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~ Crypto Währung Bitcoin ~

Vercingetorix

Großer Auserwählter
22. Juli 2018
1.516
In der Hoffnung, dass die Kryptowährungen schon wieder steigen werden ... aber wer sagt uns, dass das so sein wird?
In meinen Augen sind die Kryptowährungen bestenfalls blankes Gezocke, wie Roulettespiel, schlimmestenfalls Monopolygeld für Kriminelle. Es wird kein echter Mehrwert erzielt, also kann man nur aufgrund von Kursschwankungen Geld verdienen.
Du kannst das sehen wie Du magst, andere sehen es anders. Mit den ganzen Kryptowährungen und der ihnen zu Grunde liegenden Technologie wirst Du Dich früher oder später befassen müssen. Alle Zentralbanken der Welt arbeiten an solchen Konzepten zur Ablösung der heute gebräuchlichen Währungen. Mag sein, dass das noch 10 oder 20 Jahre dauert, aber ich glaube fest, dass so etwas kommt.

Wer sagt Dir das Du morgen noch aufstehen wirst?
Börse ist immer eine gute Portion Spekulation, dass betrifft sämtliche Assetklassen, von Aktien über Anleihen, Rohstoffe, Cash, Fondsanteile, Immobilien, Edelmetalle, Kunst, Oldtimer, Uhren usw. weshalb sollte das bei Kryptocoins anders sein?

Der Bitcoin wurde in den letzten 10 Jahren 3 oder 4 mal für tot erklärt. Jeder kann sich selbst die Charts mit den Kursverläufen ansehen und jeder kann selbst auf technische Indikatoren wie die sogenannte Hash-rate schauen.
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Interessanterweise bleibt die Hastrate konstant. Hätten die grossen Miningpools kein Vertrauen, dass der Kurs wieder steigt und ihr Geschäft somit wieder profitabel wird, würde die Rate doch vermutlich sinken, wenn nicht gar total kollabieren. Nichts davon geschieht, im Gegenteil. Die grossen Wallets, auch Wale genannt, akkumulieren fleissig weiter.

Mir ist eigentlich vollkommen egal, ob BTC von kriminellen genutzt wird, ob es einen inhärenten Wert hat oder nicht, usw. ich versuche diese Welle zu surfen solange ich die Möglichkeit dazu habe. Aktuell bin ich in der glücklichen Lage etwas Liquidität auf der Seite zu haben, welche sonnst wirklich nicht gebraucht wird. Damit kaufe ich in regelmässigen Abständen Aktien, Fonds und Bitcoin. Mein Anlage Horizont ist dabei mindestens 10 Jahre.
Keine Ahnung ob Du weisst was in der Schweiz ein Haus kostet, im Moment irgendwo um 1 - 1.5 Mio. und das ist dann keine Villa. Irgendwoher müssen die 20 - 25 % Eigenkapital für eine Finanzierung kommen, vom Sparbuch kommen sie sicher nicht. Auf den Versuch lasse ich es ankommen und wenn meine Aktien, oder der Bitcoin in 5 Jahren nichts mehr Wert sind, dann ist das eben so.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.560
Mit den ganzen Kryptowährungen und der ihnen zu Grunde liegenden Technologie wirst Du Dich früher oder später befassen müssen. Alle Zentralbanken der Welt arbeiten an solchen Konzepten zur Ablösung der heute gebräuchlichen Währungen.
Was soll denn der Unterschied sein, der diese Konzepte ausmacht? Die letztlich begrenzte Menge kann es ja nicht sein, die Zentralbanken bzw. Staaten werden sich nicht die Möglichkeit nehmen lassen, Geldpolitik zu betreiben. Der Unterschied, den ich sehe, ist daß Bitcoins kein gesetzliches Zahlungsmittel sind. Zentralbankgeld braucht man schon deshalb, und die Nachfrage nach Zentzralbankgeld begründet sich letztlich unter anderem dadurch, daß man damit seine Steuern bezahlen muß.
 

