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Trump als Präsident

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Die Verzerrung durch Senat und Wahlmännerversammlung ist klar, deswegen hebe ich ja auf die Stimmungslage im gesamten Volk ab, die sich noch am ehesten in den abgegebenen Stimmen abbildet.

Wahrscheinlich genau das, wozu sich die Republikaner zu fein sind bzw. was ihrem Weltbild vom eigenverantwortlichen Macher nicht entspricht.
Naja, ich denke der Unterschied ist eher, dass das Potential da eben deultich geringer ist, s.o., die Sympathisanten sind durchschnittlich älter, bereits registriert und mobilisiert. Wenn die Republikaner bei den Gruppen auftauchen würden, die extrem niedrige Wahlbeteiligung aufweisen, um sie zum Wählen zu mobilisieren, könnte das auch gut nach hinten losgehen...

Was die Aktivität der Republikaner angeht, ist die Thematik in der Wissenschaft häufig eher genau das Gegenteil, also "Voter suppression", da die Republikaner im Gegensatz dazu offenbar eher versuchen, den armen Bevölkerungsschichten und Minderheiten die Partizipation an den Wahlen zu erschweren:
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.292
Ja eben, da müssen sie nicht Klinken putzen. Das klassische amerikanische Mindset vorausgesetzt, ist doch nicht einzusehen, daß man nicht mehr marginalisierten Gruppen ein wirtschaftsliberales, patriotisches Programm verkaufen können soll. Präsident Trump hat in seiner Amtszeit doch genau bei diesen demographischen Gruppen zugelegt.
 

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Das klassische amerikanische Mindset vorausgesetzt, ist doch nicht einzusehen, daß man nicht mehr marginalisierten Gruppen ein wirtschaftsliberales, patriotisches Programm verkaufen können soll.
Sicher, versucht wird das ja auch durchaus, man denke nur an Candace Owens und die "Blexit"-Anstrengungen. Der Abstand ist teils um bis zu 10 Prozentpunkte gefallen, aber weiterhin massiv, 80 Prozentpunkte bspw. bei schwarzen Frauen... Da gibt es sicher Potential, vor allem bei den Besserverdienern, aber man muss sehr spezielle PR-Arbeit leisten und kann nicht einfach versuchen Wähler in bestimmten ärmeren Nachbarschaften oder so zu registrieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Aus aktuellem Anlass (siehe Artikel) noch eine Ergänzung:
Hm ein Beispiel wäre besser als der schwache Eindruck.
Ich bin ja alles andere als Biden-Fan, aber wie wär's denn direkt mit der ersten außenpolitischen Entscheidung? Das kann man ja kaum schlecht finden, höchstens anmerken dass es nicht weit genug geht, wenn man nicht gerade Fan von Saudi-Arabien ist, oder?

"As his first foreign policy announcement, President Joe Biden declared an end to U.S. support for the war, but specified it would cease support for Saudi-led “offensive operations.”"

Im Gegensatz dazu hat Trump keinen krummen Finger gegen die Saudis oder die UAE gerührt und hat alles von der Zerstückelung eines Journalisten einer der größten US-Zeitungen in einer Botschaft bis hin zu Kriegen ignoriert oder gefördert, während er ab und zu mit den netten Scheichs von nebenan zusammen an ihrem Wunderorb rumfummelte, als wären sie alle einer schlechten Verfilmung von Deus Ex entsprungen...


Und dann kommen die vermeintlichen Internetkreuzritter des Westens, die ansonsten angelich so richtig ganz doll Angst vor der Islamisierung haben, und reden sich irgendwie zurecht, dass es ja ganz ok ist, dass Trump mit den Saudis gemeinsame Sache macht, während diese uns aufkaufen, andere Länder mit Krieg überziehen und IS und Co. unterstützen. Großes Kino.

Dementsprechend von Trump gepampert verhalten sie sich jetzt offenbar auch, hier bspw. ein UAE-Botschafter:
“I’ve never had an ambassador of another country come to my office and literally yell at me, but that’s what I had with the ambassador to UAE,” Khanna said.

“I was just taken away,” Khanna said. “It led me to think that there’s a real arrogance, a real sense of entitlement, a sense that he thought himself so powerful that he could act that way. And I’ve never really seen that before.”
 

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Das kann gut sein, aber ich kann das noch nicht wirklich beurteilen, da bisher irgendwie vor allem unklare Aussagen und "mixed messages" kommen...
 

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Der Streit zwischen Trump und McConnell ist irgendwie bemerkenswert:


Auf der einen Seite Trump, ich sag mal eher ein politisches Trampeltier, weniger Ahnung von leiseren Einflussmöglichkeiten, aber sehr propagandastark mit massiv mobilisierten Fans, auf der anderen der "Grim Reaper", der großen Einfluss auf Entscheidungen ausgeübt und den Einfluss der Republikaner durch geschicktes und sehr zielgerichtetes Vorgehen gesichert und teils ausgebaut hat - aber wohl ohne mobilisierte Fans. Die Wähler wissen, dass er effektiv gegen die Demokraten ist, aber das war's wohl.

Trump scheint hoch zu pokern, wenn er sich mit diesem politischen Schwergewicht anlegt, aber was große Teile der republikanischen Basis angeht, könnte er deutlich im Vorteil sein. Das könnte echt noch interessant werden.
 

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Ja, sobald man auf der falschen politischen Seite ist, ist man Freiwild. Schöne neue Welt.
Naja, Trump hat seit 2015 so gut wie jeden mit beleidigenden Spitznamen u.ä. versehen - mich wundert dass die Demokraten dass nicht noch viel stärker übernommen haben, Trumps infantile Angriffe haben ja bereits in den Vorwahlen immer sehr gut in den US-Medien gewirkt.
 

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