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Männliche Entschlusskraft

William Morris

Ritter vom Osten und Westen
4. Mai 2015
2.423
OT: GOTT war ja auch männlich

hab noch den weißen Rauschebart vergessen...blöd.

ach nebenbei...bin weder gratis noch umsonst zur Schule gegangen.
Wenn Gott männlich war, was ist er heute?
Gibt es Gott überhaupt?
Wenn es ihn überhaupt gibt, hat er ein Geschlecht?
Wenn er ein männliches Geschlechtsteil hat, was will er damit, es gibt keinen Gott neben ihm oder unter. Vielleicht deswegen die zwanghafte Obsession mit dem Masturbationsverbot und generell allem Sexuellem in der Bibel.

Scheinbar doch umsonst.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.629
In der christlichen Vorstellungswelt Europas war Gott zur diskutierten Zeit männlich. Ich denke, diese Aussage der Kriegerin kann man ausnahmsweise mal ganz gut verstehen.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
Klar ist Gott männlich oder würde ein weiblicher Gott so eine Menschheit zulassen, die dabei ist, ihre eigene Lebensgrundlage zu zerstören? :king:
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.629
Reißen wir jetzt Witze? Okay. Woran erkennen wir, daß Gott ein Mann ist? Er hat das mit der Sintflut nur einmal gemacht und es hat ihm leid getan.
 

Giacomo_S

Ritter vom Schwert
13. August 2003
2.182
:grübel: Hätte eine Schöpferin eine Welt geschaffen, in der man sich überall Fingernägel abbrechen kann und in der das Wetter die Frisur ruiniert?
Nun, in der längsten Zeit der menschlichen Geschichte betrafen diese Probleme nur eine verschwindend kleine Minderheit aller Frauen, denn mit langen Fingernägeln kann man nicht arbeiten (daher kommt's ja letztlich, dieses Schönheitsideal) und den Beruf des Friseurs gibt's selbst für Hochgestellte noch nicht so lang (vorher trug man Perücken).

Nach dem Weltbild der Gnostiker ist Gott eine Manifestation aus 365 Gottheiten, von denen der allerkleinste, der Demiurg (= Werkmeister) die Welt erschuf. Und weil er unfähig war, eine perfekte Welt zu erschaffen, leben wir in einer unvollkommenen Welt. Es ist daher die Aufgabe des Menschen, insbesondere des Alchemisten, die Welt zu verbessern - und in gewisser Weise passiert dies ja auch z.T.
 

Vercingetorix

Vorsteher und Richter
22. Juli 2018
752
Nach dem Weltbild der Gnostiker ist Gott eine Manifestation aus 365 Gottheiten, von denen der allerkleinste, der Demiurg (= Werkmeister) die Welt erschuf. Und weil er unfähig war, eine perfekte Welt zu erschaffen, leben wir in einer unvollkommenen Welt. Es ist daher die Aufgabe des Menschen, insbesondere des Alchemisten, die Welt zu verbessern - und in gewisser Weise passiert dies ja auch z.T.
Nun man kann es zumindest versuchen
 

die Kriegerin

Ritter Rosenkreuzer
19. September 2017
2.781
Gehen wir zurück zur Willenskraft wie männliche ENTSCHLUSSFFÄHIGKEIT:

Ein jedes Team braucht Teamplayer und Teamleader...denke da an eine Schulklasse, es wird immer eine Hierarchiespitze und die weitere Hierarchie geben.

Wieviel Arbeiter und wieviel Chefs habe ich in einer Klasse...
Diese Person muss führen, leiten und gestalten können, (muss nicht der Beste Schüler sein).
Denn die eigentliche Leistung, die dauerhaft unter Beweis gestellt wird, muss jedoch für alle anderen Teammitglieder beispielhaft gut sein.

Jedes Teammitglied hat seine persönliche und leistungsmäßige Fähigkeiten
allerdings auch Schwachpunkte ...(wie hier),
doch andere niedermachen oder hinstellen, er wäre ungeeignet, ist nicht zielführend oder meist ein Zeichen...hier bin ich angreifbar.

Ob das nur die männliche Entschlusskraft bewältigen kann, stelle ich in Frage.
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.851
doch andere niedermachen oder hinstellen, er wäre ungeeignet, ist nicht zielführend oder meist ein Zeichen...hier bin ich angreifbar.