MatScientist

Ritter Rosenkreuzer
21. März 2014
2.798
Was soll denn der Unterschied sein, der diese Konzepte ausmacht? Die letztlich begrenzte Menge kann es ja nicht sein, die Zentralbanken bzw. Staaten werden sich nicht die Möglichkeit nehmen lassen, Geldpolitik zu betreiben. Der Unterschied, den ich sehe, ist daß Bitcoins kein gesetzliches Zahlungsmittel sind. Zentralbankgeld braucht man schon deshalb, und die Nachfrage nach Zentzralbankgeld begründet sich letztlich unter anderem dadurch, daß man damit seine Steuern bezahlen muß.
Also ein Konzept ist sicherlich eine smart contract fähige Zentralbank-Blockchain-Währung auszugeben. Dann liefert zB dein Versicherer einen smarten Vertrag, der auf der Blockchain abgespeichert ist, und zieht automatisch die Coins ab.

Was auf jeden Fall ein Unterschied ist ist die Fälschungssicherheit.

Zur Zeit kann man zB mit Falschgeld auf dem Flohmarkt einkaufen, das Zeug wieder verkaufen und das nun echte Geld bei der Banl einzahlen.

Bei Crypto ist es immer nachvollziehbar.

Was für den Normalbürger abträglich ist weil er zB keine Handwerker mehr schwarz beschäftigen kann. Außer er stellt ihnen Naturalien hin die akzeptiert werden.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.560
Abschaffung des Bargeldes ist doch ein Thema für sich. (Naturaltausch ist ein Ding der Unmöglichkeit, können wir komplett vergessen und aus der Diskussion lassen. Der Umfang, in dem das möglich ist, ist viel zu gering.)
 

Giacomo_S

Noachite
13. August 2003
3.381
Wer sagt Dir das Du morgen noch aufstehen wirst?
Börse ist immer eine gute Portion Spekulation, dass betrifft sämtliche Assetklassen, von Aktien über Anleihen, Rohstoffe, Cash, Fondsanteile, Immobilien, Edelmetalle, Kunst, Oldtimer, Uhren usw. weshalb sollte das bei Kryptocoins anders sein?

Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass der Börsenmarkt reglementiert ist und der Bitcoin nicht ... noch nicht. Die EU hat sich auf ein Regelwerk geeinigt, dass bis Ende 2023 in Kraft treten soll:

Im Wesentlichen:

- Lizenz für Kryptofirmen erforderlich
- Nachverfolgbarkeit für Überweisungen
- Überwachung durch die europäische Bankenbehörde EBA
- Mindestniveau an Liquidität von Emittenden
- Klimaschutzauflagen

Wie die EU den Kryptomarkt reguliert

Am 9.11.2021 lag der Bitcoin noch bei > 67.000 US$, derzeit (13.07.2022) liegt er bei < 20.000 US$. Ankündigungen w.o. dürften den Kurs noch weiter fallen lassen.
 

Giacomo_S

Noachite
13. August 2003
3.381
Du kannst das sehen wie Du magst, andere sehen es anders. Mit den ganzen Kryptowährungen und der ihnen zu Grunde liegenden Technologie wirst Du Dich früher oder später befassen müssen. Alle Zentralbanken der Welt arbeiten an solchen Konzepten zur Ablösung der heute gebräuchlichen Währungen. Mag sein, dass das noch 10 oder 20 Jahre dauert, aber ich glaube fest, dass so etwas kommt.

Zeitweise wird argumentiert, jenseits der Kryptowährungen sei die ihnen zugrundeliegenden Blockchain-Algorithmen eine vielversprechende, zukünftstragende Technologie. Aber stimmt das so auch?
Es gibt Experten, die dies kritisch sehen.

Der Experte für Kryptographie und Computersicherheit Bruce Schneier warnt vor falschem Vertrauen in Blockchain und dem Mangel an Anwendungsfällen. Er sehe bis jetzt keinen Einsatzzweck für die Blockchain.

