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Karl Lauterbach - Genie oder Wahnsinniger?

Ist Karl Lauterbach wahnsinnig oder hat er recht?

  • Er ist ein Fachmann, seine Expertisen haben Gewicht

    Stimmen: 1 6,3%
  • Er hat Wahnvorstellungen und sollte sich dringend Hilfe suchen.

    Stimmen: 9 56,3%
  • Er nervt zwar ab und zu, aber seine Rolle als Mahner ist wichtig

    Stimmen: 4 25,0%
  • Ich weiß nicht

    Stimmen: 2 12,5%

  • Umfrageteilnehmer
    16

Popocatepetl

Ritter Kadosch
27. August 2013
5.020
mist, als ergotherapeut, der mai 20 bis mai 21 in einem pflegeheim gearbeitet hat, bin in dann wohl zu berechtigter kritik nicht fähig... :(
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Die aus diesem Threat heraus triefende Polemik ist hingegen nur dumm. Und, mit Verlaub, ich finde es im höchsten Maße frech, was sich Amateure die keine politische Verantwortung tragen so alles gestatten. Wie wäre es mit ein bisschen mehr Reflexion darüber, wo sich die eigene Position in unserer Gemeinschaft verortet?

Bin beeindruckt. Damit hast Du wohl das ultimative Ad-Hominem-Argument gefunden. Ich transkribiere mal: „Die da oben wissen schon, was sie tun und es steht uns hier unten nicht an, das in Frage zu stellen.“. Der perfekte Untertan, Glückwunsch!

Nur so viel zur „politischen Verantwortung“: hier liefert Anne Spiegel ja gerade ein Lehrstück darüber ab, was es damit auf sich hat. Verantwortung ist nur dann etwas wert, wenn man sie auf sich nimmt und ihr gerecht wird.

Ich sehe nicht, dass Lauterbach dies in irgend einer Weise tut. Er zieht seine Agenda mit der Brechstange durch und nutzt dazu alle Kunstgriffe des Entstellens der Realität und des Ingnorierens und Verschweigens unliebsamer Sachverhalte, die nicht ins Bild passen. Das hat mit Verantwortung überhaupt nichts zu tun. Er lädt höchstens Verantwortung und Schuld auf sich, erfüllt aber seine eigentlichen Verantwortung nicht.

Wo übernimmt Lauterbach denn die politische Verantwortung z.B. für impftote Kinder, die von Corona überhaupt nichts zu befürchten gehabt hätten? Gar nicht - er verschweigt sie.

Wann kommt denn vom ihm eine halbwegs realistische Aussage zu den eher erschreckenden Zahlen geimpfter und geboosterter Coronakranker und -toter? Gar nicht - er verschweigt sie.

Aus meiner Sicht mag eine Impfung im Einzelfall, nach sorgfältiger Abwägung sinnvoll sein. Als gemeinsam mit einer Bratwurst verscherbelte Massenimpfung geht sie gar nicht und als nicht verfassungsgemäße Zwangsimpfung erst recht nicht. Lauterbach mag das anders sehen bzw ganz sicher sieht er es anders. Dummerweise hat er - wie alle anderen Impfbefürworter - es bisher versäumt, irgendwelche schlüssigen und überzeugende Argumente für seine Sichtweise darzulegen.

Aber klar, danke für Deine Erklärung, dass das jemand der so hoch oben in der Gesellschaft steht (In Deiner Bullerbü-Welt gemeinsam mit Lesch direkt neben Gott), ja mir kleinem Wurm von Untertanen gegenüber gar nicht nötig hat. Ist halt blöde, wenn er auf die Mithilfe kleiner Würmer angewiesen ist. Und auch, wenn ich nur ein kleiner Wurm sein sollte - mein Wurmsein ist alles, was ich habe. Und mir wichtiger, als dass seine erlauchten, aber hanebüchenen Simulationsrechnungen mit meinem Beitrag vielleicht anders aussehen.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.479
Jetzt, zu einer Zeit, wo das Virus schwach ist, ist es doch eher ein Verbrechen Ungeimpfte vor dem V zu schützen.
Vorallem, da alle bishertigen Impfstoffe dem Körper NICHT das GANZE Virus zeigen.
Da Omikron im Krankheitsverlauf leicht ist, ist ein Schutz doch unnötig.

