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Das ist Freimauerei

Kadosch

Geheimer Sekretär
21. März 2014
698
:don: Nein der Vergleich ist die Handlungen der Logen in Chile mit den Handlungen der Logen in Nazi Deutschland.



Möglich.



Ja.



Du hast wohl nicht verstanden was ich aussagen wollte. Das tut mir leid.
Danke für deine Hinweise - damit ist , sind, die Missverständnisse , aus meiner Sicht, beseitigt.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.024
Immerhin sind wir uns in diesem Punkt einig.

Öffentlichkeitsarbeit kann nicht darin bestehen Rituale in die Öffentlichkeit zu zerren.

Der Fehlschluß ist eben genau der, dass es nicht darum gehen kann "Lieschen Müller oder Otto Normalverbraucher" für die FM zu begeistern, sondern, dass man nach Menschen sucht die bereit sind und den Mut haben den eigenen Verstand zu gebrauchen.

Statt dessen erlebe ich - bis heute - dass es manchen darauf ankommt die Quantitäten zu vergrößern, anstatt auf Qualität im beschrieben Sinn zu achten.

Dieses Denken ist - für mich - eine der Ursachen, die ich hier häufiger beklagt habe.

Ich Zweifel weiterhin an das man Freimaurerei "Begreifen" und "Durchdenken" muß. So wie im richtigen Leben reicht es einfach das richtige zu TUN und es Erklären zu können ist ein nettes "Add ON".

Es gibt so viele Menschen die wirklich nichts verstehen, einen IQ nahe der Raumtemperatur haben und dennoch moralisch vollständig integer leben.

Darum nochmal: Ich verstehe was Du meinst bin aber nicht so sicher wie Du das der Mangel wirklich so umfassend da ist wie Du es beschreibst.
Interessant wäre zu ermitteln welche Wirkung Freimaurerei auf Menschen hat die sicht NICHT damit beschäftigen und es nur "wirken" lassen.
 

Kadosch

Geheimer Sekretär
21. März 2014
698
Ich Zweifel weiterhin an das man Freimaurerei "Begreifen" und "Durchdenken" muß. So wie im richtigen Leben reicht es einfach das richtige zu TUN und es Erklären zu können ist ein nettes "Add ON".

Es gibt so viele Menschen die wirklich nichts verstehen, einen IQ nahe der Raumtemperatur haben und dennoch moralisch vollständig integer leben.

Darum nochmal: Ich verstehe was Du meinst bin aber nicht so sicher wie Du das der Mangel wirklich so umfassend da ist wie Du es beschreibst.
Interessant wäre zu ermitteln welche Wirkung Freimaurerei auf Menschen hat die sicht NICHT damit beschäftigen und es nur "wirken" lassen.
Ich habe erlebt, dass "Begreifen" und "Durchdenken" absolut zusammenhängen und will das an meinem persönlichen Erleben beschreiben:

Seit Studentenzeiten beschäftige ich mich mit Philosophie und habe mich von den Vorsakratikern bis zu den modernen Philosophen befasst, eine Menge Bücher gelesen und über vieles nachgedacht.

Nachdem ich aus dem aktiven Geschäft ausgeschieden bin, Rentner wurde, habe ich mich für ein Philosophiestudium eingeschrieben und festgestellt, dass es unbedingt sinnvoll, ja notwendig ist, sich mit der "Theorie der Philosophie" zu befassen.

So wurde mir die Systematik in der Philosophie Kant's erst durch dieses Studium bewußt, und obwohl ich mich selbst für einen "Kantianer" hielt, merkte ich, erst jetzt konkret und über Kant's Werke hinweg, was er im einzelnen meinte und wollte.

Im Nachhinein wurde mir auch bewußt, dass ein erfolgreiches und lang anhaltendes Berufsleben in der Kombination von Theorie UND Praxis abhängt.
Für mich war das immer die Maxime, der ich erfolgreich folgen konnte.

Viele "kurzfristig erfolgreiche" scheitern häufig daran, dass sie die Prinzipien ihrer Tätigkeit nicht beachtet haben.

Ich denke, dass das bei der Freimaurerei, wie bei anderen Ideen, ähnlich ist.

