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Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

MatScientist

Prinz von Libanon
21. März 2014
3.502
Die Sau wird immer noch professionell durchs Dorf getrieben. Diesmal mit Substanz.

"Eine mögliche Variante für das realistische Grundeinkommen sieht nach den Angaben des Vereins so aus: Jeder Erwachsene erhält 1.200 Euro im Monat, für jedes Kind gibt es 600 Euro. Zugleich wird die Einkommensteuer deutlich erhöht, der Steuersatz beträgt für Einkommen jeder Höhe einheitlich ("Flat Tax") 50 Prozent. Außerdem werden entlastende Regelungen wie etwa der Grundfreibetrag, die Kinderfreibeträge oder die Anrechnung von Werbungskosten abgeschafft. Zusätzlich werden eine Vermögenssteuer und eine hohe CO₂-Steuer (200 Euro pro Tonne) erhoben. Zudem müssten etliche Sozialleistungen wie Elterngeld, Kindergeld, Bafög oder der Unterhaltsvorschuss gestrichen werden. Obwohl das alles nach einer Belastungsorgie klingt, hätten nach der DIW-Modellrechnung im Ergebnis 83 Prozent der Bevölkerung mehr Geld als heute zur Verfügung, nur 10 Prozent wären finanziell schlechter gestellt."

Für einen Haufen Leute ändert sich - nichts. Aber der obere Mittelstand wird weiter geschröpft, damit sich ein paar Gammler einen faulen Lenz machen können. Kann man natürlich machen.

die idiotischen Anhänger vom BGE haben leider nicht mitbedacht, was das mit der Inflationsrate macht, wenn man gegenleistungslos 1 Bio Euro vergibt.

Im Grunde haben sie das Geldsystem nicht im Ansatz verstanden, aber genau in diesem Segment sehen sie ihr Hobby.

Es ist genau wie Sie sagen, es geht um Rumfaulenz-Utopien die irgend ein anderer Arsch bezahlen soll.

Addendum: Und die reinlatschende Schmarotzer-Orgie müsste man dann erleben, weil es würde in deren Denke ja sicherlich auch an Asylis ausgezahlt werden.
 

Giacomo_S

Prinz des Tabernakels
13. August 2003
3.918
Für einen Haufen Leute ändert sich - nichts. Aber der obere Mittelstand wird weiter geschröpft, damit sich ein paar Gammler einen faulen Lenz machen können. Kann man natürlich machen.

In meiner Stadt kann ein Single von einem Bürgergeld dieser Höhe ohnehin nicht leben. Das bedeutet, dass ich auch mit diesem Geld noch arbeiten müsste, vllt. aber nicht mehr unbedingt Vollzeit. Das Problem solcher Modellrechnungen ist, dass sie meist nicht die Effekte berücksichtigen (können), die sie u.U. auslösen.

Grundsätzlich finde ich die Idee des Grundeinkommens gar nicht so schlecht, es sollte nur eben nicht gänzlich "bedingungslos" sein. Als ich (durchaus auch eine für mich persönlich schwierige Lebensphase) ehrenamtlich für den Templerorden gearbeitet habe (mehr oder weniger Vollzeit) war ich und alle anderen Ehrenamtler Empfänger von Hartz IV.
Der Orden hätte seine charitative Arbeit auch gar nicht mit sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern durchführen können, als gemeinnützige NGO hatten sie dafür nicht das Geld. Für die Stadt München war dies aber dennoch eine notwenige Arbeit, denn wenn wir die Menschen auf der Straße nicht mit der Bedürftigenspeisung über Wasser gehalten hätten ... ja, dann machen sie eben andere soziale Probleme, Gewalt und Kriminalität.