Ungeimpfte von einer Infektion mit der Omikron Variante zu schützen, würde deren natürliche Impfung verhindern.
Warum sollte ein vernünftiger, guter ehrlicher Mensch so etwas gemeines tun?
Jetzt ist doch die aller beste Gelegenheit sich durch Infektion auf natürlichem Weg impfen zu lassen.
Jetzt die Ungeimpften zu schützen, bedeutet deren Chance/Gelegenheit des natürlichen/echten Kontakt zu nehmen.
Ich kann Ihnen versichern, daß man auch nach der Impfung und Auffrischungsimpfung noch Omikron bekommen kann. Man wird dann nur besser damit fertig.
 

Barlei

Großer Auserwählter
28. November 2013
1.559
Man wird dann nur besser damit fertig.

Da würde ich ja glatt das Bild von Bart Simpson aus dem Chat verlinken ...... "Sag den Satz" ....... :-)

Nun gut, ich kann aber keine Bilder mehr einstellen. Woran mag das wohl liegen?
Ein technischer Fehler oder falsche Einstellung auf meinem Gerät?

Oder ist es wohl eine Maßregelung seitens der Moderation? Habe ich etwa die Regeln nicht beachtet? :-)
 

MatScientist

Ritter Rosenkreuzer
21. März 2014
2.784
Da würde ich ja glatt das Bild von Bart Simpson aus dem Chat verlinken ...... "Sag den Satz" ....... :-)

Nun gut, ich kann aber keine Bilder mehr einstellen. Woran mag das wohl liegen?
Ein technischer Fehler oder falsche Einstellung auf meinem Gerät?

Oder ist es wohl eine Maßregelung seitens der Moderation? Habe ich etwa die Regeln nicht beachtet? :-)
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Barlei

Großer Auserwählter
28. November 2013
1.559

Hier noch mal die Debatte zur Impfpflicht.

Bei knapp 1 Stunde 56 Minuten kommt als letzter Redner Herr Lauterkrach ans Rednerpult.
Er spricht doch tatsächlich von der Geiselhaft durch die Impfunwiligen.
Das finde ich im März 2022 doch sehr erstaunlich.
Zumal ja nun wirklich niemand mehr, der noch halbwegs bei Sinnen ist glaubt, das mit dieser Impfung eine Herdenimitat möglich sei und/oder es sogar möglich wäre diesen Virus ausrotten zu können.

Herr Lauterkrach ist ein Wahnsinniger. Er ist ganz offensichtlich ein Pharmalobbyist und geht dafür auch über Leichen.
Die Gesundheit der Bürger interessiert ihn nicht im geringsten.
Dies mag auf viele andere Politiker nicht zu treffen, diese leiden eher an einer Angstpsychose wie es die Frau Fester ab 1 Stunde 28 Minuten am Rednerpult ausleben kann/darf.

Bei Herrn Habeck bin ich mir nicht ganz sicher. Er bläst ab Minute 45 zumindest ins selbe Horn wie Herr Lauterkrach. Meine Tendenz ist aber eher Lobbyist.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.479
Haben Sie ihm denn nicht zugehört? Er prognostiziert, daß im Herbst die Ungeimpften das Gesundheitssystem blockieren werden und daß die Regierung dann wieder gezwungen sein wird, Geschäfte zu schließen und andere einschneidende Maßnahmen zu verhängen, die alle, auch die Geimpften treffen werden. Von einer Herdenimmunität oder einer Ausrottung des Virus spricht er gar nicht. Wieso legen Sie ihm das in den Mund? Was er sagt, ist sehr logisch und folgerichtig.
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.549
Ich habe gerade gelesen dass es zwei Lauterbachs gibt...