Deshalb nicht Quantitäten, sondern Qualitäten und die Bereitschaft l e b e n s l a n g immer wieder zu lernen UND versuchen sein persönliches Leben nach diesen Erkenntnissen auszurichten, sind m.E. Grundvoraussetzungen um FM zu begreifen und danach zu handeln.

Nicht einfach und sehr anspruchsvoll - ich weiß.

Aber wer dazu nicht bereit ist, sollte etwas anderes tun, als dem Bruderbund beizutreten - das täte beiden besser, als es jetzt ist.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.024
Das Beispiel hinkt etwas da Philosophie ja nunmal das Denken kultiviert und sich an das Denken richtet.
Freimaurerei hingegen richtet sich ganz offensichtlich nicht nur an das Denken sondern auch an das Erleben, das Fühlen und an Emotionen. Das sind Apparate die uns zusätzlich zum Denken auch zur Verfügung stehen um uns Fragestellungen zu nähern die sich ausserhalb des rational begreifbaren befinden.
Wenn ich nun an Wittgenstein denke, so zieht dieser die Grenze der Erkenntnis mit der Grenze der Sprache und kommt im Tractatus zu dem Schluß:
„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“
Als Freimaurer kann ich dem nicht uneingeschränkt zustimmen denn wir arbeiten ja explizit mit Symbolen die den Sprachraum transzendieren und damit in Bereiche eindringen möchten die Wittgenstein jenseits der Grenze verortet.
Meiner Meinung nach sind Symbole ebenfalls Modelle der Wirklichkeit so wie bei Wittgenstein ein Satz ein Modell der Wirklichkeit ist.
Geht man nun davon aus das Ritual und Symbolik also etwas erfahrbar, fühlbar, erahnbar machen was sich eben nicht mit der Sprache vollumfänglich ausdrücken lässt, dann ist seine Handlungsanweisung darüber zu schweigen. Das macht auch eine intellektuelle Erörterung sowie ein formales Durchdenken irgendwie schwer.

Solche Überlegungen werfen also für mich die Frage auf, ob die "Handlungen in der Welt als Freimaurer" wirklich nur auf rationaler Beschäftigung mit der Thematik fussen sollten und überhaupt können.

Oder wir bleiben bei Wittgenstein:
"Die Grenze wird also nur in der Sprache gezogen werden können und was jenseits der Grenze liegt, wird einfach Unsinn sein."

Was netto Symbole und Rituale echt fragwürdig macht.
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.821
Wir kommen nicht zusammen, weil wir offenbar andere Vorstellungen davon haben was Freimaurerei SEIN KÖNNTE, vielleicht sogar SEIN SOLLTE.

Brüderliche Grüße zurück, Kadosch!

Ich weiß nicht, ob wir wirklich so unterschiedliche Vorstellungen haben, was sein könnte/sollte, aber ganz offensichtlich haben wir andere Vorstellungen vom Umgang mit Idealvorstellungen.

Man kann die tollsten Idealvorstellungen von Allem haben, muss aber letztlich mit dem leben und klar kommen, was die Realität so bietet. Und das lässt im Vergleich zum Ideal nun mal meist sehr zu wünschen übrig. Man kann darüber unglücklich sein, man kann sich damit abfinden, man kann es sogar auch - mit leisem Bedauern - gut finden. Lehrt doch die Geschichte, dass Menschen, die die Gelegenheit bekamen, ihre großen Ideale in die Realität umzusetzen, meist nichts als Leid geschaffen und hinterlassen haben.

Ich bin im Laufe meines Lebens zu der Ansicht gekommen, dass Gutes meist in winzigen, mühsamen Schritten, Schlechtes dagegen in Siebenmeilenstiefeln daherkommt. Ich zweifle es stark an, dass der Versuch, etwas Gutem unbedingt Siebenmeilenstiefel anziehen zu müssen, jemals zu etwas Gutem führen kann. Das Gute muss sich Schrittchen für Schrittchen in der Realität etablieren und bewähren, wenn es Bestand haben will. Macht es einen vorschnellen, falschen Schritt, dann scheitert es an der Realität, und es ist weg. Mit zuweilen tragischen Konsequenzen.

