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Trump als Präsident

Giacomo_S

Prinz von Libanon
13. August 2003
3.418
Wobei das Wort "böse" natürlich kindisch ist und ich auch nicht jede Ansicht eines Demokraten "voll toll" finde, denn auf den Bundestag übertragen vereint diese Partei ja alle Fraktionen von den Linken bis zur CDU.

Ein Problem der USA ist, dass ihr Wahlsystem veraltet ist. Das System der Wahlmänner stammt aus Zeiten, in denen aufgrund großer Entfernungen und mangelnden Kommunikationsmöglichkeiten kein anderes Wahlsystem praktikabel war. Dies ist heutzutage bekanntlich anders, und eigentlich müssten die USA ihr Wahlsystem ändern. Dazu wird es in absehbarer Zeit jedoch nicht kommen, es ist außerdem leicht daher gesagt; gerade Deutschland mit seinem überbordenden und zweitgrößtem Parlament der Welt, dessen Überhang- und Ausgleichsmandaten ist da nicht gerade ein Vorbild.

Das Wahlsystem in den USA führt dazu, dass es nur zwei Parteien geben kann. Es mag andere Parteien geben, sie sind aber per se chancenlos, da es für sie unmöglich ist, in auch nur einem Staat die stärkste Partei zu werden. Das führt sicherlich auch dazu, dass die zwei Parteien Republikaner und Demokraten zu jeweiligen Sammelbecken unterschiedlichster Strömungen und Positionen werden; denn nur innerhalb dieser Parteien haben politische Ziele, welcher Natur auch immer, die Chance auf eine Umsetzung.
In Europa (und allen anderen Demokratien?) sieht das anders aus. Kleine Parteien haben zwar auch hier Hürden zu nehmen, sind im Rahmen notwendiger Koalitionen vielleicht aber auch mal das Zünglein an der Waage.

Das Problem der Republikaner ist, sich festgefahren zu haben. Ein Autokrat wie Trump duldet keine Nr. 2 neben sich, und deshalb haben er und seine Partei auch keinen potentiellen Nachfolger aufgebaut. Trump hat während seiner Zeit das Personalkarussell mit Höchstgeschwindigkeit am Drehen gehalten, vertraut hat er nur seinem familären Clan um sich, den er geradezu feudal eingesetzt hat.
Solange er am Drücker blieb und jeden noch so unbedeutenden Kritiker in den eigenen Reihen abservieren und mundtot machen konnte, kann so etwas sogar funktionieren. Für schwache Menschen, die unbedingt den starken Mann brauchen, sei es innerparteilich, sei es unter den Wählern, sogar ganz unbedingt.

Beisst man dem Schokoladen-Weihnachtsmann aber den Kopf ab, dann zerbröckelt auch der Rest: Sollten sich die Verdachtsmomente erhärten - und danach sieht es wohl aus - dann kann Trump nicht mehr antreten. Nicht nur aufgrund von Ehrverlust nicht (denn das würde weder Trump noch seine Wähler großartig stören), sondern wegen Verstössen gegen das Gesetz - und Sicherheitsverstöße, möglw. sogar dem amerikanischen Atomwaffenprogramm sind schließlich keine Kavaliersdelikte.
Der Trump-Clan ist damit sowieso vom Tisch, zumal sie sich ohnehin nicht gerade durch sonderliche Kompentenz und Stärke, sondern bestenfalls durch Linientreue ausgezeichnet haben. Durch die Fokussierung auf Trump haben die Republikaner aber auch keinen anderen, herzeigbaren Kandidaten.

Die Republikaner werden schließlich keine andere Chance haben, als Trump fallen zu lassen wie eine heisse Kartoffel. Um die Zeit zu gewinnen, einen neuen Kandidaten aufzubauen, denn jetzt rennt ihnen die Zeit davon. Oder das amerikansiche Wahlvolk weiter zu spalten und zu radikalisieren ... um schließlich was zu tun? Einen Umsturz anzuzetteln?
 