Daraus:

" Doch in den vergangenen Tagen wurde vollends klar, dass es zwei Karl Lauterbachs gibt: Einen, der auf Twitter vor den Corona-Gefahren warnt und einen, der als Bundesgesundheitsminister die FDP gewähren lässt – aus Gründen, die nichts mit Infektionsschutz und viel mit Machterhalt zu tun haben. Der Kontrast zwischen Lauterbachs Twitter-Warnungen und seinem realen Handeln machen ihn zur tragischen Figur – und zu einem Gesundheitsminister, der in einer entscheidenden Phase seiner Aufgabe nicht gerecht wird. "

Gruss Grubi
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Deine Quelle, diese „Riffreporter“, führen das vor, was offenbar heute noch als Regierungskritik zulässig ist: Noch mehr und weitergehend verschärftes Regierungshandeln einfordern. Wenn denen selbst Lauterbach nicht radikal genug auf Coronabekämpfung gebürstet ist, ist das schon bemerkenswert.

Schön auch der Name „Riffreporter“. Wären es „Raffreporter“, hätten sie vielleicht gerafft, dass sie die Verlängerung und Verschärfung von Maßnahmen fordern, die eine Zunahme der Inzidenz nicht verhindert haben, mithin also den Nachweis ihrer Wirkungslosigkeit erbringen. Sie fordern die Beibehaltung/Verschärfung wirkungsloser Maßnahmen.

Und wären es „Raffreporter“, würden sie vielleicht auch gerafft haben, dass es selbst im kläglichen Rest unserer Demokratie eben so ist, dass sich niemand völlig ohne Kompromisse und ohne Federn zu lassen durchsetzen kann, insbesondere, wenn er wie Lauterbach Extrempositionen vertritt. Was wollen die Nix-Raffreporter eigentlich? Einen starken Mann, der sagt, wo es lang zu gehen hat? So eine Art Putin, nur „in gut“?

Last, not least, die Feststellung der Riffreporter, Lauterbach handle anders als er redet, würde ihn nicht zur tragischen Figur erheben, sondern zum inakzeptablen Lügner und Heuchler reduzieren. Erstaunlich, diese Verweigerung der Konsequenz ihrer eigenen Argumentation. Aber klar, sie wollen Lauterbach ja nicht beißen, sondern bloß ein bisschen spielen, um ihn möglichst in ihrem Sinne weiter aufzuhetzen.

Diesen Schund verpackt man dann in ansprechende, eine gewisse Wertigkeit vortäuschende Typografie und eloquente Formulierungen und fertig ist ein Stück zeitgenössischer, pseudointellektueller Jounalismus, den niemand braucht, weil er nicht zur Lösung, sondern zum Problem beiträgt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Popocatepetl

Ritter Kadosch
27. August 2013
5.020
es gibt sogar drei lauterbachs, der dritte meint, es gäbe keinen grund mehr den ärzten die schutzausrüstung zu bezahlen...

...heißt es wörtlich: „Unter Berücksichtigung der stabilen Situation auf den Intensivstationen, ist aktuell eine Überlastung des Gesundheitssystems nicht mehr erwarten.“ Daher ließe sich die Verlängerung die Sonderregeln, die im Paragraph 105, Absatz 3 SGB V für den Pandemiefall vorgesehen sind, „nicht mehr begründen“, so Lauterbach weiter. „Auch sind die saisonalen Effekte mitzuberücksichtigen, die sich wahrscheinlich günstig auf Neuinfektionen auswirken werden.“ Auch weist er auf „deutlich mildere Verläufe“ bei Omikron hin, wie die „Bild“ berichtet.

 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.549
Diesen Schund verpackt man dann in ansprechende, eine gewisse Wertigkeit vortäuschende Typografie und eloquente Formulierungen und fertig ist ein Stück zeitgenössischer, pseudointellektueller Jounalismus, den niemand braucht, weil er nicht zur Lösung, sondern zum Problem beiträgt.

Da habe ich doch glatt eine Triggerwarnung vergessen ;)
Es gibt nunmal nicht nur den Ruf nach mehr Freiheit, sondern auch den Ruf nach mehr Sicherheit.
Wir wollen doch beide Seiten zu Wort kommen lassen denke ich mal.
Riffreporter hatte ich als Lesetipp in Pocket gefunden, der Schreiberling hat garkeine so schlechte Reputation wie ich nachgelesen habe, ich denke wir müssen auch so eine Meinung aushalten können...

Gruss Grubi
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Was er sagt, ist sehr logisch und folgerichtig.