Das lehrt die Geschichte, zuweilen aber auch die eigene Erfahrung. Mein persönlich einschneidenstes Erlebnis in dieser Hinsicht hatte ich ausgerechnet in der Freimaurerei, während meiner Stuhlmeisterzeit. Nur so viel dazu: Es war ganz genau nicht der an der Realität gescheiterte und darüber wie in einem Amoklauf jedes Maß und Ziel verlierende Siebenmeilenstiefelbruder, es waren die bescheideneren Brüder, die die freimaurerischen Prinzipien hoch hielten und den Fortbestand der Loge ermöglichten. Genau die also, bei denen Du argwöhnst, sie hätten etwas nicht verstanden.

Entsprechend habe ich einen ganz anderen Blick auf meine Brüder. Ich bin sehr skeptisch bei ehrgeizigen Siebenmeilenstieflern und werde mich hüten, den freimaurerischen Geist der unauffälligeren Brüder klein zu reden. Sie sind es, die die Beständigkeit bringen, die uns nun doch schon durch einige Jahrhunderte geführt haben, nicht die großen Visionäre.
 

Kadosch

Geheimer Sekretär
21. März 2014
698
Wittgenstein ist, da sind wir uns vielleicht einig, nicht der Weisheit letzter Schluss der Philosophie.

Wenn Philosophie als die "Liebe zur Weisheit" definiert wird, frage ich mich, >>Weisheit wozu, wovon?<<.

Sucht Philosophie nicht nach Konzepten für's Leben?
Diese Konzepte sollen dazu noch möglichst Allgmein und Ideal sein.

Was ist da anderes in der Freimaurerei?

Vielleicht war Wittgenstein ja "geistiger Vater" für die zahlreichen, nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland durchgeführten "Ritualreformen" deren einzige Wirkung darin bestand das, was jenseits einer bestimmten Grenze lag, auszuschalten?

Möglicherweise ist das die Ursache, dass Rituale von vielen nicht mehr verstanden und deshalb für "überflüssig" gehalten werden?
 

Kadosch

Geheimer Sekretär
21. März 2014
698
Brüderliche Grüße zurück, Kadosch!

Ich weiß nicht, ob wir wirklich so unterschiedliche Vorstellungen haben, was sein könnte/sollte, aber ganz offensichtlich haben wir andere Vorstellungen vom Umgang mit Idealvorstellungen.

Man kann die tollsten Idealvorstellungen von Allem haben, muss aber letztlich mit dem leben und klar kommen, was die Realität so bietet. Und das lässt im Vergleich zum Ideal nun mal meist sehr zu wünschen übrig. Man kann darüber unglücklich sein, man kann sich damit abfinden, man kann es sogar auch - mit leisem Bedauern - gut finden. Lehrt doch die Geschichte, dass Menschen, die die Gelegenheit bekamen, ihre großen Ideale in die Realität umzusetzen, meist nichts als Leid geschaffen und hinterlassen haben.

Ich bin im Laufe meines Lebens zu der Ansicht gekommen, dass Gutes meist in winzigen, mühsamen Schritten, Schlechtes dagegen in Siebenmeilenstiefeln daherkommt. Ich zweifle es stark an, dass der Versuch, etwas Gutem unbedingt Siebenmeilenstiefel anziehen zu müssen, jemals zu etwas Gutem führen kann. Das Gute muss sich Schrittchen für Schrittchen in der Realität etablieren und bewähren, wenn es Bestand haben will. Macht es einen vorschnellen, falschen Schritt, dann scheitert es an der Realität, und es ist weg. Mit zuweilen tragischen Konsequenzen.

Das lehrt die Geschichte, zuweilen aber auch die eigene Erfahrung. Mein persönlich einschneidenstes Erlebnis in dieser Hinsicht hatte ich ausgerechnet in der Freimaurerei, während meiner Stuhlmeisterzeit. Nur so viel dazu: Es war ganz genau nicht der an der Realität gescheiterte und darüber wie in einem Amoklauf jedes Maß und Ziel verlierende Siebenmeilenstiefelbruder, es waren die bescheideneren Brüder, die die freimaurerischen Prinzipien hoch hielten und den Fortbestand der Loge ermöglichten. Genau die also, bei denen Du argwöhnst, sie hätten etwas nicht verstanden.