Nachbar

Ritter Kadosch
20. Februar 2011
5.039
Die Republikaner werden schließlich keine andere Chance haben, als Trump fallen zu lassen wie eine heisse Kartoffel. Um die Zeit zu gewinnen, einen neuen Kandidaten aufzubauen, denn jetzt rennt ihnen die Zeit davon. Oder das amerikansiche Wahlvolk weiter zu spalten und zu radikalisieren ... um schließlich was zu tun? Einen Umsturz anzuzetteln?
Es ist ja simple Realität, dass Trump vor nichts zurück schreckte, um trotz Wahlniederlage an der Macht zu bleiben. Nicht vor Betrug, nicht vor Einschüchterung, und letztlich auch nicht vor Gewalt. Hätte er gekonnt wie er wollte, wäre er noch Präsident – und die amerikanische Demokratie bereits gescheitert.

Nun ist dieser Mann allerdings krank. Hinter seinem extremen Narzissmus tritt alles andere in den Hintergrund, natürlich auch die Zukunft des Landes. Wer ihn für einen Patrioten hält oder meint, er würde sich zumindest für das Wohl seiner Fans interessieren, hat leider nichts kapiert.
Ich bin geneigt, ihn aus Gründen seiner psychischen Krankheit für schuldunfähig zu erklären.

Das sind die Republikaner aber größtenteils sicher nicht. Und das ist alarmierend.
Wer die Niederlage bei einer demokratischen Wahl bestreitet, obwohl sie nach allen Regeln bestätigt wurde, zerstört das Fundament einer Demokratie. Er erklärt den legitimen Amtsinhaber für illegitim und die Wahl für nicht länger ein geeignetes Mittel, die Führung des Landes zu erlangen.
Das ist staatszersetzender als jeder Geheimnisverrat, als jede andere Handlung die man gegen einen demokratischen Staat anbringen könnte. Es legitimiert den Kampf um die Macht mit allen Mitteln. Es macht aus Gegnern endgültig Feinde, es ist die ultimative Katastrophe für eine auf demokratischen Prinzipien fussende Gemeinschaft.
UND EXAKT DAS TRAGEN DIE REPUBLIKANER MIT. Viele vertreten die Lüge vom Wahlbetrug (die ihnen natürlich bewusst ist!) offensiv, viele schweigen, und nur sehr sehr wenige stellen sich auf die Seite der Demokratie. Liz Cheney zählt dazu. Sie wird in der Geschichtsschreibung ihren Platz unter den Aufrechten finden.


Ja, tatsächlich, ich blicke mit Sorge auf die USA. An einen Bürgerkrieg kann ich nicht glauben, an einen Zerfall schon eher. Letztlich kann niemand prognostizieren was da kommt. Aber so viel ist für mich klar: wer sich Trump auch heute noch unterwirft, und das ist im Prinzip die gesamte Partei, der wird es weiterhin tun. Wer nicht spätestens nach dem 6. Januar 2021 gesagt hat DAS WAR'S!, hat weder Rückgrat noch moralisches Fundament. Deshalb sehe ich keinen Grund anzunehmen, sie würden sich nicht an einem Umsturz beteiligen. Einen entsprechenden Versuch verteidigen sie doch bereits. Wo ist da noch eine rote Linie? Ich sehe sie nicht.

Und klar, ich kann mir das Abdriften der USA in eine Autokratie nicht vorstellen. Einen Angriff auf die Ukraine konnte ich mir aber auch nicht vorstellen.
 

Nachbar

Ritter Kadosch
20. Februar 2011
5.039
Nachtrag, anderes Thema:

Die hier vorgetragenen Kommentare zur Entscheidung des SC bzgl. Abtreibung sind leider weitestgehend irrelevant, da die Verfasser keine Frauen sind.
Männer dürfen der Schwangeren gern ihre Ansichten, Wünsche, Bedenken oder heiligen Schwüre vortragen, so sie denn noch in einer sozialen Beziehung zu ihr stehen, aber die Entscheidungshoheit obliegt der Frau. Liegt doch eigentlich auf der Hand, oder?
 