„Jedes Unternehmen, das heute auf die Blockchain setzt, könnte eigentlich auf sie verzichten. Niemand hatte jemals ein Problem, für das die Blockchain eine Lösung ist. Stattdessen nehmen die Leute die Technologie und machen sich auf die Suche nach Problemen.“

– Bruce Schneier
Quelle: Wikipedia, Blockchain Kritik

Do you need a public blockchain? The answer is almost certainly no. A blockchain probably doesn’t solve the security problems you think it solves. The security problems it solves are probably not the ones you have. (Manipulating audit data is probably not your major security risk.) A false trust in blockchain can itself be a security risk. The inefficiencies, especially in scaling, are probably not worth it. I have looked at many blockchain applications, and all of them could achieve the same security properties without using a blockchain—of course, then they wouldn’t have the cool name.
Quelle: Wired, 02/2019. Bruce Schneier: There's No Good Reason to Trust Blockchain Technology

Ich bin kein Gegner von technologischer Entwicklung. Allerdings sehe ich auch eine Reihe von Technologien, in die Unternehmen, Regierungen, ja ganze Volkswirtschaften ganz erhebliche Gelder gesteckt haben, und an denen z.T. seit Jahrzehnten geforscht (und bezahlt) wird ... man aber den Eindruck haben muss, dass vor allem angesichts der hohen Kosten wenig bis nichts dabei heraus gekommen ist:

Der Large Hadron Collider? Die größte, komplizierteste und teuerste Maschine, die Menschen je gebaut haben. Bewiesen wurde bislang das Higgs-Boson und es gab einen Nobelpreis dafür - viel mehr fand man aber über die Strukturen des Universums aber nicht heraus. Sie rüsten die Maschine weiter auf, für den nächsten Durchlauf, und das wird Jahre dauern, aber es ist erstaunlich still geworden um den LHC.
Die Hochtemperatur-Supraleitung? Was versprach man uns nicht alles Anfang der 80er Jahre, widerstandlose Stromleitungen, stickstoffgekühlte Supercomputer - aber viel mehr als Spielzeug-Magneten für Demonstrationsexperimente von Abiturienten kam nicht dabei heraus. Abgesehen von ein paar Spezialanwendungen für das LHC und Satelliten jedenfalls nicht.
Der Quantencomputer? Seit Jahrzehnten in der Entwicklung, aber von einer realen Umsetzung noch weit entfernt. Und vor allem: Wofür? Bislang gibt es praktisch keine Rechenprobleme, die eine derartige Leistung erforderten, abgesehen von der Kryptographie - und die sieht sich durch den Quantencomputer eher bedroht als unterstützt.
Der Fusionsreaktor? Vllt. wünschenswert für unsere Energieprobleme, aber wenn man es nach mehr als 50 Jahren Forschung & Entwicklung nicht geschafft hat, wann denn dann? Und sollte sie irgendwann einmal da sein, wie will man eine derartig anfällig Technologie betreiben?
Die Nanotechnologie? Versprochen hat man uns Vieles, aber sonderlich viel außer Sonnencremes und Autolacken kam nicht auf den Markt, der Begriff ist nur ein Werbelabel.

Alle diese Technologien haben vor allem Eines gemeinsam: Immer wieder mal im Sommerloch erscheint eine Pressemeldung, die verkündet, "man sei einen wichtigen Schritt weiter gekommen", "erwarte den kommerziellen Durchbruch in 5-10 Jahrfen" oder "sehe viel Potential für die kommende technische Weiterentwicklung".
Nur erzählen sie uns das z.T. seit Jahrzehnten, ohne das irgend etwas Greifbares dabei heraus gekommen wäre.

Vllt. gehört auch die Blockchain-Technologie zu einer dieser Wunsch-Pseudo-Technologien, per denen entweder noch nie ein wirklich funtionsfähiger Prototyp dabei heraus gekommen ist oder lediglich Petitessen. Und das, obwohl viel Geld in deren Entwicklung geflossen ist, und das über lange Zeit.
Dazu im Vergleich ist das von Einigen hier kritisierte Elektroauto - was man auch immer an Gründen für das Für und Wieder einwerfen mag - geradezu ein Erfolgsmodell. Es mag nicht perfekt sein, aber es ist ein funktionsfähiges Produkt, und vor allem: Es fährt.

M.E. wird zu viel Geld in die Entwicklung spektakulärer Technologien gesteckt, während es an anderer Stelle fehlt, wo es noch einiges Potential für die Weiterentwicklung vorhandener Technologien gibt.
 

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