Ob das nur die männliche Entschlusskraft bewältigen kann, stelle ich in Frage.
Ich verstehe nicht was das miteinander zu hat? Niemand hat behauptet Teamleitung liese sich nur mit Entschlusskraft umsetzen. Offensichtlich ist das nur eine Charaktereigenschaft von vielen und es ist die Gesamtheit aller Charaktereigenschaften und deren Ausprägung, die eine Person zu einer Führungskraft machen.
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
324
Okay. Woran erkennen wir, daß Gott ein Mann ist?
Das 1. Gebot: "Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde."

JHWH (das ewige Wesen) hat kein Geschlecht. Die männliche Attribute kommen durch die griechischen und römischen Einflüsse in unserer Kultur.
Das Vaterunser hat Jesus in aramäisch gesprochen. Es wurde über Generationen zunächst mündlich weitergeben, bevor es ins Griechische übersetzt wurde. Es ist also fraglich, ob Jesus überhaupt den Begriff Vater (männliche Person) gebrauchte, oder dafür der spätere Übersetzer verantwortlich war?

Die selben kulturellen Einflüsse wirkten auf Michelangelo – in seiner Darstellung von Adam und Gott.

Würde man das 1. Gebot beherzigen, dann hätte die Gender-Debatte um das Gottesgeschlecht ein jähes Ende.

Ob das nur die männliche Entschlusskraft bewältigen kann, stelle ich in Frage.
Historischen trafen Männer lange die gewichtigen Entscheidungen. Hier mussten sich die Frauen zunächst behaupten - sich als ebenbürtig erweisen. Deswegen der Vergleich der Autorin: männliche Entschlusskraft. Feminismus im Groschenroman. Der Roman wurde vor vierundvierzig Jahren geschrieben. Zur der Zeit war eine BUNDESKANZLERIN - vermutlich - unvorstellbar gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.629
Ja, wenn man eine ganz bestimmte Auslegungspraxis betreiben will, ist das so. Man geht dann in seinem Fundamentalismus weiter als die großen Kirchen, die sich an den vorliegenden Text in ganz bestimmten Fassungen und Übersetzungen halten, bleibt aber zurück hinter dem Religionswissenschaftler, der die Frage stellt, wie sich die jüdische Religion entwickelt hat und warum welche Gebote wann formuliert wurden und was sie eigtl. aussagen sollten.
 

die Kriegerin

Ritter Rosenkreuzer
19. September 2017
2.781
Ich verstehe nicht was das miteinander zu hat? Niemand hat behauptet Teamleitung liese sich nur mit Entschlusskraft umsetzen. Offensichtlich ist das nur eine Charaktereigenschaft von vielen und es ist die Gesamtheit aller Charaktereigenschaften und deren Ausprägung, die eine Person zu einer Führungskraft machen.

Ja, dann schaffst du alles ohne Entschlusskraft...auch eine Möglichkeit
doch eine Führungskraft braucht
den WILLEN zur Entschlusskraft (Sankalp).

Das 1. Gebot: "Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde."

Zur der Zeit war eine BUNDESKANZLERIN - vermutlich - unvorstellbar gewesen.
Kann beides nur bestätigen.:D
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
324
bleibt aber zurück hinter dem Religionswissenschaftler
Was ich damit sagen will, es gibt in den heiligen Schriften keinen Hinweis auf das Geschlecht von Gott. Eine Textpassage wie, Gott ist ein Mann, wird man vergeblich suchen. Der monotheistische Gott hat männliche Attribute, hier projekziert der Mensch (historisch waren es Männer) das eigene Verhalten und die eigenen Bedürfnisse in Gott - deswegen bestraft und vergibt Gott. Die "Projektionstheorie" nach Ludwig Feuerbach.

Die Bedeutung von Vater zum Beispiel ist Beschützer. Das männliche Familienoberhaupt wird Vater genannt. Deswegen wird der Gottvater von Kindheit an als männlich assoziiert.

Per Definition hat Gott kein Geschlecht, zugleich werden für ihn aber die gleichen Begriffe verwendet wie für die männliche Bezugsperson.

Damals standen die Menschen vor dem Henne-Ei-Problem. Wer war zuerst da, die Frau oder der Mann? Im Mythos erschuf Gott Adam nach seinem Ebenbild. Adam sollte eine Gefährtin haben. Vor der ersten ekelte sich Adam, dass Gott sie zurück in den Schlamm warf, die zweite war Lilith, der dritte Versuch schließlich Eva.

Die Macht des Mythos wirkt bis heute nach. Ein arabisches Sprichwort besagt: "Alle Frauen sind Schlangen. Es gibt giftige und ungiftige. Aber alle sind Schlangen." Das weckt die Assoziation mit der Schlange aus der Genesis und bleibt im kollektiven Gedächtnis erhalten.