Seine Denke mag in sich schlüssig und folgerichtig sein, das stimmt.

So, wie auch der Handlungsaufbau des „Herrn der Ringe“ in sich folgerichtig und logisch ist. Sofern man sich auf die Prämisse, dass es Mittelerde mit all seinen Elben, Zwergen, Hobbitts und Orks und die Magie der Ringe gibt oder gab, einlässt. Dann ist Tolkiens Phantasiewelt geradezu realistisch. Lässt man sich nicht darauf ein, dann ist der „Herr der Ringe“ einfach nur Quatsch, Satz für Satz.

Blöderweise geht es hier nicht nur um eine gute Geschichte, sondern um die Realität. Und die setzt die Prämissen eben sehr anders als der Herr Minister Lauterbach.

Die Impfung hat sich als vollkommen wirkungslos gegenüber Omikron herausgestellt.
Die Impfung hat nicht gaanz seltene, schwere Nebenwirkungen.
Lockdowns sind keine naturgesetzliche Folge von Corona, sondern willkürliche Maßnahmen.
Lockdowns haben keine, über immense Kollateralschäden hinausgehende Wirksamkeit.
Es gibt keinen Verfassungsauftrag für die Regierung mich vor Erkrankungen zu schützen.
usw usf.

Dummerweise kann ich dies und mehr nicht ausblenden. Folglich redet Lauterbach für mich Blödsinn, Satz für Satz.

Klar, innerhalb seiner selbstreferentiellen kleinen Gedankenwelt und innerhalb einer einzelnen Rede argumentiert Lauterbach zuweilen auch schlüssig. Das reicht aber nicht. Schlüssigkeit ist eine notwendige, aber beileibe keine hinreichende Bedingung für Richtigkeit.

Sonst würde ja jeder, der Klage vor Gericht erhebt, recht bekommen. Anwälte sind ja bekanntlich in der Lage, den größten Blödsinn formal derart schlüssig darzulegen, dass Lauterbach ein Waisenknabe dagegen ist.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.479
Die Impfung hat sich als vollkommen wirkungslos gegenüber Omikron herausgestellt.
Ich erlaube mir eine andere Meinung, aber das tut nichts zur Sache. Entscheidend ist, daß hier auch die Regierung eine andere Ansicht vertritt. Sie geht davon aus, daß die Impfung schwere Krankheitsverläufe verhindert und so das Gesundheitssystem entlastet.
Die Impfung hat nicht gaanz seltene, schwere Nebenwirkungen.
Mir haben mittlerweile vier Ärzte unabhängig voneinander zur Impfung geraten, weil wir die Nebenwirkungen zunehmend besser überblicken und die verschiedenen Impfstoffe abhängig von Geschlecht und Alter so einsetzen, daß Nebenwirkungen minimiert werden.
Lockdowns sind keine naturgesetzliche Folge von Corona, sondern willkürliche Maßnahmen.
Lockdowns haben keine, über immense Kollateralschäden hinausgehende Wirksamkeit.
Lockdowns sind das Mittel, das die Regierung für geboten hält.

All das sind Abwägungsfragen. Abzuwägen, ist die Aufgabe der Regierung. Man kann selbstverständlich zu anderen Ergebnissen kommen, das ist normal. Das kann man auf jedem politischen Felde, auch wo es die Gefahren eines Atomkrieges gg. die Gefahren eines russischen Eroberungszuges abzuwägen gilt, Mitmenschlichkeit gg. Demographie, Natur gg. Klima oder Gerechtigkeit gg. Einfachheit im Steuerrecht.
Es gibt keinen Verfassungsauftrag für die Regierung mich vor Erkrankungen zu schützen.
Das dagegen halte ich, Entschuldigung, für groben Unfug. Die Politik ist nicht auf das zurückgeworfen, wofür sie einen ausdrücklichen Verfassungsauftrag hat. Sie ist keine bloße Vollstreckerin einer Politik, die irgendwelche mythischen Verfassungsväter vor Generationen festgelegt haben, sondern frei innerhalb der Grenzen, die ihr gesteckt sind. Und übrigens hat sich die Politik einen Gutteil der Verfassung durch tiefgreifende Änderungen selbst gegeben, so daß sie sich dahingehend ohnehin nur selbst legitimiert hätte... Darüber hinaus leiten sich unsere zwölf (!) Sozialgesetzbücher direkt und ohne Umwege aus einem einzigen Halbsatz der Verfassung ab, und wehe der Regierung, die etwas daran ändern wollte. Das BVerfG haute ihr alles um die Ohren, dazu bedarf es keines ausdrücklichen Staatszieles. Ich habe keinerlei Zweifel, daß sich die Pflicht zur Gesundheitsvorsorge ebenso gut aus der Verfassung herleiten läßt, dafür sorgen im Zweifelsfalle die gewiegtesten Juristen, die wir aufbieten können. Aber ernsthaft, die Regierung sieht eine große Gefahr für die Volksgesundheit, dann kann und darf sie natürlich handeln und ich wette, daß das dann auch verfassungsrechtlich geboten ist.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
… ich denke wir müssen auch so eine Meinung aushalten können...