Giacomo_S

Prinz von Libanon
13. August 2003
3.418
Wer die Niederlage bei einer demokratischen Wahl bestreitet, obwohl sie nach allen Regeln bestätigt wurde, zerstört das Fundament einer Demokratie. Er erklärt den legitimen Amtsinhaber für illegitim und die Wahl für nicht länger ein geeignetes Mittel, die Führung des Landes zu erlangen.
Das ist staatszersetzender als jeder Geheimnisverrat, als jede andere Handlung die man gegen einen demokratischen Staat anbringen könnte. Es legitimiert den Kampf um die Macht mit allen Mitteln. Es macht aus Gegnern endgültig Feinde, es ist die ultimative Katastrophe für eine auf demokratischen Prinzipien fussende Gemeinschaft.

Es ist ein Teil dieser eigenwilligen Melange aus grundsätzlichem Misstrauen gegenüber der Regierung und diesem starken Streben danach, sich selbst zu bewaffnen, damit der "staatstragene" amerikanische Bürger eine "unrechtmäßige" Regierung auch stürzen kann. Viele Amerikaner wollen so etwas glauben, es ist eine mächtige Vorstellung ihres kollektiven Gedankenguts.
Sie übertragen solche Vorstellungen sogar auf andere Länder und im historischen Rückblick.
 

Giacomo_S

Prinz von Libanon
13. August 2003
3.418
Die hier vorgetragenen Kommentare zur Entscheidung des SC bzgl. Abtreibung sind leider weitestgehend irrelevant, da die Verfasser keine Frauen sind.
Männer dürfen der Schwangeren gern ihre Ansichten, Wünsche, Bedenken oder heiligen Schwüre vortragen, so sie denn noch in einer sozialen Beziehung zu ihr stehen, aber die Entscheidungshoheit obliegt der Frau. Liegt doch eigentlich auf der Hand, oder?

Irgendwie am Thema der Entscheidung des SC vorbei ... über die ethisch-moralische Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit hat sich hier doch keiner wirklich geäußert. Der SC im Grunde ja auch nicht, er hat lediglich festgestellt, dass die Abtreibung nicht durch die Verfassung geregelt wird.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.734
Irgendwie am Thema der Entscheidung des SC vorbei ... über die ethisch-moralische Rechtmäßigkeit oder Unrechtmäßigkeit hat sich hier doch keiner wirklich geäußert. Der SC im Grunde ja auch nicht, er hat lediglich festgestellt, dass die Abtreibung nicht durch die Verfassung geregelt wird.

Doch ich.
Ich halte es nach wie vor für kriminell ein Kind kurz vor der Geburt zu töten. Das ist egal ob die Frau das will oder nicht, ein Mord bleibt ein Mord.

Wie man sowas auch nur denken kann erschließt sich mir nicht und das können wohl nur ideologisch verbohrte Menschen ohne Kinder.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.239
Nachtrag, anderes Thema:

Die hier vorgetragenen Kommentare zur Entscheidung des SC bzgl. Abtreibung sind leider weitestgehend irrelevant, da die Verfasser keine Frauen sind.
Männer dürfen der Schwangeren gern ihre Ansichten, Wünsche, Bedenken oder heiligen Schwüre vortragen, so sie denn noch in einer sozialen Beziehung zu ihr stehen, aber die Entscheidungshoheit obliegt der Frau. Liegt doch eigentlich auf der Hand, oder?

Klar, das war das identitätspolitische Einmaleins und aus Deiner Ecke nicht anders zu erwarten.

„Der“ Frau. Welcher? Der einzelnen Schwangeren? Aller Frauen? Warum sollte z.B. der Kommentar einer anderen Frau, die gerade nicht schwanger ist, und die Begleitumstände des einzelenen Falles nicht kennt, relevanter sein als die eines Mannes oder gar des Vaters?
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.734
Zensur um Fakenews zu unterbinden.

Naja das ist wie leider totalitär regieren müssen weil die Menschen sonst nicht spuren.
 

GreatWeSet

Geselle
20. August 2022
41
Die Wahlmanipulation pro Biden ist nun offiziell. Trump fordert Neuwahlen!
Hunter Biden begeht sämtliche Straftaten vor laufender Kamera, da könnte man ansetzen. Mal sehe was jetzt passiert.