Zwar hat mich das Sozialamt weitestgehend in Ruhe gelassen, solange ich diese Tätigkeit ausführte, einen Rechtsanspruch hatte ich darauf aber nicht.
Und mit Ehrenamtlern, die ein oder zweimal die Woche ein paar Stunden tätig sind, kann man ein Programm wie eine Bedürftigenspeisung nicht stemmen.
Das Problem mit solchen - sozial notwendigen - Tätigkeiten ist, dass es kein Modell dafür gibt, wie zumindest ein Teil der Arbeit durch Sozialgelder finanziert werden kann. Ein Bürgergeld, verbunden mit der Auflage einer gemeinnützigen Tätigkeit - das wäre unser Wunschmodell gewesen. Menschen führen sozial notwendige Arbeit aus - die deutlich mehr kosten würde, würden die Kommunen sie selbst durchführen - und erhalten dafür auch eine faire Entlohnung.

Im Grunde kann ich es (manchen) Menschen nicht einmal persönlich übel nehmen, wenn sie nicht arbeiten wollen, um stattdessen Sozialgelder zu kassieren. Denn würde ich persönlich und in meiner Situation nur rein ökonomisch denken und handeln, dann würde ich das vllt. auch tun. Das liegt nicht daran, dass ich faul bin oder die Sozialgelder zu hoch wären, sondern vielmehr daran, dass händische Arbeit mittlerweile zu schlecht bezahlt ist, als dass sie sich noch lohnt. Der ökonomische Unterschied zwischen Hartz IV und Arbeit ist in meiner Branche zwar noch vorhanden, sonderlich groß ist er aber nicht.
"Gehe ich auf Hartz IV", dann habe ich zwar zunächst deutlich weniger Geld zur Verfügung, muss aber auch nichts mehr bezahlen. Der Luxus der mir nunmehr zur Verfügung stehenden Zeit erlaubt es mir dann, selbst notwendige Dinge in meinem Leben anders zu organisieren: Und das spart Geld, denn als Berufstätiger hat man dafür nicht die Zeit. Eine Reihe von Ermäßigungen runden das Bild weiter ab.

Die privatökonomischen Probleme unserer Gesellschaft sind anderer Natur. Auch ein Bürgergeld wird das letztlich nicht lösen.
Der händisch arbeitende Mensch wird zu schlecht entlohnt, zu Gunsten eines intellektuell arbeitenden (überbezahlten) Menschen, der im Grunde keine Leistung erbringt, oder jedenfalls nicht in dem Maße, dass solche Vergütungen gerechtfertigt wären. Die Gesellschaft verkopft, und wer die Arbeit letztlich macht, der ist ein Prolo, auf den man herabschaut, ja wenn man ihn nicht demütigt.

Da halten sich Manager für die Überflieger, weil sie mit viel Showbusiness eine Gastro-Veranstaltung "organisieren", aber wer kocht es denn, das Gulasch? Sieben "Experten" schwafeln, und ändern und kippen alles bereits in der Vorplanung hin und her ... aber die, die es am Ende ausführen sollen ... ja meint ihr denn, wir drücken hier nur auf Knöpfchen und Buttons ... und fertig ist das Schnitzel? Und als ob das glänzende Bankett nicht genug wäre ... nein, das Büro soll dann auch noch ein Booklet und eine Rezeptsammlung liefern (die sowieso 95% der Gäste noch im Hotelzimmer in die Tonne kloppen).

Die Gesellschaft als solche muss sich darüber klar werden, dass alles Marketing, Apps, Influencer und andere Wichtigtuer im Grunde nur eine Art Luxusprodukt, ja Spielzeug ist, dass am Ende von einer produktiv tätigen Arbeitnehmerschaft geschultert wird (und zu ihrer Last). Ein Unternehmen mag durch Marketing und Internet aufsteigen und sich dadurch besserstellen als seine Mitbewerber, am Gesamtbedarf aller ändert dies aber nichts. Es handelt sich dann mehr um eine Frage der Verteilung.

