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Engel, Malakim, Daimonoi

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.457
Oh, stimmt ja, das läuft bei uns unter "Heilung des Fallsüchtigen" und es ist eigtl. jedem klar, um welche Krankheit es geht. Ich glaube nicht, daß das Opus Dei hier wirklich rezente Fälle von Epilepsie auf Besessenheit zurückführt. Mit so einem Text, in dem Christus agiert wie ein moderner Wunderheiler, der schon ein Dorf weiter ist, wenn es den Geheilten wieder schlechter geht, ist heute schwer umzugehen. Da wird irgendeine Volte von der körperlichen Krankheit zur seelischen Reinigung geschlagen, für die die damalige Heilung ein symbolisches Vorbild ist. Auch protestantische Theologen kommen ins Schwimmen, wenn Christus hier so ganz und gar als Mensch seiner Zeit geschildert wird und müssen es irgendwie akzeptieren, daß er damals, im Einzelfall, wirklich einen Epileptiker durch Gebet geheilt und, naja, ein Wunder getan hat.
 

William Morris

Ritter Rosenkreuzer
4. Mai 2015
2.758
Wenn er Wasser zu Wein verwandeln konnte, warum soll er nicht auch einen Epileptiker geheilt haben.

Andererseits, für wie echt soll man die ganzen Geschichten nehmen, die in den heiligen Büchern stehen. Reine Legendenbildung, würde ich mal behaupten.
 

Giacomo_S

Groß-Pontifex
13. August 2003
2.877
Oh, stimmt ja, das läuft bei uns unter "Heilung des Fallsüchtigen" und es ist eigtl. jedem klar, um welche Krankheit es geht. Ich glaube nicht, daß das Opus Dei hier wirklich rezente Fälle von Epilepsie auf Besessenheit zurückführt. Mit so einem Text, in dem Christus agiert wie ein moderner Wunderheiler, der schon ein Dorf weiter ist, wenn es den Geheilten wieder schlechter geht, ist heute schwer umzugehen. Da wird irgendeine Volte von der körperlichen Krankheit zur seelischen Reinigung geschlagen, für die die damalige Heilung ein symbolisches Vorbild ist. Auch protestantische Theologen kommen ins Schwimmen, wenn Christus hier so ganz und gar als Mensch seiner Zeit geschildert wird und müssen es irgendwie akzeptieren, daß er damals, im Einzelfall, wirklich einen Epileptiker durch Gebet geheilt und, naja, ein Wunder getan hat.

Bitte sehr, Jesus mag man das nicht vorwerfen und seinen Zeitgenossen auch nicht. Wenngleich auch Julius Cäsar an Epilepsie gelitten haben soll, und man wohl auch in der damaligen römischen Gesellschaft eine weltliche Sicht auf die Epilepsie hatte.
Eine HP wie die des Opus Dei stellt jedoch immer eine Art Auswahl dar; man fragt sich, warum sie ausgerechnet diesen Text ausgewählt haben und ihn auch dementsprechend kommentiert haben. Normalerweise juckt mich das nicht weiter, aber irgendwie hat mir die Sache keine Ruhe gelassen. Ich habe über das Kontaktformular eine (sachliche) Anfrage geschickt, mal sehen, ob und was sie antworten werden.

BTW, und letztlich passt es ja auch zum Thema "Dämonen":
Es kommt leider auch noch im 21. Jh. vor, dass Zeitgenossen die Epilepsie mit Besessenheit gleichsetzen. Es gibt hier und da den einen oder anderen YT-Schnipsel, in dem eine TV-Moderatorin vor laufender Kamera die Augen verdreht und wegsackt. Und irgendein (meist amerikanischer) Trottel postet etwas wie "mögliche Besessenheit?" Das mag diesem ewigen Drang des Internets zum Spektakel geschuldet sein und wird von anderen Teilnehmern auch meist umgehend und wütend richtig gestellt und kritisiert. Unschön bleibt es aber trotzdem.
Ein Freund von mir erlebte es auch mal, dass sich zwei Ordensschwestern in die Ecke gestellt und das Beten angefangen haben, als ein Gast einer Speisung einen Anfall bekam.