Guter Punkt. Man kann eine derartige Meinung natürlich aushalten, auch, wenn man sie ausdrücklich nicht teilt und nicht nochvollziehen kann, wie es jemand schafft, sich sein Weltbild aus lauter Selbstwidersprüchkeiten aufzubauen.

Dennoch wären in einer guten Diskussionskultur solche Meinungen sogar wichtig, um alle denkbaren Blickwinkel auf eine Sache abzudecken, so dass sich jeder Interessierte aus dem Für und Wider aller jeweiligen Argumente, Fakten und Sichtweisen eine eigene, fundierte Meinung entwickeln kann.

Das Problem ist weniger, dass es eine solche Meinung gibt wie sie der Riffreporter verkündet, sondern das sie nur verkündet und nicht zur offenen und freien Diskussion gestellt wird. Und dass die Diskussion, wenn sie dann überhaupt zustande kommt, nur sehr asymmetrisch geführt wird und über das Stadium der gegenseitigen Beschimpfung nicht mehr hinauskommt.

Wenn zwischen „zulässigen“ und „unzulässigen“ Meinungen unterschieden wird und die Grenze zwischen beiden obendrein von einer Seite zu ihren Gunsten auf der Mitte heraus verschoben ist, dann haben sich Spielfeld und Spielregeln so geändert, dass kein faires Spiel mehr zustande kommen kann.
 

Popocatepetl

Ritter Kadosch
27. August 2013
5.020
Es gibt nunmal nicht nur den Ruf nach mehr Freiheit, sondern auch den Ruf nach mehr Sicherheit.

diejenigen, die "sicherheit" wollen, können ja maske tragen, sich impfen lassen und auch gerne freiwllig in den lockdown gehen, hindert sie wirklich niemand daran...





"weil 10% der über 60 jährigen nicht geimpft sind, drehen sich die 50 jährigen im kreis, und darum brauchen wir die impfpflicht, weil das ist ja stillstand..." 🤡

 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.618
Guter Punkt. Man kann eine derartige Meinung natürlich aushalten, auch, wenn man sie ausdrücklich nicht teilt und nicht nochvollziehen kann, wie es jemand schafft, sich sein Weltbild aus lauter Selbstwidersprüchkeiten aufzubauen.

Dennoch wären in einer guten Diskussionskultur solche Meinungen sogar wichtig, um alle denkbaren Blickwinkel auf eine Sache abzudecken, so dass sich jeder Interessierte aus dem Für und Wider aller jeweiligen Argumente, Fakten und Sichtweisen eine eigene, fundierte Meinung entwickeln kann.

Das Problem ist weniger, dass es eine solche Meinung gibt wie sie der Riffreporter verkündet, sondern das sie nur verkündet und nicht zur offenen und freien Diskussion gestellt wird. Und dass die Diskussion, wenn sie dann überhaupt zustande kommt, nur sehr asymmetrisch geführt wird und über das Stadium der gegenseitigen Beschimpfung nicht mehr hinauskommt.

Wenn zwischen „zulässigen“ und „unzulässigen“ Meinungen unterschieden wird und die Grenze zwischen beiden obendrein von einer Seite zu ihren Gunsten auf der Mitte heraus verschoben ist, dann haben sich Spielfeld und Spielregeln so geändert, dass kein faires Spiel mehr zustande kommen kann.