Oder simpler: Ein einzelnes Gastronomieunternehmen kann durch Anstrengungen in den digitalen Medien möglw. mehr Aufträge gewinnen, und beauftragt deshalb Firmen und beschäftigt Mitarbeiter, die sich darum kümmern (müssen). Betrachtet man aber die Branche als Ganzes, und sei es nur die einer Großstadt, dann ändert sich dadurch gar nichts. Denn mehr können die Menschen nicht fressen, und sie werden in der Summe nicht mehr essen, nur weil es das Internet und Apps gibt. Irgendwann beschäftigen dann alle Gastronomieunternehmen dann irgendwelche digitalen Experten - die im Grunde nur eine Art Parasit sind, denn sie saugen Leistung ab, der es in der Gänze überhaupt nicht bedarf (und die letztlich nur die Allüren der Kunden bedienen).
Außerdem muss diesen Wasserkopf jemand bezahlen, und das sind dann diejenigen, die an den Kochpötten und in der Spülküche stehen.
 

Giacomo_S

Prinz des Tabernakels
13. August 2003
3.918
NB, mal grundsätzlich zu digitalen Tätigkeiten:

Grundsätzlich bin ich technikaffin, war es schon immer, bin ein Computeriot der 1. Stunde und sehe in digitalen Möglichkeiten ein Potential, um selbst in einer Restaurantküche die Effizienz zu steigern. Nur: Was ich gern hätte, und was die Effizienz und Kostenersparnis verbessern würde, das gibt es dann entweder überhaupt nicht, oder es ist zu teuer (z.B.: Planung, Bestellwesen, Monitoring).
Kürzlich war ich für 2 Wochen der Küchenchef (alle im Urlaub), womit ich auch das Bestellwesen an der Backe hatte. Ich habe es gut hinbekommen, aus Erfahrung (Chefin glücklich), es hat mich aber auch mehr Zeit gekostet, als ich angenommen hatte. Etwas digitale Unterstützung dafür hätte den Zeitaufwand sicher deutlich reduzieren können, man muss es ja dennoch zu keinem in Stein gemeisseltem Programm machen.

Oder auch: Wir haben eine Temperaturdokumentation der Kühlungen durchzuführen, täglich, per Verordnung. Automatische Systeme dafür gibt es aber keine, es muss tatsächlich jemand herumgehen, und handschriftliche Listen führen. Selbst, wenn man ein modernes Kühlsystem neu kauft: Nein, dies ist nicht vorgesehen, nicht einmal als Add-On. Warum eigentlich nicht, und wo ist denn da das versprochene "Internet der Dinge"?
Warum muss da jemand täglich etwa 15 Minuten wegen einer solchen - unnötigen, automatisierbaren - Arbeit spazieren gehen, Zeit, die er viel nötiger braucht, um das zu tun, was er viel lieber tun will, nämlich kochen?

In die Grundidee des digitalen Wirkens fließt merkwürdigerweise in die Arbeitsenergie kaum: Menschen von lästigen und im Grunde unnötigen Aufgaben zu entlasten. Stattdessen fließt sie in ein digitales Showbusiness, der Koch darf nicht nur kochen, sondern hat auch ggf. noch eine Powerpoint-Präsentation zu veranstalten, geht es aber um eine lächerliche, verodnete Temperaturkontrolle, dann rennt er noch mit Zettel & Papier um seine Kühlhäuser, wie eh und je.
 

Popocatepetl

Ritter Kadosch
27. August 2013
5.641
wird wohl nicht so praktikabel sein wie man denkt. am ende geht dann zwar vielleicht keiner mehr 15 min durch das lager und schaut, sondern klebt in der zeit RFID chips auf die ware und pflegt die chipnummern ins system ein...
 

MatScientist

Prinz von Libanon
21. März 2014
3.502
"Der händisch arbeitende Mensch wird zu schlecht entlohnt, zu Gunsten eines intellektuell arbeitenden (überbezahlten) Menschen, der im Grunde keine Leistung erbringt, oder jedenfalls nicht in dem Maße, dass solche Vergütungen gerechtfertigt wären."

Ungefähr alles an dem Satz ist falsch.