Es ist sicher so, dass ich als Betroffener empflindlich auf so etwas reagiere - zumal dann, wenn eine Teilnehmerin wie die Kriegerin in Post #230 einen solchen Zusammenhang, allein durch das Zitat in diesem Thread, ausdrücklich schafft.
Auch wenn ich die Teilnehmerin, aufgrund ihrer bisherigen Beiträge hier und anderswo, nicht besonders ernst zu nehmen gedenke.
 

die Kriegerin

Noachite
19. September 2017
3.290
Es ist sicher so, dass ich als Betroffener empflindlich auf so etwas reagiere - zumal dann, wenn eine Teilnehmerin wie die Kriegerin in Post #230 einen solchen Zusammenhang, allein durch das Zitat in diesem Thread, ausdrücklich schafft.
Auch wenn ich die Teilnehmerin, aufgrund ihrer bisherigen Beiträge hier und anderswo, nicht besonders ernst zu nehmen gedenke.
OT: sind wir uns einig...solche wie dich gibts mehrere....regt mich nicht auf.
Doch bedenke, nur an eine kleine Meldung von der Opus...wenige nehmen auf sowas kritische Kritik, es schauen ja fast nur Gläubige rein...nun auch du.

Jesus wie auch Buddha schrieben nicht nieder...Jesus hat sowieso eine eigene Einstellung zu Gott - außergewöhnlich war er sowieso....sein Auftrag war eh "Ihr sollt größere Dinge tun, als ich je getan habe"...mehr nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Giacomo_S

Groß-Pontifex
13. August 2003
2.877
Doch bedenke, nur an eine kleine Meldung von der Opus...wenige nehmen auf sowas kritische Kritik, es schauen ja fast nur Gläubige rein...nun auch du.

Wenn sie mir einen gutbezahlten Job als Geheimagent und einer Knarre mit Silberkugeln anbieten, dann wäre ich fast geneigt, den anzunehmen. Allerdings dürften sie verlangen, ich müsste vorher zum Katholizismus konvertieren, und dazu bin ich nicht bereit. :finger:
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.457
Eine HP wie die des Opus Dei stellt jedoch immer eine Art Auswahl dar; man fragt sich, warum sie ausgerechnet diesen Text ausgewählt haben und ihn auch dementsprechend kommentiert haben.
Keine Ahnung, aber ich könnte mir vorstellen, daß sie an jedem Tag des Kirchenjahres eine kleine Predigt über den entsprechenden Bibelschnipsel schreiben. Machen wir Protestanten doch genauso. Ohne es jetzt wirklich verstehend gelesen zu haben, würde ich denken, daß sie den Teufel heute eher metaphorisch auffassen. Der Text bleibt ja so im Ungefähren, daß man beim Überfliegen nicht wirklich erkennt, was sie sagen wollen. Unanhängig davon halte ich das Opus Dei für eine gruselige Frömmlerorganisation.
 

Giacomo_S

Groß-Pontifex
13. August 2003
2.877
Keine Ahnung, aber ich könnte mir vorstellen, daß sie an jedem Tag des Kirchenjahres eine kleine Predigt über den entsprechenden Bibelschnipsel schreiben. Machen wir Protestanten doch genauso. Ohne es jetzt wirklich verstehend gelesen zu haben, würde ich denken, daß sie den Teufel heute eher metaphorisch auffassen. Der Text bleibt ja so im Ungefähren, daß man beim Überfliegen nicht wirklich erkennt, was sie sagen wollen. Unanhängig davon halte ich das Opus Dei für eine gruselige Frömmlerorganisation.

Für mich ist die Epilepsie, als Betroffener* einfach ein Reizthema. Gruselige Frömmlerorganisationen gibt es in jeder Konfession, auch bei Protestanten, Hardliner eben. Der Teufel als solcher ist - mehr oder weniger - ohnehin eine mittelalterliche Konstruktion.
In meinen Augen haben die Hardliner das Wesen der Religion ohnehin nicht verstanden, im Christentum zumindest nicht. Denn gerade Jesus Christus selbst hat sich gegen diese ganzen Erbsenzähler immer zur Wehr gesetzt, die "Pharisäer" wie sie in der Bibel genannt werden (auch wenn es den historischen Pharisäern nicht gerecht werden mag): Dogmatiker, die an den Buchstaben kleben, ohne den zugrundeliegenden Sinn erkannt zu haben.