Ich habe in Fernsehdiskussionen aber auch im Freundeskreis beobachtet das es heute nicht mehr das Ziel einer Diskussion zu sein scheint die eigene Meinung zu hinterfragen. Es gilt oft schon als unhöflich in einer Diskussion die Argumente des anderen anzugreifen. Viel mehr ist es heute
üblich einfach Meinungen nebeneinander stehen zu lassen um sie zu bewundern.

Das erklärt dann auch wie es passieren kann das eine sachlich richtige Meinung als BähBäh verschmäht werden kann, sie ist bei der Bewunderung quasi durch Optische/Schönheits Kriterien durchgefallen.

Es geht in sehr vielen Fällen nicht mehr um die Sache sondern nur noch um ein (moralisches) Konstrukt dem das vorgebrachte genügen muß.

Das vorläufige Ende dieser Geschichte sieht man sehr sehr schön in der Grünen Partei. Wenn eine führende Politikerin in einer Flutkatastrophe voll umfänglich unmoralisch handelt und Ihrer Verantwortung nicht gerecht wird, dann kann darüber Gras wachsen, man redet nicht drüber und so kann Sie weiter Karriere machen. Wenn aber jemand sagt er/sie wäre als Kind gerne Indianerhäuptling gewesen, dann schrammt diese Person kurz vorm Parteiausschluß. :roll:
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Ich erlaube mir eine andere Meinung, aber das tut nichts zur Sache. Entscheidend ist, daß hier auch die Regierung eine andere Ansicht vertritt. Sie geht davon aus, daß die Impfung schwere Krankheitsverläufe verhindert und so das Gesundheitssystem entlastet.
Sie geht davon aus, kann das aber weder sachlich, noch fachlich untermauern. Selbst das Narrativ der „Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe“ ist nirgends belegt kommt seit Omikron erst recht ins Wanken.

Mir haben mittlerweile vier Ärzte unabhängig voneinander zur Impfung geraten, weil wir die Nebenwirkungen zunehmend besser überblicken und die verschiedenen Impfstoffe abhängig von Geschlecht und Alter so einsetzen, daß Nebenwirkungen minimiert werden.
Nebenwirkungen? Welche Nebenwirkungen? Laut Lauterbach sind die Impfstoffe doch so gut wie nebenwirkungsfrei? Ich habe keine zumindest keine Aussage von ihm gehört, die zu dem, was Du schilderst, passen würde. Wo lebt er, wovon redet er? Das beruhigt mich überhaupt nicht.

Wenn ich Fragen dazu stellen darf: Und - haben die vier Ärzte Dir den gleichen Impfstoff empfohlen? Und bist Du sicher, dass diese Ärzte überhaupt eine Option haben, Dir unbescholten abzuraten? In Österreich zumindest gibt es einschlägige Schriftstücke der betreffenden Ärztekammern.

Lockdowns sind das Mittel, das die Regierung für geboten hält.
Was heißt das? Sie hält es für geboten, aber kann, obwohl wir nun schon mehrere Lockdowns hatten, keinerlei positive Effekte der Lockdowns belegen. In den vergangenen zwei Jahren hat es die Regierung konsequent versäumt und verweigert, ihre Maßnahmen plausibel zu begründen oder wenigstens im Nachhinein zu validieren.

All das sind Abwägungsfragen. Abzuwägen, ist die Aufgabe der Regierung. Man kann selbstverständlich zu anderen Ergebnissen kommen, das ist normal. Das kann man auf jedem politischen Felde, auch wo es die Gefahren eines Atomkrieges gg. die Gefahren eines russischen Eroberungszuges abzuwägen gilt, Mitmenschlichkeit gg. Demographie, Natur gg. Klima oder Gerechtigkeit gg. Einfachheit im Steuerrecht.
Nun, das properierende Deutschland, in dem man immer besser und gerner leben kann, befindet sich ja ein einem in jeder Hinsicht beneidenswerten Zustand eines Musterlandes, das ein beredtes Zeugnis über die Fähigkeiten unserer Regierungen, abzuwägen und das Richtige zu entscheiden, ablegt.