Erstmal, im Handwerk verdient man sich zur Zeit eine goldene Nase.

Zweitens, hats seinen Grund wieso intellektuell arbeitende Menschen gut bezahlt werden, der ist ganz einfach: Mit den Händen arbeiten kann jeder Depp, mit dem Kopf nur prozentual wenige.
Außerdem ist Denkarbeit einfach eine andere Form der Anstrengung, man sieht äußerlich nicht dass gearbeitet wird.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
20.652
Grundsätzlich finde ich die Idee des Grundeinkommens gar nicht so schlecht, es sollte nur eben nicht gänzlich "bedingungslos" sein.
Das ist aber der Kern der Forderung.

Übrigens werden, wie auch die Zeit ausnahmsweise einmal richtig anmerkt, wieder einmal keinerlei Anreize zu einer Änderung des wirtschaftlichen Verhaltens, die so ein BGE ausüben könnte, berücksichtigt.

Was Du insgesamt schreibst, ist natürlich vernünftig und diskutabel - aber schreib das doch bitte Deinem Abgeordneten. Ich habe wenig Hoffnung, daß es an den entscheidenden Stzellen jemals diskutiert werden wird.
 

MatScientist

Prinz von Libanon
21. März 2014
3.502
1150

Die Comics die diese BGE Vereine zeichnen zeigen deutlich wie realitätsfremd, und Pippi Langstrumpfig diese Heinis unterwegs sind
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
20.652
Dafür sollen übrigens Rentenansprüche, die kein Almosen sind, sondern erarbeitetes Alterseinkommen, gestrichen werden.
 

Feuerseele

Ritter vom Osten und Westen
31. Oktober 2017
2.594
...schreib das doch bitte Deinem Abgeordneten. Ich habe wenig Hoffnung, daß es an den entscheidenden Stzellen jemals diskutiert werden wird.
Um vorzeigbar schreiben zu können (z.B. Abgeordneten), muss man das notwendige Handwerk des Formulierens beherrschen. Ich beherrsche das nicht.
Würde ich das können, hätten alle Abgeordneten längst Post von mir bekommen. ...auf Wunsch sogar täglich.
Ich habe viel zu denken und zu sagen, darum kann ich keine vorzeigbaren Texte schreiben.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.778
Der händisch arbeitende Mensch wird zu schlecht entlohnt, zu Gunsten eines intellektuell arbeitenden (überbezahlten) Menschen, der im Grunde keine Leistung erbringt, oder jedenfalls nicht in dem Maße, dass solche Vergütungen gerechtfertigt wären. Die Gesellschaft verkopft, und wer die Arbeit letztlich macht, der ist ein Prolo, auf den man herabschaut, ja wenn man ihn nicht demütigt.

Ich glaube, das ist etwas arg plakativ. Der händisch arbeitende Mensch hat bei dieser Betrachtung natürlich einen unbestreitbaren Vorteil: Sein Beitrag ist unübersehrbar und bedarf keiner Rechtfertigung. Wer einen immateriellen Beitrag leistet, kann seine Existenz nicht ganz so einfach rechtfertigen. Aber ich denke, wir machen keinen allzu großen Fehler, wenn wir einfach davon ausgehen, dass in der Regel jeder, der auf der Gehaltsliste steht, auch seinen Beitrag zum Gelingen des Geschäftes leistet. Ungeachtet aller Ausnahmen, die es da gibt …

Bildlich gesprochen ist das Problem in diesem Pferdegespann weniger, dass da vielleicht mal ein Pferd mehr Hafer kriegt als das Andere oder sich nicht so ins Zeug legt, sondern das, was da hinten alles in den Wagen gepackt ist.