Gerade Jesus ging es um etwas anderes: Sich selbst und auch die Schriften nicht so ernst zu nehmen, sozial tätig zu sein, in Zeiten, in denen es kein Sozialsystem gab. Würde Jesus heute, als Mensch der Antike, neu unter die Menschen kommen, dann würde er eine Reihe von Dingen überhaupt nicht verstehen: Unseren Umgang mit der Sexualität, unsere Toleranz gegenüber anderen Lebensmodellen, unsere Freiheit, unsere Meinung zu sagen.
Andere Dinge wiederum würde er als vorbildlich ansehen, all die sozialen Errungenschaften: Jeder kann in jeder Situation auf einem ordentlichen Mindeststandard leben, niemand muss hungern, jedem steht medizinische Versorgung auf hohem Niveau zur Verfügung, die Gleichheit vor dem Gesetz uvm.
Ich glaube, Jesus wäre stolz auf uns, auch wenn er mit so manchen Zeiterscheinungen nicht so gut klar käme.
Auch wenn diese Entwicklungen, historisch gesehen, nicht auf religiöser Grundlage passierten, sondern auf denen der Aufklärer.


* Es gibt verschiedene Grade der Epilepsie. Die meine betrifft mich nur alle paar Jahre mal, sie ist aber durchaus real und existent. Und sie geht für mich, auch wenn sie vergleichsweise selten passiert, immer mit einem Grand Mal ab.
Interessanterweise ist es mir tatsächlich in diesem Zusammenhang passiert, dass mich auch Neurologen in der Notaufnahme nach meinen Auren und Visionen befragt haben - das scheint die irgendwie zu interessieren, selbst wenn sie im Grunde wissenschaftliche Pragmatiker sind. Offenbar hängt der Epilepsie, allen modernen medizinischen Erkenntinissen zum Trotz, noch etwas Metaphysisches an.
 

die Kriegerin

Noachite
19. September 2017
3.290
Gerade Jesus ging es um etwas anderes: Sich selbst und auch die Schriften nicht so ernst zu nehmen, sozial tätig zu sein, in Zeiten, in denen es kein Sozialsystem gab. Würde Jesus heute, als Mensch der Antike, neu unter die Menschen kommen, dann würde er eine Reihe von Dingen überhaupt nicht verstehen: Unseren Umgang mit der Sexualität, unsere Toleranz gegenüber anderen Lebensmodellen, unsere Freiheit, unsere Meinung zu sagen.
OT:
zu JESUS
Jesus ist selten in den Kirchen zu finden - dort wird er ohnedies verehrt - sucht ihn bei den Kindern, Gefangenen, Verurteilten. Immer bei den ARMEN, nie bei den Reichen. Stets bei den Unzufrieden, die Satten meidet er. Nicht bei den ERHALTERN des Bestehenden, denn die kommen OHNE IHN zurecht. Jesus nimmt Partei für die Ohnmächtigen und den Zornigen fühlt er sich verbunden.

"Jesus mit Knarre": Was Che Guevara zum Mythos macht1619597338732.png

Damals haben sie ihn verraten, heute wird er hier als Märtyrer verehrt. Gonzalo Flores Guzmán steht mit einer Gruppe japanischer Touristen in der wohl berühmtesten Waschküche der Welt. "Hier haben sie die Leiche zur Schau gestellt, damit alle Welt weiß: Che ist tot", erzählt Guzmán. "Er hatte die Augen offen, für viele sah er wie ein Heiliger aus. Sie haben ihn San Ernesto getauft. "Historiker kritisiert Vergleiche zwischen Che Guevara und Jesus |
 
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die Kriegerin

Noachite
19. September 2017
3.290
Baphomet soll eine Verballhornung des Namens Mahomet, der mittelalterlichen Schreibweise des Namens Mohamed, gewesen sein. Baphomet sei eine Verballhornung des gnostischen Bapho Metis (griechisch für: Taufe in Weisheit oder Aufnahme in Weisheit).

Ja was man so alles draufkommt
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