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Kathedrale Notre Dame steht in Flammen

die Kriegerin

Ritter Rosenkreuzer
19. September 2017
2.781
Ja ja, die haben dabei noch lustige Witze über die Kirche erzählt.

Da sind sicher genug Leibeigene dabei gewesen sein.

Architekten, Bauhüttenmänner, Gesellen - doch die Hilfsarbeiter (Leibeigene, Slaven, geistig behinderte Menschen usw.) werden die Mehrheit gewesen sein, sicher nur mit minderwertiger Kost gefüttert und Maschinen gab es noch keine.
Da war noch kein Kran in Einsatz - wer wird dann die Steine hochgebracht haben? Gutbezahlte Bauhüttenmänner sicher nicht.
 

Manesse

Ritter Rosenkreuzer
3. Oktober 2010
2.767
Atheisten sind gegen Notre Dame
Strenge mega-fromme Superchristen sind gegen Notre Dame.
Eine unheilige Allianz
Nix Kultura.
 

Shishachilla

Gesperrter Benutzer
10. April 2002
4.639
Offensichtlich wart ihr da alle dabei
Offensichtlich warst du dabei, denn du stellst erstmals die Aussage auf, dass beim Bau aller Kathrdralen in Europa keine Arbeitssklaven zum Einsatz kamen.

Ist auf jeden Fall mal ne mutige Aussage. Und meiner Meinung nach so pauschal, dass man dabeigewesen sein muss um sie ruhigen Gewissens aufzustellen.

Aber passt definitiv zum Rest deiner Posts. Immerhin bleibst du dir droi. :brownie:
 

William Morris

Ritter vom Osten und Westen
4. Mai 2015
2.423
Atheisten sind gegen Notre Dame
Strenge mega-fromme Superchristen sind gegen Notre Dame.
Eine unheilige Allianz
Nix Kultura.
Ich kann nur für mich selbst sprechen, es gibt keine Allianz zwischen Atheisten und deinen bekloppten Katholibans.

Ich/ wir sind auch nicht gegen Notre Dame, wir wundern uns halt nur, wieso ein paar Schwerreiche sofort und natürlich öffentlichkeitswirksam das Scheckheft zücken für einen durchaus sinnvollen Wiederaufbau eines alten Gebäudes, während die Menschheit durchaus dringendere Probleme hat, die man sicher auch mit viel Geld lösen könnte.

Setzt halt jeder Prioritäten, der eine interessiert sich für Feiertage und Mundstuhl, alle anderen haben keine Kultur. Schon klar.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.630
Die Gotik wird ja bekanntlich völlig zu Unrecht dem finsteren Mittelalter zugerechnet, während sie in Wahrheit eine Periode rapiden wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts war, die unter anderem die ersten Universitäten hervorgebracht hat, eine der großartigsten Errungenschaften der europäischen Zivilisation. Die wissenschaftliche Methodik der damaligen Zeit war die Scholastik, eine spezielle Schule des logischen Folgerns. Die Scholastiker entwickelten einen charakteristischen Debattenstil, zu dem es unter anderem gehörte, daß jeder Diskutant zunächst die Argumente der Ggseite wiederholte und sich versichern ließ, daß er sie richtig verstanden hatte, bevor er sie in Grund und Boden argumentierte. Ich kann insofern einen gewissen Rückschritt konstatieren.

Die Frage war nicht, ob ein einzelner armer Teufel beim Bau des Kölner Domes gelitten hat. Die Frage war, ob gotische Kathedralen im allgemeinen von gut bezahlten Fachleuten oder von Sklaven und Zwangsarbeitern errichtet wurden. Ersteres ist richtig. Unter anderem deshalb, weil die Zeit bereits keine Sklaven mehr kannte. Insbesondere machte Stadtluft persönlich frei, und Kathedralen wurden in Städten errichtet, also nicht einmal von Leibeigenen. Eigentlich sollte jeder Europäer soviel über die eigene Geschichte wissen. Es gab damals übrigens natürlich selbstverständlich Kräne. Der Kran des Kölner Domes stand über Jahrhunderte auf dem unvollendeten Turm und signalisierte, daß der Bau keineswegs aufgegeben war. Natürlich wurden diese Kräne von Menschen in Hamsterrädern betrieben, das bringt die fehlende Dampfkraft so mit sich.

Wenn nun das eigene Argument von "nicht gutbezahlte Fachleute, sondern Sklaven und Zwangsarbeiter haben die Kathedralen errichtet" auf "beim Bau des Kölner Domes hat wahrscheinlich mindestens ein armer Teufel leiden müssen" heruntergebrochen wird, und zwar auch noch mit dem anspruch, das sei irgendwie dasselbe, dann ist das hier eklatante Zeitverschwendung.
 

Manesse

Ritter Rosenkreuzer
3. Oktober 2010
2.767
Irgendwo steht hier die Frage, ob wir denn dabei gewesen seien, als die Kathedralen gebaut wurden.

Die Idee, dass man "dabeigewesen" sein muss, um irgendetwas über die Geschichte zu wissen, ist eine dumme Idee.

Wir alle waren auch beim Dreißigjährigen Krieg nicht mit dabei.
Aber bezweifeln wir deswegen, dass er stattgefunden hat?
 

Shishachilla

Gesperrter Benutzer
10. April 2002
4.639
Die Gotik wird ja
Sorry Jäger.
Aber du beißt hier etwas verbissen in deiner Kultur rum.
Keine Ahnung wo du hier erstmals was von Gotik liest.
Aber die Ursprungsaussage, an der ich mich aufhänge, nennt ganz allgemein "Kathedralen", ohne Verweis auf Baustil oder Epoche.
Den Rest deiner Ausführung brauch ich jetzt nicht zitieren, auch wenn ich mich frage wieso du jetzt gerade gegen mich schießt, denn offensichtlich gehen wir von zwei differenten Grundannahmen aus.
Was jeder Europäer über irgendein Fachgebiet wissen sollte, daran darf man sich nicht festhalten, sonst ist man zu schnell derbe enttäuscht.
Ich wünsche mir täglich mehr technisches und physikalisches Wissen bei Leuten, denen ich begegne. Genauso wie mehr eigenständiges Denken und mehr gesundes Misstrauen. Alles ist zu oft nicht da. Aber da darf man den Kopf nicht in den Sand stecken sondern Aufklärungsarbeit betreiben. :daumen:
 

Popocatepetl

Prinz des Tabernakels
27. August 2013
3.830
denke mal, dem durschnittlichen arbeiter wird es so gegangen sein, wie es durchschnittlichen arbeitern zu der zeit nunmal ging.

auch wüsste ich nicht, warum das bauen von monumentalbauten sonderlich hinderlich in der kulturellen entwicklung sein soll ? da gabs doch schon ganz andere vorher. da waren diverse kirchliche denkverbote imho deutlich hinderlicher...
 

William Morris

Ritter vom Osten und Westen
4. Mai 2015
2.423
Die kirchlichen Monumentalbauten, die ja keinen wirklichen Mehrwert hatten, verschlangen unendlich Ressourcen, die man statt in Religion einfach in wirtschaftliche Entwicklung hätte stecken können. Jede Windmühle hatte mehr Nutzen.
 
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