Das dagegen halte ich, Entschuldigung, für groben Unfug. Die Politik ist nicht auf das zurückgeworfen, wofür sie einen ausdrücklichen Verfassungsauftrag hat. Sie ist keine bloße Vollstreckerin einer Politik, die irgendwelche mythischen Verfassungsväter vor Generationen festgelegt haben, sondern frei innerhalb der Grenzen, die ihr gesteckt sind. Und übrigens hat sich die Politik einen Gutteil der Verfassung durch tiefgreifende Änderungen selbst gegeben, so daß sie sich dahingehend ohnehin nur selbst legitimiert hätte... Darüber hinaus leiten sich unsere zwölf (!) Sozialgesetzbücher direkt und ohne Umwege aus einem einzigen Halbsatz der Verfassung ab, und wehe der Regierung, die etwas daran ändern wollte. Das BVerfG haute ihr alles um die Ohren, dazu bedarf es keines ausdrücklichen Staatszieles. Ich habe keinerlei Zweifel, daß sich die Pflicht zur Gesundheitsvorsorge ebenso gut aus der Verfassung herleiten läßt, dafür sorgen im Zweifelsfalle die gewiegtesten Juristen, die wir aufbieten können. Aber ernsthaft, die Regierung sieht eine große Gefahr für die Volksgesundheit, dann kann und darf sie natürlich handeln und ich wette, daß das dann auch verfassungsrechtlich geboten ist.
Ganz einfach: Das Grundrecht auf körperliche Unverletzlichkeit verpflichtet den Staat grundsätzlich, auf körperverletzendes Handeln zu verzichten. Eine medizinische Behandlung, in die ich ausdrücklich nicht einwillige, ist Körperverletzung.

Wenn nun die Regierung dies zu einem Verfassungsauftrag zur Bekämpfung ansteckender Krankheiten aufbläst, in dessen Zusammenhang ich gezwungen werden soll, medizinische Eingriffe hinzunehmen, in die ich ausdrücklich nicht einwilige, dann steht sie nicht vor einem Dilemma, sondern führt das Grundgesetz ad absurdum. Die körperliche Unversehrtheit respektiert man, indem man entsprechende Eingriffe unterlässt. Und damit ist eine Politik, die diese Eingriffe als logische Konsequenz hat, unzulässig.

Mir als Bürger ist es ja auch und richtigerweise ohne wenn und aber verboten, Straftaten zu begehen, auch wenn ich mir eine Menge Sophistik einfallen lassen könnte, warum ich von selbstgewählten höheren Zielen geradezu gezwungen dazu bin, mal hier oder da über die Stränge zu schlagen.

Interessant auch der Gedanke, dass sie dies tut um eine (nirgendwo plausibel begründete) Impfquote zu erreichen, degradiert sie mich zu einem bloßen Objekt, das auf Grundrechte zu verzichten hat, um irgend einen möglichst hohen abstrakten Rechenwert ohne Praxisbezug zu erreichen. Und mit dieser Instrumentalisierung weiß ich nicht, ob man da nicht auch den Art 1 GG nochmal anschauen sollte.

Um Steinmeiers blöde Frage von wegen „Was muss noch alles geschehen, um mich zu überzeugen?“ zu beantworten: Ganz einfach etwas, was mich überzeugt. Das Gesabbel der Politik tut das jedenfalls nicht. Und ich werde ganz sicher nichts tun, das meiner Überzeugung zuwider läuft, weil einer Gesellschaft aus Cum-Ex-Betrügern, Hochstaplern, Fake-Akadeikern in Geschwätzwissenschaften, Studienabbrechern, Unqualifizierten usw mangels überzeugender Argumente oder gar noch evidenter Tatsachen nicht besseres einfällt, als der Versuch, mich erst zu nötigen und dann zu zwingen.
 

MatScientist

Ritter Rosenkreuzer
21. März 2014
2.784
Es gibt nunmal nicht nur den Ruf nach mehr Freiheit, sondern auch den Ruf nach mehr Sicherheit.
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weil man dem Staat ausgeliefert ist, und nur noch hoffen kann, er möge einem doch nur Gutes wollen...
 

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