Entsprechend habe ich einen ganz anderen Blick auf meine Brüder. Ich bin sehr skeptisch bei ehrgeizigen Siebenmeilenstieflern und werde mich hüten, den freimaurerischen Geist der unauffälligeren Brüder klein zu reden. Sie sind es, die die Beständigkeit bringen, die uns nun doch schon durch einige Jahrhunderte geführt haben, nicht die großen Visionäre.

Ich stimme dir zu, wie unterschiedlich >>Gutes<< und >>Schlechtes<< daherkommen.

Wir dürfen aber die Beharrlichkeit einiger - und ich meine diejenigen, die nach dem Motto : "Bloß nichts Neues; haben wir immer schon so gemacht, wieso sollen wir das ändern" nicht mit bewahren verwechseln.
So wird aus der anscheinend bewahrenden Beharrlichkeit leicht Trägheit und es findet keine Entwicklung mehr statt, die aber ein wesentliches Moment von Leben ist.
Wie heißt es im Epilog im FAUST: - Wer immer strebend sich bemüht, den werden wir erlösen - und genau das, das Streben nach dem Ideal, trotz Widerständen, trotz Gewohnheiten, das ist es, was mir den Antrieb gibt, nicht in Trägheit zu verfallen - und zwar, da sind wir einer Meinung in kleinen kleinen Schrittchen, aber selbst gegen die wehren sich viele , zu viele.

Ich könnte dir einige aufzählen - die meisten wurden hier schon behandelt, ob das die "Frauenfrage", ob das die Ritualreformen, das Verständnis und die Informationen zu Symbolen oder auch die Abhängigkeiten von "Großlogen" ist, bis hin zu der Frage ob Freimaurer strändig nur "im eigenen Saft kochen" sollen, oder ob sie aktiv am gemeinschaftlichen Leben mit- oder sogar einwirken sollten.

Nicht das wir dem sog. Zeitgeist folgen, sondern dass wir auf die Veränderungen der Gesellschaft adäquat reagieren und den Menschen verständlich und auch interessant bleiben - beides halte ich derzeit für weitgehend nicht gegeben.

Wie hat ein alter Bruder einmal geschrieben:
"Wir dürfen nicht die Asche glühend halten und bewahren, wir müssen das Feuer entfachen und weitergeben"

DAS ist meine Intension!
 
Zuletzt bearbeitet:

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.024
Entsprechend habe ich einen ganz anderen Blick auf meine Brüder. Ich bin sehr skeptisch bei ehrgeizigen Siebenmeilenstieflern und werde mich hüten, den freimaurerischen Geist der unauffälligeren Brüder klein zu reden. Sie sind es, die die Beständigkeit bringen, die uns nun doch schon durch einige Jahrhunderte geführt haben, nicht die großen Visionäre.

Genau. Darum ein Hobbit.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.884
Ich frage mich bei solchen Statement's, warum mann "solche Menschen wie Allende" hätte stoppen sollen aber den erwiesenen Diktator Pinochet, der eine Spur von Mord und Tod in Chile gelegt hat, mit einem Sozialdemokraten - Allende war kein Kommunist - auf eine Stufe zu stellen versucht.
Weil er versucht hat, das Land unwiderruflich sozialistisch umzubauen, wozu er selbstverständlich kein Mandat hatte.

Wenn eine wehrhafte Demokratie solche Versuche nicht im Ansatz ersticken kann, müssen später diejenigen eingreifen, die dazu in der Lage sind, und dann wird es ungemütlich. Das sollte man vermeiden.

Nicht daß die Herren Allende und Liebknecht und das Frl. Luxemburg rechtzeitig gestoppt wurden, war ein Fehler, sondern daß das bei den Herren Uljanow, Hitler, Castro und Chomeini nicht gelang.