Und der dämliche Kutscher, der das Ding nicht nur mit den Worten „Wir schaffen das!“ hoffnungslos überlädt, sondern auch noch den steilsten Weg aussucht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Feuerseele

Ritter vom Osten und Westen
31. Oktober 2017
2.594
Ob das bedingungslose Grundeinkommen - im Großen un dGanzen - gute oder schlechte Auswirkungen haben könnte, ist für mich eine viel zu groß Frage (unergründliche), weil mir dazu das notwendige Fachwissen fehlt.
Ich weiß zu wenig von den Dingen, die man bei diesen Gedanken bedenken muss.
Ich denke aber ein paar Grund-Problem gibt es auf alle Fälle:
Die Existenz von zahlreichen unbelieben Arbeiten im System und jene Arbeiten die nicht jeder lange genug durchhält.
Dann sind da diverse Krankheiten und Behinderungen, die auch von manchen Arbeiten verursacht wurden.
Und: Die Existenz von nur 24 Stunden pro Tag. Es wird ja mehr Arbeitszeit bezahlt als Zeit da ist. ...also an grundliegende Zeit gegeben ist und alle und allem zugrunde liegt.
"Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile."​
Alle Systeme...auch Staatssysteme ZERSTÖREN sich, wenn "die da Oben" Grundlegendes vergessen oder ignorieren.
... wird weiter geschröpft, damit sich ein paar Gammler einen faulen Lenz machen können. ...
Ich finde es ist besser ein paar Gammler einen faulen Lenz machen zu lassen als weiterhin zuzulassen, dass MEHR ALS ein paar
Menschen ihr super Einkommen dadurch erwerben, weil ANDEREN die Hauptarbeit gegen Unterbezahlung erledigen.
-
Weltwirtschaft...deutsche Wirtschaft hat auch nur DIE S E L B E N 24 Stunden, die jeder Mensch zur Verfügung hat.

Im GRUNDE existieren nur 24 Stunden Zeit!
Arbeitzeit ist daher eine ANDERE Zeit...ein göttliches Privateigentum.
-
Gleichbehandlung, gerechte Einkommen, bedingen das Wissen um den Unterschied zwischen
der Zeit, die durch die Erde entsteht und der Zeit die durch den Mensch ensteht.​
-
Solange der Mensch vom Grund auf NICHT richtig denkt, kann er nicht richtig handeln.
Solange der Gesetzgeber vom Grund auf falsch denkt, kann er keine gerechten Gesetze erlassen.
-
Handele so, dass dein Handeln zumindest vom Grund auf ABSOLUT richtig ist. ...allzeit + überall + in jedem Einzelfall zur SELBEN Zeit.
Das Beste kommt, erst dann zustande, wenn das Mindeste per GESETZ feststeht....und auch bei mir angekommen ist, denn: Alles hat seine ZEIT!
-
Übrigens: Diese Menschheit könnte längst mehr wissen als sie weiß.
 

Popocatepetl

Ritter Kadosch
27. August 2013
5.641
wenn ich davon leben würde das mein vermögen für mich arbeitet, wäre ich bei 50% einkommenssteuer auch schwer angepisst :)

btw, hab noch nie nen geldschein mit ner schaufel in der hand gesehen...
 

Giacomo_S

Prinz des Tabernakels
13. August 2003
3.918
Ich glaube, das ist etwas arg plakativ. Der händisch arbeitende Mensch hat bei dieser Betrachtung natürlich einen unbestreitbaren Vorteil: Sein Beitrag ist unübersehrbar und bedarf keiner Rechtfertigung. Wer einen immateriellen Beitrag leistet, kann seine Existenz nicht ganz so einfach rechtfertigen. Aber ich denke, wir machen keinen allzu großen Fehler, wenn wir einfach davon ausgehen, dass in der Regel jeder, der auf der Gehaltsliste steht, auch seinen Beitrag zum Gelingen des Geschäftes leistet. Ungeachtet aller Ausnahmen, die es da gibt …

Bildlich gesprochen ist das Problem in diesem Pferdegespann weniger, dass da vielleicht mal ein Pferd mehr Hafer kriegt als das Andere oder sich nicht so ins Zeug legt, sondern das, was da hinten alles in den Wagen gepackt ist.