Heute sorgen diese Klischees in der Trivialiteratur und Filmindustrie für Spannungselemente. Sharon Stone als die todbringende Verführerin (die Schlange) in Basic Instinct. Eine Welt ausschließlich mit Mauerblümchen wäre eventuell auch langweilig. Klischees sind Fluch und Segen zugleich.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
Das mit Lilith kannte ich schon, Markus von Stoiker, aber das mit der ersten Frau nicht! Woher hast du das?
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
324
Woher hast du das?
Aus einem Buch von einem evangelischen Thelogen. Buchtitel und Autor weiß ich nicht mehr, beinhaltete aber Christentum und Mythologie. Jedenfalls hat er sich mit den Originaltexten der Tora (und Mythologie) beschäftigt. Demnach formte Gott - aus dem was er vorfand - Adams erste Gefährtin. Er schreibt, Adam hat sich vor dem Resultat geekelt, deswegen warf Gott »sie« in den Schlamm. Der Autor schreibt allerdings auch, dass dies, wenn allzu populär, ein noch schlechteres Bild auf die monotheistischen Religionen werfen könnte.
Schadensbegrenzung durch Kürzung des Mythos.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.629
Das ist außerbiblisch. In der Genesis werden zwo verschiedene Schöpfungsberichte zusammengewürfelt. Wahrscheinlich handelt es sich um die grundsätzlich ähnlichen, aber im Detail doch unterschiedlichen Schöpfungsberichte der jeweiligen Tradition von Israel und Juda, die miteinander verwoben wurden, als das Südreich größere Flüchtlingsgruppen (insbesondere Oberschicht und Priester) aus dem untergegangenen Nordreich integrieren mußte. In einem der Schöpfungsberichte erschafft Gott "den Menschen, sich zum Bilde, und er erschuf ihn ein Mann und ein Weib." Nur die beiden zusammen sind hier der ganze Mensch, sehr schöne Stelle. Der andere Bericht ist der mit der Rippe. Da die Erschaffung des Weibes doppelt erzählt wird, reimten sich jüdische Thologen zusammen, es müsse halt zwomal passiert sein und kamen durch schlüssiges Folgern auf die Geschichte mit Lilith. Daß auch die Erschaffung der Tiere zwomal erzählt wird, einmal vor, einmal nach dem Menschen, ignorierten sie gekonnt.
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
324
Das ist außerbiblisch.
Interessant dazu ist »Arbeit am Mythos« von dem Philosophen Hans Blumenberg. Blumenberg verdeutlich wie die archaische Zeus-Verehrung innerhalb des Christentums fortbesteht. Das beste Beispiel: die USA.

Christologie und die »Frohe Botschaft« haben die Denkweise des Abendlandes nie willwirklich durchdrungen.

Man kann also behaupten, das christliche Abendland ist eine oberflächliche, pseudochristliche Gesellschaft, die nur nach außen hin besteht – bzw. von wenigen wirklich praktiziert wird. Die Verwurzelung im Archaischen oder Heidentum (Zustand des Nicht-zum-Christentum-bekehrt-Seins) ist zu tief.

Deswegen wird auch hierzulande das Christentum von vielen als Heuchlertum empfunden, im Gegensatz zu anderen Kulturen, wo das tägliche Leben religiös praktiziert wird.
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.851
Es gibt keinen Gott im Sinne der Religionen, mir ist also unklar weshalb es von Interesse ist welches Geschlecht diese Fantasiegestalt haben soll. Die einzige Frage die diesbezüglich von Bedeutung ist: Wann endlich glaubt niemand mehr an den Nonsens?
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
324
mir ist also unklar weshalb es von Interesse ist welches Geschlecht diese Fantasiegestalt haben soll
Weil es ein Bedürfnis der Menschen ist, sich mit ihrem Gott identifizieren zu können. Der »Krieger« huldigt Mars und der Transgender huldigt ... ???
Und schwupps entsteht das psychologische Dilemma.
Was denk wohl eine christliche Afroamerikanerin, bei der Betrachtung des weißen alten Mannes auf dem Bild von Michelangelo?

Fazit: Wahrscheinlich reicht eine Gottheit nicht für alle Menschen.

Der andere Aspekt. Der Streit über das Geschlecht von Gott reflektiert die Auseinandersetzung zwischen den Geschlechtern - um Gleichberechtigung.
Die Feministin sagt: Gott könnte auch eine Frau sein. Und irgendwo bekommt deswegen ein Mann plötzlich Schnappatmung. Manchmal einfach nur eine Provokation, um auf Missstände und Reaktionen aufmerksam zu machen.
 
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