Niemals würde es mir einfallen, Herrn Allende und General Pinochet auf eine Stufe zu stellen.
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.821
Wie heißt es im Epilog im FAUST: - Wer immer strebend sich bemüht, den werden wir erlösen - und genau das, das Streben nach dem Ideal, trotz Widerständen, trotz Gewohnheiten, das ist es, was mir den Antrieb gibt, nicht in Trägheit zu verfallen - und zwar, da sind wir einer Meinung in kleinen kleinen Schrittchen, aber selbst gegen die wehren sich viele , zu viele.

Mal eine abseitig klingende Frage dazu: Was zeichnet denn eigentlich - abgesehen von pünktlicher Mietzahlung - einen guten Mieter aus? Ich würde sagen, dass er das Mietwohnung pfleglich behandelt und sie stets im gleichen guten Zustand hält, wie er sie übernommen hat. Und dass er nicht ständig Stunk mit den anderen Mietern anfängt. Ist ein Mieter, der die Nachbarn überwacht und kritisiert und ständig irgendwelche baulichen Veränderungen will, wünschenswert? Klar, auch dieser Mieter bemüht sich strebend, aber an falscher oder unerwünschter Stelle. In diesem Sinne: Was macht ein gutes Mitglied einer Freimaurerloge aus?

Du wirst die Menschen nicht ändern, sondern höchstens Dir einen Frust dabei holen.

Aber mal eine Frage: Innerhalb der AFAM gibt es ja einige Speziallogen, die ich auch immer irgendwie als eine Art Überdruckventil angesehen habe, in dem sich Brüder verwirklichen können, deren Enthusiasmus für ein bestimmtes Thema das übersteigt, was in einer normalen Loge sinnvoll unterzubringen ist. Ich denke da an Quator Coronati, das freimaurerische Hilfswerk usw usf. Gibt es vergleichbare Gruppierungen bei den humanitären Logen? Falls nein, wäre es nicht vielleicht eine Idee, so etwas -zugeschnitten auf Dein Ansinnen - aus der Taufe zu heben? Damit könntest Du Dein strebendes Bemühen in sinnvollere Bahnen lenken, als Dich über andere, die Du eh nicht ändern kannst zu ärgern.
 

Kadosch

Geheimer Sekretär
21. März 2014
698
Du wirst die Menschen nicht ändern, sondern höchstens Dir einen Frust dabei holen.
Tja, lieber Bruder, wenn du so denkst, dann frag' dich doch selbst einmal, wozu es Freimaurerei gibt!?

Und beachte, wir sind keine "Mieter", die ihre Miete pünktlich zu zahlen, und sich ansonsten ruhig zu verhalten haben.
Wir sind Menschen, die in einer Gemeinschaft leben und damit zurecht kommen sollten und, wenn es gut geht, diese Gemeinschaft erträglicher machen, indem wir die humanistischen Ideal - oder andere - darin verwirklichen - wollen.

Ich arbeite schon länger in der QC , dies aber um zu lernen, was FM bedeutet.

Würde ich mich nur ärgern, hätte ich den Bund lange verlassen - aber ich bleibe weiter hoffnungsvoll.
Wenn es gelingt EINEN so anzustoßen, dass er seinerseits andere bewegen kann, dann ist schon eine Menge erreicht.
Ich denke, wenn ich das Feedback einiger Brüder und Schwestern zusammenfasse, ist mir das tatsächlich schon gelungen - aber warum aufhören?

Wollen wir nicht alle ständig an der Weltkette der Freimaurerei schmieden?
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.821
Und beachte, wir sind keine "Mieter", die ihre Miete pünktlich zu zahlen, und sich ansonsten ruhig zu verhalten haben.

Tja, so ist das mit Vergleichen: sie funktionieren nur aus einer bestimmten Perspektive. Und die wäre hier: Wie geht man mit etwas um, das für einen selbst sehr wichtig ist, einem selbst aber nicht gehört, das man ein Stück weit mit anderen teilt und das man auch irgendwann in andere Hände gibt?

Ansonsten freut es mich, wenn Du in Realität nicht ganz so frustriert bist. Hier kommst Du tatsächlich zuweilen sehr verbittert rüber.