Und der dämliche Kutscher, der das Ding nicht nur mit den Worten „Wir schaffen das!“ hoffnungslos überlädt, sondern auch noch den steilsten Weg aussucht.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.778
@Giacomo_S
Moin, moin - Du hast mich zwar zitiert, aber selbst nichts dazu geschrieben. Zumindest kam hier nichts an, ist das was im Rechner stecken geblieben? Dies nur als kleiner Hinweis, nicht, dass Du Dich wunderst, dass von mir kein Lob zum BeBaz (bester Beitrag aller Zeiten) zurück kommt.
 

Feuerseele

Ritter vom Osten und Westen
31. Oktober 2017
2.594
... im Handwerk verdient man sich zur Zeit eine goldene Nase.
Nicht in jedem Handwerk.
Das Handwerk der Florist*innen führt in Armut und Altersarmut.
Floristinnen, die Alleinerziehen waren + eine Schmerzerkrankung bekommen haben, bekommen ja nicht einmal ihre Teilerwerbsminderungsrente.
Floristinnen zählen daher zu den aller ersten die in Armut und Altersarmut geraten.
Ehrliche Leute die mit den Kopf arbeiten, können das mit Sichereheit bestätigen. ...sie machen sich zur Zeit nur keine Gedanken darüber....aber wenn ihnen das einer sagt, dann können und werden Ehrliche das bestimmt ausrechnen und ihre Ergebnis veröffentlichen. Ich halte die Ohren offen, wenn Ehrliche existieren höre ich bestimmt von ihnen was.
Zweitens, hats seinen Grund wieso intellektuell arbeitende Menschen gut bezahlt werden, der ist ganz einfach: Mit den Händen arbeiten kann jeder Depp, mit dem Kopf nur prozentual wenige.
Jenen die mit den Kopf arbeiten, haben aber nicht an alles Notwendige gedacht!
Die müssen sich schleunigst besinnen oder ihre Köpfe werden rollen.
-
Die EXTREM grobe Dummheit ist:
Nicht zu bedenken, dass die Zeit die die Erde uns allen gibt, und die Arbeitszeit unterschiedliche Zeiten sind.

Eine Formel, die die Grundzeit mitberücksichtigt, ist m.E. als Rechen-Grundlage für gerechtes Grundeinkommen unabdingbar.
Die derzeitg angewandte Formel zur Berechnung von Arbeit und Leistung ist m.E. unvollständig und damit verheerend falsch.
Meines Wissens hat bis heute keiner - derer die mit den Kopf arbeiten - daran gedacht, dass menschliche Arbeit mit zweierlei Zeiten zu rechnen ist,
weil Arbeit aus zweierlei Zeiten besteht: Grundzeit + Lebenszeit.​
Habe ich durch mein Denk-Vermögen Geld verdient und bekomme nur nicht das Geld was ich mir ehrlich verdient habe?
 

Giacomo_S

Prinz des Tabernakels
13. August 2003
3.918
@Giacomo_S
Moin, moin - Du hast mich zwar zitiert, aber selbst nichts dazu geschrieben. Zumindest kam hier nichts an, ist das was im Rechner stecken geblieben? Dies nur als kleiner Hinweis, nicht, dass Du Dich wunderst, dass von mir kein Lob zum BeBaz (bester Beitrag aller Zeiten) zurück kommt.

Denk Dir nichts dabei, es handelte sich um einen rein neurologisch verursachten Bedienungsfehler. Man nennt ihm im Amerikanischen "ID-10T - Fehler" (IDIOT), der bei mir schließlich durch eine Ermüdung und eine akute Hopfenvergiftung eintrat.
 

Giacomo_S

Prinz des Tabernakels
13. August 2003
3.918
Leider habe ich auch vergessen, was ich da eigentlich mitteilen wollte; andererseits können es ja auch nicht mehr als wirr-geniale Schnapsideen gewesen sein.
 

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