteressant oder unzugänglich. Bei Licht betrachtet unterhalte ich mich höchst selten über Themen die mich wirklich interessieren :roll:
Als Stress habe ich das aber nie empfunden, zumindest nicht das ich wüsste.
wenn eine Frau nichts mehr sagt ist es beunruhigender als wenn sie plaudert, wenn ein Mann nichts mehr sagt kann es sein daß er in seiner Welt beschäftigt ist.
Du bist ja Familienvater. Meine stärkste Willenskraft konnte ich mobilisieren mit dem inneren Leitspruch ( ich möchte daß Papa wieder stolz auf sein Töchterchen sein kann)

Es geht mehr um das Wohlwollende ( um die Bindung ) nicht in erster Linie um Inhaltliches. Du kannst auch beim mit-Bauklötzen-spielen diese wohlige Verbundenheit zu Deinen Schutzbefohlenen fühlen.

konnte ich mich einigermaßen verständlich ausdrücken ?
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.748
Ich sprach vom allein sein, nicht von Einsamkeit.
Klar gibt's Paare, aber was für einen Bestand haben sie denn noch? Selbst der Begriff "Lebensabschnittspartner" ist doch schon längst zu einem Standard geworden, was auch bedeutet, das man sie nur für einen begrenzten Zeitabschnitt begleitet.
Sicher kann man eine Zeitlang, Jahre, vllt. Jahrzehnte an einem Strang ziehen. Die Illusion besteht darin, zu glauben, dass das bis zum Lebensende so bleiben wird.
Wenn man wirklich zusammenbleibt, ist es ja keine Illusion ^^ Völlig offtopic, aber eine wichtige Illusion in dem Kontext besteht imho darin, zu glauben, dass man bis an sein Lebensende immer mit genau der gleichen Person zusammen bleiben wird. Wir verändern uns, und wenn Meschen sehr lange Zeit zusammenbleiben, dann müssen sie mit den entsprechenden Veränderungen klarkommen. Ich fand das einmal sehr schön formuliert von Tyler Perry, in seiner höchst anspruchsvollen Rolle als Madea:

"So many people get divorced because they only say "I do" to one person. If you want your marriage to last, when you say "I do" that first time, you have to commit to at least four or five different people. Every 7 to 15 years the person that you are with will become somebody else."

Ich würde jedoch auf einer gewissen Ebene ansatzweise zustimmen. Selbst wenn wir im Kreis unserer Liebsten sterben, gehen wir den letzten Schritt aus dieser Welt immer allein - das ist jedoch nur ein winziger Bruchteil der Zeit, die wir hier verbringen können.
 
Oben Unten