Tja, lieber Bruder, wenn du so denkst, dann frag' dich doch selbst einmal, wozu es Freimaurerei gibt!?

Lach. Im Zusammenhang mit meinem Zitat "Du wirst die Menschen nicht ändern, sondern höchstens Dir einen Frust dabei holen." recht einfach zu beantworten: Eine wesentliche Erkenntnis in der Freimaurerei ist genau dies: Der einzige Mensch, den Du ändern kannst, bist Du selbst. Aus dieser simplen Erkenntnis ergibt sich eigentlich alles weitere.
 

Feuerseele

Prinz von Jerusalem
31. Oktober 2017
2.222
Inwiefern genau ? In der Freimaurerei arbeitet man an sich selbst, und im Fitnessstudio ?

Im Fitnessstudio arbeitet man am Körper (K). Freimaurer arbeiten am Selbst. Die Arbeit am Selbst erfolgt über eine andere Kategorie (G).
K = Fitnessstudio ist Körper Arbeit. Muskeltraining. Muskeln = Materie/Stoff. Betrifft also körperliches Eigentum des Ich/Selbst.
G = Freimaurerei = Geistige Arbeit. Denken/Gedanken sind immaterielle Materie/Stoff. Betrifft also das Denkvermögen/Gedanken/=geistiges Eigentum.

Die FM ist kein Verein aus der Kategorie „K“ (die ja nur den Körper/Materie/Muskulatur betrifft).
Die FM ist ein Verein aus der Kategorie „G“, die den Geist/das Denkvermögen betrifft.
In wie weit die Freimaurerei sich ehrenamtlich verpflichtet und daher auch in Kategorie „S“ arbeitet, weiß ich nicht.

Die Freimaurerei ist nicht mit gewöhnlichen Vereinen vergleichbar auch wenn sie ein Verein ist. Daher ist es sogar möglich, der Freimaurerei zu erlauben, dass reine Männerlogen existieren, denn die Kategorien liefern auch den Grund für das Bestehen von reinen Männerlogen. Alles ist in 3 grundlegenden Kategorien zu unterscheiden.

Die grundlegenden Strukturen (bürokratisches), die das Wesen eines jeden Vereines ausmachen, sind nicht das wahre Wesen der verschiedenen Vereine.
Die Art der Aktivität des Vereines macht das wahre/eigentliche Wesen und damit den Unterschied. Das Vereinswesen wird geprägt/bestimmt durch dem was man dort macht.

Da Freimaurerei in der Kategorie „G“ arbeiten und nicht wie Fitnesscenter in Kategorie „K“, kann die Freimaurerei eher mit einem Männerkloster oder einer Knabenschule verglichen werden als mit einem Fitnessstudio. Du kann die FM vielleicht auch mit dem Recht eines Patienten vergleichen, der nur einem gleichgeschlechtlichen Therapeuten vertraut und daher nur mit Gleichgeschlechtliche arbeiten kann. Aber einige Menschen sind fähig zu beiden zu können.
 

Feuerseele

Prinz von Jerusalem
31. Oktober 2017
2.222
Kadosch deinen Eintrag beantworte ich zu einem späteren Zeitpunkt.

... Wenn es doch nur um den Einzelnen ginge, warum soll man dann "..in die Welt gehen...?
Für manche , vor allem für die Gegner, hört sich das doch an wie ein >>Missionsauftrag<< ??!!

Weil man in der Welt die Baustellen/Aufgaben findet.
Aber in der Politik sitzen die Verursacher allen Weltlichem ...sowohl Leid und Wohl.
Armut wächst ständig nach = Politik ist die Großbaustelle.

Ihr habt keine Zeit mehr, um noch länger zu veredeln! Mit dem G. Maß = Grundwissen kann jeder JEDER ZEIT SOFORT das Richtige tun/anfangen.
Wenn euer Selbst zumindest im Mindesten/Halbwegs fertig veredelt ist, dann müsst ihr euch in die Politik einmischen. ...zumindest mir eurer Meinung.
Politik ist das geistige Zentrum allen Geschehens der Erde.