Mir kommt das ein wenig komisch vor. Vor allem das Zuckerberg das nun öffentlich zugeben darf. Im Prinzip kann alles ein abgekartetes Spiel sein, auch der Ukraine Krieg. Das macht Sinn wenn alle beim Great Reset in einem Boot sitzen. Vergessen wir auch nicht das Trump zum Impfen aufgerufen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

die Kriegerin

Prinz der Gnade
19. September 2017
4.243
vor 2 Tagen — Fast zwei Jahre nach seiner Abwahl als US-Präsident hat Donald Trump sein Amt zurückgefordert. Alternativ dazu gäbe es auch noch eine .

Donald Trump fordert sofortige Wiedereinsetzung als Präsident

1662017344529.png
https://www.fr.de › Politik

Vor 22 Stunden — Ex-Präsident Donald Trump will wieder in sein ehemaliges Amt zurück. Und das sofort. Die Wahl sei manipuliert.


Trump fordert „sofortige Neuwahlen“ in einem bizarren „Truth ...​

1662017436194.png
https://www.theaktuellenews.com › nachrichten › trump...

vor 3 Tagen — Der frühere Präsident Donald Trump hat am Montag eine bizarre Forderung gestellt, fast zwei Jahre nachdem er sein Wiederwahlangebot an Joe .
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.734
Das glaube ich gerne. Trump kommt damit ja immer wieder an.
Lesen möchte ich, seriös, das eine Wahlmanipulation offiziell ist!
 

William Morris

Groß-Pontifex
4. Mai 2015
2.845
Wenn du als Präsident zu dumm bist, die eigene Wiederwahl so zu fälschen, dass du gewinnst, dann hast du den Posten auch nicht länger verdient. Trump hatte einen mächtigen Apparat hinter sich, den Biden nicht hatte und hat trotzdem verloren. Wer hatte denn mehr Möglichkeiten die Wahlen zu frisieren, der Präsident oder sein Herausforderer?
Trump ist nur ein narzisstischer alter Sack, der es nicht verknusen kann, gegen Sleepy Joe verloren zu haben.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.734
Wenn du als Präsident zu dumm bist, die eigene Wiederwahl so zu fälschen, dass du gewinnst, dann hast du den Posten auch nicht länger verdient. Trump hatte einen mächtigen Apparat hinter sich, den Biden nicht hatte und hat trotzdem verloren. Wer hatte denn mehr Möglichkeiten die Wahlen zu frisieren, der Präsident oder sein Herausforderer?
Trump ist nur ein narzisstischer alter Sack, der es nicht verknusen kann, gegen Sleepy Joe verloren zu haben.

... Biden hatte keinen Apparat hinter sich? Wieso das?

Ferner geht man bei einer westlichen Vorzeigedemokratie eigentlich davon aus das niemand die Wahl manipuliert und das jeglicher Verdacht einer solchen Manipulation vollständig aufgeklärt wird.

Also anders als bei unserer letzten Wahl wo die ein oder andere "Panne" einfach stehen gelassen wurde.
 

William Morris

Groß-Pontifex
4. Mai 2015
2.845
... Biden hatte keinen Apparat hinter sich? Wieso das?

Ferner geht man bei einer westlichen Vorzeigedemokratie eigentlich davon aus das niemand die Wahl manipuliert und das jeglicher Verdacht einer solchen Manipulation vollständig aufgeklärt wird.

Also anders als bei unserer letzten Wahl wo die ein oder andere "Panne" einfach stehen gelassen wurde.
Trump hatte ganz sicher mehr Möglichkeiten die Wahl zu manipulieren als Biden und wohl auch die nötige Skrupellosigkeit.

Abgesehen davon wurden die Wahlen mehrfach kontrolliert und es wurden keine gravierenden Fehler gefunden. Trump ist einfach nur ein schlechter Verlierer.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.734
Trump hatte ganz sicher mehr Möglichkeiten die Wahl zu manipulieren als Biden und wohl auch die nötige Skrupellosigkeit.

Woraus genau schließt Du das?
Wenn die Dienste doch ganz offensichtlich zugunsten Bidens eingegriffen haben?

Abgesehen davon wurden die Wahlen mehrfach kontrolliert und es wurden keine gravierenden Fehler gefunden. Trump ist einfach nur ein schlechter Verlierer.

Tja, die krux ist wenn die gleichen Leute Kontrollieren die eingreifen wann wird es doof. Das ist es was die Trumpies unterstellen und das auch nicht ohne Anhaltspunkte möchte ich sagen.
 

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