Was wollt ihr/du denn sonst mit dem veredelten Selbst machen, aiußer politisch wirken? Wäre doch Verschwendung, wenn ihr das super Veredelte nicht politisch benutzt/anwendet.

Wer weiß, wie man den Bestzustand erhält, sollte nicht daran gehindet werden!
Ihr wisst wie das geht, da ihr das G. Maß und die Hermetik kennt. Ihr müsst das G. nur überall erkennen. ...jeder SELBST.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.024
Dann gehören für dich also Körper und Geist nicht zusammen ? Kannst du diese doch sehr steile These untermauern ?

Na, es gibt das Ka, das Ba und das Ach :D

Du sattelst das Pferd komplett von der falschen Seite auf.

Das tut Sie schon recht lange. Sie kann nicht unterscheiden was Ihre eigene Fantasie und was Realität ist.

Ihre "Freimaurerei" wäre mir zu mühsam.
 

Vercingetorix

Meister vom Königlichen Gewölbe
22. Juli 2018
1.311
dann müsst ihr euch in die Politik einmischen. ...zumindest mir eurer Meinung.
Nein da unterliegst du einem gewaltigen Irrtum. Ich kann hier nur für mich sprechen. Ich muss gar nichts ausser Sterben.
Das ist zwar verkürzt gedacht aber Fakt.

Politik finde ich zwar ab und an in der Betrachtung interessant und sicherlich beteilige ich mich ein Stück weit am demokratischen Prozess. Nämlich dadurch, dass ich Wählen und Abstimmen gehe, aber im Leben käme es mir nicht in den Sinn mich irgendwie zu engagieren.
Schon allein die Auswahl einer Partei wäre für mich nicht möglich. Dann werde ich einen Teufel tun meine wertvolle Freizeit mit politischem Engagement zu vergeuden.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.024
Nein da unterliegst du einem gewaltigen Irrtum. Ich kann hier nur für mich sprechen. Ich muss gar nichts ausser Sterben.
Das ist zwar verkürzt gedacht aber Fakt.

Bring es zu ende:
Pipi und Kacka hast Du vergessen.

Politik finde ich zwar ab und an in der Betrachtung interessant und sicherlich beteilige ich mich ein Stück weit am demokratischen Prozess. Nämlich dadurch, dass ich Wählen und Abstimmen gehe, aber im Leben käme es mir nicht in den Sinn mich irgendwie zu engagieren.
Schon allein die Auswahl einer Partei wäre für mich nicht möglich. Dann werde ich einen Teufel tun meine wertvolle Freizeit mit politischem Engagement zu vergeuden.

Sie schnallt es nicht.

Freimaurerei hat keinen sozialpolitischen Auftrag.
Was der einzelne Maurer aus der Freimaurerei macht und wie genau er in der Welt wirkt ist SEIN PERSÖNLICHES DING.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
Ich weiß zwar nicht ob das nicht zu weit ins OT führt, aber es wäre schon interessant zu Erfahren bzw wissen ob die Arbeit am Geiste auswirkungen auf den Körper hat und wenn ja, welche. Umgekehrt ist es definitiv so. Als Beispiel:

Wenn jemand nicht zufrieden mit seinem Körper ist, dann geht er ins Fitnessstudio um diesen zu formen. Wenn die gewünschte Form erreicht ist dann wirkt sich das auch auf die psyche bzw den Geist aus. Stichwort Selbstvertrauen.

Wie ist es mit der Arbeit am Geist ? Müsste doch theoretisch auch Auswirkungen haben da die Körperhaltung eines Menschen ja schon einiges über diesen aussagt. Wenn ich jetzt zb in eine Prüfung muss und hab mir das Wissen angeeignet um diese Prüfung zu bestehen, dann gehe ich doch ganz anderst in den Raum als wenn ich jetzt dieses Wissen nicht hätte oder ?

Also auch Selbstvertrauen möchte ich meinen. Oder ist das nicht so ?

Edit: Was ich meinte ist: Wenn ich als Freimaurer an mir selbst Arbeite, dann stehe ich doch den Prüfungen und Situationen im Leben ganz anderst gegenüber als wenn ich nicht an mir selbst arbeiten würde.
 
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